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Wann Fische in Teich einsetzen? Optimale Zeit & Temperatur

Plitschnass » Wann Fische in Teich einsetzen? Optimale Zeit & Temperatur

Fische in einen Gartenteich einzusetzen, ist komplizierter, als es zunächst scheint. Wann ist der beste Zeitpunkt dafür? Welche Temperatur sollte das Wasser haben? Und wie gewöhnen sich die Fische an ihre neue Umgebung?

All diese Fragen beantworten wir dir in diesem Artikel. Du erfährst, welche Fischarten gut zusammenpassen, wie viel Wasser du pro Fisch einplanen musst und welche Vorbereitungen nötig sind, damit dein Teich zu einem lebendigen Element in deinem Garten wird.

Vorbereitungen für einen gelungenen Fischeinsatz

Damit der Einsatz der Fische gelingt, solltest du ein paar Vorbereitungen treffen.

Damit sich die Fische in ihrem neuen Lebensraum so stressfrei wie möglich eingewöhnen, installierst du die komplette Teichtechnik (Filter, Teichbelüfter) am besten schon vorab. Die Tiere reagieren sehr empfindlich auf Geräusche und Erschütterungen, die von neu installierter Technik ausgehen können.

Für genügend Sauerstoff und sauberes Wasser sorgen sauerstoffspendende Wasserpflanzen wie Wasserpest (Elodea densa), Hornkraut (Ceratophyllum demersum) und Tausendblatt (Myriophyllum spicatum). Sie bieten den Fischen zusätzlich ausgezeichnete Rückzugsmöglichkeiten.

Möchtest du zum Beispiel, dass Goldfische im Teich überwintern, muss der Gartenteich tief genug sein, also mindestens einen Meter, damit eine frostfreie Zone bestehen bleibt.

Auch Größe und Lage des Gartenteichs spielen eine Rolle dabei, ob sich die Fische später wohlfühlen. Das Wasser darf sich nicht zu stark erwärmen und muss den Tieren genügend Bewegungsraum bieten.

Für einen Goldfisch rechnest du mit rund 250 Litern Wasser, das auch im Hochsommer nicht dauerhaft über 20 Grad warm sein sollte, selbst wenn die Fische kurzzeitig höhere Temperaturen vertragen. Wie viele Tiere insgesamt in deinen Teich passen, liest du im Ratgeber Wie viele Fische dürfen in den Teich?

Zuletzt überprüfst du die Wasserwerte im Teich. Der ideale pH-Wert für Teichfische liegt zwischen 6,8 und 8,2, die Karbonathärte sollte zwischen 8 und 14 Grad liegen.

Optimale Zeit und Temperatur

Der ideale Zeitpunkt, um deinem Gartenteich mit Fischen neues Leben einzuhauchen, ist das Frühjahr bei einer konstanten Wassertemperatur ab 12 Grad.

Ab dieser Temperatur kommen die Fische, die im Teich überwintert haben, aus ihrer Winterruhe und können mit dem neuen Fischbesatz zusammengeführt werden.

Setzt du die Tiere im Frühling oder Sommer ein, gibst du ihnen die Möglichkeit, sich in der neuen Umgebung einzugewöhnen und sich bereits auf die nächste Kälteperiode vorzubereiten.

Im Spätsommer oder Herbst, wenn die Temperaturen bereits deutlich zurückgehen, solltest du besser keine Fische mehr einsetzen, sondern das nächste Frühjahr abwarten. Fische, die kurz vor dem Winter in einen ungewohnten Teich kommen, hatten schlicht keine Zeit mehr, sich einzugewöhnen, und starten geschwächt in die Kälteperiode.

Fische in Teich einsetzen: Anleitung

Wichtig ist, dass die Temperatur im Teichwasser und im Wasser, in dem du die Tiere transportierst, möglichst gleich ist.

Der Unterschied zwischen beiden Werten sollte auf keinen Fall mehr als 3 Grad betragen. Ist er zu hoch, erleidet der Fisch einen regelrechten Kälte- oder Wärmeschock, seine Organe können dauerhaft geschädigt werden, was oft auch zum Tod führt.

Miss deshalb vor dem Einsetzen mit einem Thermometer das Transportwasser und das Teichwasser.

Ist das Transportwasser wärmer als das Teichwasser, gibst du die Fische in einen Eimer mit dem Transportwasser. Den Eimer legst du dann auf die Wasseroberfläche und wartest ab, bis sich die Temperaturen angeglichen haben, bevor du ihn leicht kippst und ins Wasser drückst, damit etwas Teichwasser hineinlaufen kann.

Im Abstand von ungefähr 5 bis 10 Minuten wiederholst du diesen Vorgang, bis der Eimer fast voll ist.

Abschließend drückst du den Eimer komplett unter Wasser und drehst ihn seitlich nach vorne, damit die Fische herausschwimmen können.

Eine alternative Methode ist es, den Fisch samt Transportbeutel ungeöffnet für circa 15 bis 30 Minuten ins Wasser zu legen. Danach öffnest du den Beutel und gibst alle 5 Minuten etwas Teichwasser hinein.

Das wiederholst du so lange, bis sich das Wasser im Beutel verdoppelt oder sogar verdreifacht hat. Erst dann entlässt du die Fische in ihr neues Zuhause.

Diese Art des Fischbesatzes ist vor allem im Frühjahr sehr schonend. Im Hochsommer kann es passieren, dass das Wasser bei langen Transportwegen sehr warm geworden ist und deutlich wärmer ist als das Wasser im Teich. In diesem Fall gehst du noch behutsamer und langsamer beim Einsetzen vor.

Fische eingewöhnen: Bedingungen

Auch Fischen musst du eine gewisse Zeit geben, bis sie sich in ihrer neuen Umgebung eingewöhnt haben. In der Regel haben sie nach einer Woche den Gartenteich erkundet und sich an ihren neuen Lebensraum angepasst.

Um die Eingewöhnung zu unterstützen, setzt du die verschiedenen Fischarten Schritt für Schritt ein.

Die meisten Arten, zu denen auch Goldfische zählen, fühlen sich allein oder in geringer Zahl nicht wohl, weshalb du mindestens 3 bis 5 Tiere gleichzeitig einsetzen solltest.

Andere Fischarten wie Orfen, Elritzen, Bitterlinge und Moderlieschen hältst du in Gruppen von mindestens 10 Tieren. Wie viele Fische insgesamt sinnvoll sind und ab wann ein Teich überbesetzt ist, erklärt der Ratgeber Zu viele Fische im Teich.

Wann darfst du Fische in einen neuen Teich einsetzen?

Wurde der Gartenteich neu angelegt, braucht er einige Zeit, bis er ins biologische Gleichgewicht kommt.

Zudem muss der Teich für die Fische eine optimale Wasserqualität mit entsprechenden Wasserwerten sowie eine ausreichende und zuverlässige Sauerstoffversorgung bieten, weshalb du der Teichgröße angemessen viele Wasserpflanzen einsetzen solltest.

Die Teichpflanzen benötigen etwa 10 bis 12 Wochen, bis sie die entsprechende Größe erreicht und sich an die neue Umgebung angepasst haben. Erst danach setzt du die Fische ein.

Bevor du die Fische ohne Risiko in den Teich gibst, solltest du das Wasser zur Sicherheit kontrollieren. Im Fachhandel gibt es dafür einfache und zuverlässige Testsets, mit denen du rasch die wichtigsten Werte ermittelst.

Die Tests solltest du in den ersten Wochen alle 2 bis 3 Tage vornehmen. Sobald der Teich seit mindestens vier Wochen stabile Werte zeigt, reicht danach eine monatliche Kontrolle.

FAQ: Häufige Fragen beantwortet


Welche Fischarten passen gut zusammen?

Wer es bevorzugt, seine Teichfische zu beobachten, entscheidet sich für sogenannte Oberflächenfische wie die Orfe. Gold- und Blauorfen halten sich bevorzugt in den mittleren und oberen Wasserschichten auf.

Auch Goldfische zeigen sich oft nahe der Wasseroberfläche, da sie sehr gefräßig sind und ständig auf neues Futter warten.

Beide Fischarten sind als Schwarmfische äußerst gesellig. Deshalb solltest du Goldfische, Orfen, Elritzen, Bitterlinge und Moderlieschen in kleinen Gruppen von mindestens 5 bis 10 Fischen halten.

Sie benötigen zudem bepflanzte Bereiche und flache Wasserzonen mit einer Tiefe von höchstens 20 Zentimetern, wo sie laichen.

Ausgezeichnet passen auch Kois und Goldfische zusammen, da sie sehr ähnliche Ansprüche an ihr Lebensumfeld haben und gut gemeinsam in einem Teich leben können. Außerdem werden sie ähnlich groß und benötigen etwa die gleiche Menge an Futter. Wie du die Fütterung über das ganze Jahr richtig timst, liest du im Ratgeber Teichfische füttern im Winter, Frühling, Sommer und Herbst.

Wie viel Wasser pro Fisch im Teich?

Teichbesitzer unterschätzen oft den Platzbedarf pro Fisch. Ein Goldfisch benötigt rund 250 Liter Wasser, um sich wohlzufühlen, ausgewachsene Tiere sogar das Doppelte.

Wie viele Fische insgesamt in einem Teich leben können, hängt von Körperlänge und Teichgröße ab. Ein Fisch bis etwa 10 Zentimeter Länge braucht ein Wasservolumen von 75 bis 100 Litern.

Größere Fische benötigen entsprechend mehr Wasser. Bei großen Kois musst du sogar mit bis zu 3.000 Litern Wasser pro Tier rechnen.

Für kleine und mittlere Teiche empfehlen sich deshalb Moderlieschen, Europäischer Bitterling, Gründling und Elritze. Diese vier heimischen Arten haben ähnliche Ansprüche an ihren Lebensraum und werden nur bis zu 10 Zentimeter groß. Sie sind zudem friedlich und ernähren sich sowohl von kleinen Wassertieren als auch von Pflanzen.

Wie lange braucht ein Teichfilter, bis das Wasser klar ist?

Bei einem Mehrkammer-Teichfilter sammelt sich bereits nach einer guten Woche etwas Schlamm auf den Filtermatten an, den die Teichbakterien besiedeln, die zum ökologischen Gleichgewicht im Gartenteich beitragen.

Nach circa zwei Wochen hast du schon klares Wasser und kannst die Fische im Teich einwandfrei sehen. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Filteranlage richtig, und du hast keine Arbeit mehr damit. Welcher Filter zu deiner Teichgröße passt, zeigt dir der Teichfilter-Test.

Die neuen Fische im Teich verstecken sich: Ist das schlimm?

Die neuen Fische müssen sich erst mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und haben sich nach rund einer Woche an das neue Leben gewöhnt.

Bis dahin verstecken sie sich gerne, wobei sich vor allem junge Goldfische in Sicherheit bringen, um nicht von erwachsenen Goldfischen, Fischreihern oder anderen Räubern gefressen zu werden.

Um den Fischen ein ideales Versteck zu bieten, sollten ausreichend Pflanzen im Teich sein, wobei sich eine ausgewogene Kombination aus Ufer-, Schwimm- und Unterwasserpflanzen anbietet.

Bei Goldfischen können auch verschiedene Krankheiten die Ursache sein, dass sie sich überwiegend am Teichboden aufhalten und kaum sichtbar sind.

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