Der Intex Auto Pool Cleaner ist kein Poolroboter im engeren Sinn. Er hat keinen eigenen Motor und keine Elektronik, sondern hängt am Druckanschluss der vorhandenen Filteranlage und arbeitet mit dem Wasserstrom, den diese ohnehin erzeugt. Genau daraus ergeben sich seine Stärken und seine Grenzen.
Das Gerät misst 47 x 33 x 26 Zentimeter, wiegt 6,96 Kilogramm und bringt 7,5 Meter Schlauch mit. Der Anschluss hat 38 Millimeter Durchmesser, also das Standardmaß der größeren Intex-Filteranlagen.
Wir haben uns angesehen, wie er funktioniert, welche Voraussetzungen er an den Pool stellt und wann sich stattdessen ein anderer Reinigungsweg lohnt.
Wer bereits eine ordentlich dimensionierte Intex-Filteranlage betreibt, bekommt hier für wenig Geld eine automatische Bodenreinigung, die ohne zusätzlichen Stromanschluss auskommt. Die Einschränkungen sind aber real: Der Boden muss eben sein, die Pumpe muss genug Druck liefern, und Wände bleiben unberührt. Für kleine Pools mit schwacher Pumpe ist er die falsche Wahl.
Spricht dafür
- Braucht keinen eigenen Strom, läuft über die vorhandene Filterpumpe
- Fährt den Boden selbstständig ab, ohne dass jemand daneben steht
- Bürsten sind Verschleißteile und in wenigen Handgriffen gewechselt
- Robuste Mechanik ohne Elektronik, die ausfallen könnte
- Deutlich günstiger als ein akkubetriebener Poolroboter
Spricht dagegen
- Funktioniert nur mit ausreichend starker Filteranlage am Druckanschluss
- Reinigt ausschließlich den Boden, keine Wände und keine Wasserlinie
- Auf unebenem Untergrund bleibt er hängen oder lässt Stellen aus
- Der Anschluss muss an der Druckseite erfolgen, Verwechslung kostet Zeit
- 38-Millimeter-Anschluss, kleinere Anlagen brauchen einen Adapter
- Braucht der Cleaner Strom?
- Nein. Er arbeitet mit dem Wasserdruck der Filteranlage, ein eigener Anschluss entfällt.
- Wo wird er angeschlossen?
- An der Druckseite der Filteranlage, also am Rücklauf. Am Ansaugstutzen funktioniert er nicht.
- Reinigt er auch die Wände?
- Nein. Der Auto Pool Cleaner ist ein reiner Bodenreiniger.
- Welchen Anschluss braucht man?
- 38 Millimeter. Für Anlagen mit 32 Millimetern ist ein Adapter nötig.
Was der Intex Auto Pool Cleaner technisch ist
Der gesamte Reinigungsvorgang beruht auf dem Venturi-Prinzip. Das Wasser, das die Filteranlage zurück in den Pool drückt, wird durch den Cleaner geleitet und erzeugt in einer Verengung einen Unterdruck. Dieser Unterdruck saugt Sand, Blätter und Ablagerungen vom Boden auf. Es gibt also keinen Motor, keinen Akku und keine Steuerplatine, nur Strömungsmechanik.
Zwei der Räder sitzen auf Gelenken. Dadurch ändert das Gerät im Betrieb immer wieder die Richtung und fährt den Boden nach und nach vollständig ab. Ein geplantes Fahrmuster wie bei einem elektrischen Poolroboter gibt es nicht, dafür läuft der Cleaner so lange, wie die Pumpe läuft.
Aus dem Antriebsprinzip folgt die wichtigste Voraussetzung: Die Filteranlage muss genug Druck aufbauen. An kleinen Kartuschenfiltern mit geringer Umwälzleistung bewegt sich das Gerät kaum. Welche Anlage passt, steht im Intex Poolpumpen Test und im Sandfilteranlagen Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Auto Pool Cleaner mit Bodenbürsten
- Saugschlauch, 7,5 m
- Schlauchschellen und Verbindungsstücke
- Adapterstück für den Rücklauf
- Bedienungsanleitung mit Aufbauschritten
Das ist nicht dabei
- Filteranlage
- Adapter von 38 auf 32 mm
- Ersatzbürsten
- Kescher für die Wasseroberfläche
- Poolbürste für Wände und Wasserlinie
Die Filteranlage ist die eigentliche Voraussetzung und nicht Teil des Lieferumfangs. Sie muss nicht nur vorhanden sein, sondern auch genug Umwälzleistung bringen, sonst bleibt der Cleaner stehen. Bei kleineren Anlagen mit 32 Millimetern Anschluss brauchen Sie zusätzlich einen Adapter, siehe Poolschläuche im Test.
Für alles oberhalb des Bodens brauchen Sie weiterhin Handwerkszeug: einen Kescher für Blätter auf der Oberfläche und eine Bürste für die Wasserlinie. Ein Reinigungsset deckt beides ab, und die grundsätzliche Reihenfolge steht unter Pool reinigen.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Kein eigener Stromanschluss nötig
- Läuft automatisch mit, solange die Filterpumpe läuft
- Robuste Mechanik ohne Elektronik
- Bürsten sind Verschleißteile und einzeln tauschbar
- Deutlich günstiger als ein elektrischer Poolroboter
- Bewegliche Räder sorgen für wechselnde Fahrtrichtung
- Passt auf den 38-Millimeter-Standard der größeren Intex-Anlagen
- Kein Aufladen, keine Ladezeiten
Spricht dagegen
- Setzt eine ausreichend starke Filteranlage voraus
- Reinigt nur den Boden
- Ebener Untergrund ist Bedingung, Falten stoppen ihn
- Anschluss muss zwingend an der Druckseite erfolgen
- Für 32-Millimeter-Anlagen ist ein Adapter nötig
- Kein systematisches Fahrmuster, manche Stellen dauern
Alternativen zum Intex Auto Pool Cleaner
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Zuerst die Filteranlage prüfen. Ohne ausreichenden Druck bewegt sich der Cleaner nicht. Sehen Sie in den Daten Ihrer Anlage nach, wie viel Wasser sie umwälzt, und vergleichen Sie das mit dem Poolvolumen. Die Rechnung steht unter Pool Volumen berechnen.
Anschlussmaß abgleichen. 38 Millimeter sind das Maß der größeren Anlagen. Wer eine kleinere Pumpe mit 32 Millimetern hat, braucht einen Adapter, und der liegt nicht bei.
Untergrund ehrlich einschätzen. Der Cleaner braucht einen ebenen Boden ohne Falten. Wenn Ihr Pool auf leicht abschüssigem Grund steht oder die Folie Wellen wirft, wird das Ergebnis unbefriedigend. Vorher lesen: Pool faltenfrei aufstellen.
Den Rest der Reinigung mitdenken. Boden ist nur ein Teil. Wasserlinie, Wände und Oberfläche bleiben Handarbeit, und die Wasserpflege ersetzt der Cleaner ohnehin nicht, siehe pH-Wert messen.
Häufige Fragen
Ist der Intex Auto Pool Cleaner ein Poolroboter?
Im umgangssprachlichen Sinn wird er oft so genannt, technisch ist er es nicht. Ein Poolroboter hat einen eigenen Motor und eine Steuerung. Der Auto Pool Cleaner hat beides nicht und nutzt ausschließlich den Wasserdruck der Filteranlage.An welchen Anschluss gehört er?
An die Druckseite, also den Rücklauf, aus dem das gefilterte Wasser zurück in den Pool strömt. Am Ansaugstutzen bleibt er wirkungslos. Trennen Sie die Anlage vor dem Anschließen vom Strom.Warum bewegt er sich nicht?
In den allermeisten Fällen liegt es an zu geringem Druck oder an Luft im Schlauch. Tauchen Sie den Schlauch vor dem Anschließen vollständig ins Wasser, bis keine Blasen mehr aufsteigen, und prüfen Sie, ob die Filterkartusche verschmutzt ist.Reinigt er auch die Poolwände?
Nein. Er fährt ausschließlich den Boden ab. Wände und Wasserlinie bleiben Handarbeit mit Bürste und Kescher.Wie lange muss er laufen?
So lange, wie die Filteranlage ohnehin läuft. Da er kein systematisches Fahrmuster hat, braucht er für die vollständige Bodenfläche mehrere Stunden.Kann man die Bürsten ersetzen?
Ja. Die Bodenbürsten sind Verschleißteile und lassen sich mit wenigen Handgriffen abnehmen und tauschen. Das ist auch der einzige regelmäßige Wartungspunkt neben den Schlauchverbindungen.Funktioniert er in jedem Pool?
In Aufstellpools mit ebenem Boden und passender Filteranlage ja. In Becken mit stark strukturiertem Boden, mit Stufen oder mit Gefälle stößt er an seine Grenzen, siehe Pool aufstellen bei Gefälle.Lohnt sich stattdessen ein elektrischer Poolroboter?
Bei größeren Becken und wenn auch die Wände sauber werden sollen, ja. Ein akkubetriebenes Gerät arbeitet unabhängig von der Filteranlage und fährt ein Muster ab. Der Überblick steht im Poolsauger Test.Lohnt sich der Intex Auto Pool Cleaner?
Wenn eine ordentlich dimensionierte Filteranlage bereits läuft und der Poolboden eben ist, nimmt Ihnen der Auto Pool Cleaner die lästigste Routine ab, und das ohne zusätzlichen Stromanschluss und ohne Akku, der geladen werden will. Für den Preis ist das ein sinnvoller Zusatz.
Rechnen Sie aber nicht mit einem Poolroboter. Wände, Wasserlinie und Oberfläche bleiben Handarbeit, und bei schwacher Pumpe oder welliger Folie werden Sie nicht glücklich. In dem Fall ist ein Handsauger oder ein akkubetriebenes Gerät die bessere Wahl.
Weitere Poolreiniger im Test:
Passend zum Thema:
- Pool reinigen: die Reihenfolge
- Poolsauger anschließen
- Laub im Pool vermeiden
- Sandfilteranlagen im Test






Keine Kommentare vorhanden