Die Well Solutions WS Pro 17 kW ist die größte Stufe der WS-Pro-Reihe. Mit 15,8 Kilowatt Heizleistung und einer Leistungseffizienz von 5,5 ist sie für Becken gedacht, bei denen die kleineren Modelle dauerhaft durchlaufen würden.
Das Gerät misst 1.155 x 470 x 871 Millimeter und wiegt 89 Kilogramm. Als Kältemittel kommt R410A zum Einsatz, der Arbeitsbereich reicht von minus 5 bis plus 35 Grad Außentemperatur. Angegeben sind 40 dB(A) in zehn Metern Abstand.
Wir haben geprüft, was die höhere Effizienz gegenüber den kleineren Stufen praktisch bedeutet und für welche Beckengrößen sich der Sprung lohnt.
Der Effizienzsprung auf 5,5 ist das eigentliche Argument dieser Stufe. Sie holt aus derselben Kilowattstunde Strom mehr Wärme als die kleineren Modelle und läuft dabei kürzer, weil die Leistung höher liegt. Für ein großes Becken oder eine früh beginnende Saison ist das die richtige Wahl, für einen Aufstellpool ist sie überdimensioniert.
Spricht dafür
- 15,8 Kilowatt Heizleistung für große Becken
- Leistungseffizienz 5,5, die beste der Reihe
- Automatische Abtaufunktion
- Versetzbares Touch-Display
- Nur 40 dB(A) trotz höherer Leistung
- Arbeitsbereich ab minus 5 Grad
Spricht dagegen
- Mit 89 Kilogramm schwer zu versetzen
- Braucht entsprechend viel Aufstellfläche
- Hoher Durchflussbedarf der Filteranlage
- Für kleine Becken deutlich überdimensioniert
- Kein Zubehör für den Wasseranschluss enthalten
- Für welche Beckengröße?
- Ab etwa 50 Kubikmetern aufwärts, je nach Abdeckung.
- Wie effizient ist sie?
- Leistungseffizienz 5,5 unter Normbedingungen.
- Taut sie selbst ab?
- Ja, die Abtaufunktion läuft automatisch.
- Wie schwer ist sie?
- 89 Kilogramm, das ist kein Zwei-Mann-Gerät für weite Wege.
Was die Well Solutions WS Pro 17 kW technisch ist
Auch dieses Gerät ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die Außenaufstellung am Pool. Der Ventilator zieht Umgebungsluft über den Verdampfer, das Kältemittel R410A nimmt die Wärme auf und gibt sie im Wärmetauscher an das Poolwasser ab, das die Filterpumpe über einen Bypass liefert.
Der Unterschied zu den kleineren Stufen liegt nicht nur in den 15,8 Kilowatt, sondern vor allem in der Leistungseffizienz von 5,5. Aus einer Kilowattstunde Strom werden unter Normbedingungen also gut fünfeinhalb Kilowattstunden Wärme, deutlich mehr als die 4,5 der 13-kW-Version.
Die automatische Abtaufunktion ist bei einem Gerät, das bis minus 5 Grad arbeitet, kein Luxus: Am Verdampfer bildet sich bei kühler, feuchter Luft Eis, das den Luftstrom blockiert. Das Gerät kehrt den Kreislauf dafür kurzzeitig um. Der Überblick steht im Pool Wärmepumpen Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Wärmepumpe WS Pro 17 kW
- Versetzbares Touch-Display
- Anleitung
Das ist nicht dabei
- Bypass-Set
- Verschraubungen und Schlauchtüllen
- Verrohrung
- Kondensatablauf
- Elektroanschluss und Absicherung
- Fundament oder Aufstellsockel
Der wasserseitige Anschluss fehlt komplett und muss passend zur vorhandenen Verrohrung beschafft werden. Bei dieser Leistungsklasse lohnt es sich, den Bypass großzügig zu dimensionieren, passendes Material im Poolschlauch Test.
Die 89 Kilogramm gehören auf ein festes Fundament, nicht auf Gehwegplatten im Rasen. Dazu kommt der Kondensatablauf: Ein Gerät dieser Größe produziert im Betrieb literweise Kondenswasser, das versickern oder abfließen muss.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 15,8 Kilowatt Heizleistung
- Leistungseffizienz 5,5
- Automatische Abtaufunktion
- Nur 40 dB(A) in zehn Metern
- Versetzbares Touch-Display
- Betrieb ab minus 5 Grad
- Kältemittel R410A
- Kurze Laufzeiten durch hohe Leistung
Spricht dagegen
- 89 Kilogramm Gewicht
- Braucht ein festes Fundament
- Für kleine Becken überdimensioniert
- Hoher Durchflussbedarf
- Kein Zubehör für den Anschluss
- Kondensatablauf zwingend erforderlich
Alternativen zur Well Solutions WS Pro 17 kW
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Erst das Beckenvolumen bestimmen. Unterhalb von etwa 50 Kubikmetern ist diese Stufe meist zu groß. Die Rechnung steht unter Pool Volumen berechnen.
Fundament vorbereiten. 89 Kilogramm auf einem waagerechten, tragfähigen Untergrund mit freiem Luftweg auf beiden Seiten sind die Voraussetzung für den störungsfreien Betrieb.
Filterleistung prüfen. Der Bypass muss die geforderte Wassermenge dauerhaft liefern, auch mit beladenem Filter. Passende Geräte im Poolpumpen Test.
Abdeckung nicht weglassen. Je größer das Becken, desto mehr Wärme geht nachts über die Oberfläche verloren. Eine Solarplane halbiert diesen Verlust, siehe Pool Solarplanen Test.
Häufige Fragen
Ab welcher Beckengröße lohnt sich die 17-kW-Stufe?
Als Anhaltspunkt ab etwa 50 Kubikmetern. Auch bei kleineren Becken kann sie sinnvoll sein, wenn die Saison im April beginnen soll oder keine Abdeckung genutzt wird.Verbraucht ein größeres Gerät mehr Strom?
Nicht zwangsläufig. Es bringt dieselbe Wärmemenge in kürzerer Zeit ein und schaltet dann ab. Bei einer Effizienz von 5,5 liegt der Verbrauch je eingebrachter Kilowattstunde sogar unter dem der kleineren Stufen.Was macht die automatische Abtauung?
Bei kühler, feuchter Luft vereist der Verdampfer. Das Gerät kehrt den Kreislauf kurz um, taut das Eis ab und heizt danach weiter. Ohne diese Funktion bricht die Leistung im Frühjahr ein.Wie laut ist sie im Betrieb?
40 dB(A) in zehn Metern Abstand, trotz der höheren Leistungsklasse. Direkt daneben ist der Ventilator natürlich zu hören.Was ist R410A?
Ein verbreitetes Kältemittel für Wärmepumpen. Es ist im geschlossenen Kreislauf eingeschlossen und muss im Normalbetrieb nicht nachgefüllt werden.Wie überwintert das Gerät?
Vollständig entleeren und vom Kreislauf trennen. Details unter Pool Wärmepumpe im Winter.Lohnt sich das gegenüber einer Solaranlage?
Die Wärmepumpe heizt wetterunabhängig und regelbar, Solar ist im Betrieb kostenlos. Die Abwägung steht unter Solar oder Wärmepumpe.Kann ich sie selbst anschließen?
Die Verrohrung schon, den Elektroanschluss nicht. Bei dieser Leistung sind eigene Absicherung und Fehlerstromschutzschalter Pflicht und gehören in Fachhand.Lohnt sich die Well Solutions WS Pro 17 kW?
Bei einem großen Becken ist das die stimmigste Variante der Reihe. Die Kombination aus 15,8 Kilowatt und einer Effizienz von 5,5 bedeutet kurze Laufzeiten und den niedrigsten Verbrauch je eingebrachter Kilowattstunde, und das automatische Abtauen hält die Leistung auch im kühlen Frühjahr oben.
Die Grenzen liegen im Praktischen: 89 Kilogramm auf ein Fundament, ein Ablauf für das Kondensat und eine Filteranlage, die genug Wasser liefert. Wer das vorbereitet hat, bekommt hier die beste Stufe der Reihe. Wer ein kleines Becken beheizt, ist mit der 10- oder 13-kW-Version besser bedient.
Weitere Wärmepumpen:
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- Well Solutions WS Pro 13 kW
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- Full-Inverter-Wärmepumpen
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