Die Steinbach Silent 11 ist eine Inverter-Wärmepumpe mit 11 Kilowatt Heizleistung für Becken bis 50.000 Liter. Sie arbeitet mit dem Kältemittel R290, das einen sehr niedrigen Treibhauswert hat.
Der Name ist Programm: Steinbach gibt 29 Dezibel Schalldruckpegel an, ein Wert, den in dieser Leistungsklasse kaum ein Gerät erreicht. Bedient wird die Anlage über ein Touch-Display oder die Steinbach App.
Wir haben geprüft, was R290 für Aufstellung und Wartung bedeutet, wie die Schaltsteckdose und der externe Steuereingang in eine Solar- oder Poolsteuerung passen und ob die 11 Kilowatt für ein 50.000-Liter-Becken tatsächlich reichen.
Steinbach Wärmepumpe Silent 11
Der externe Steuereingang ist das unterschätzte Detail: Damit lässt sich die Anlage vom Überschuss der Photovoltaikanlage abhängig machen.
Spricht dafür
- Mit 29 Dezibel außergewöhnlich leise
- 11 Kilowatt Heizleistung für Becken bis 50.000 Liter
- COP bis 16 im günstigen Betriebspunkt
- Kältemittel R290 mit sehr geringem Treibhauswert
- Heiz- und Kühlfunktion
- Touch-Display mit LED-Statusanzeige
- WLAN-App und externer Steuereingang
- Salzwassertauglich bis 5 Gramm pro Liter
Spricht dagegen
- R290 ist brennbar und verlangt Abstand zu Zündquellen
- Große und schwere Bauform
- Bypass gehört nicht zum Lieferumfang
- Der Spitzen-COP gilt nur unter Idealbedingungen
- Fundament erforderlich
- Für kleine Becken überdimensioniert
- Für welche Becken?
- Bis 50.000 Liter.
- Wie viel Heizleistung?
- 11 Kilowatt.
- Wie laut ist sie?
- 29 Dezibel.
- Welches Kältemittel?
- R290 mit sehr geringem Treibhauswert.
Was die Silent 11 technisch ausmacht
Die Anlage arbeitet wie jede Poolwärmepumpe: Sie entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie an das Beckenwasser ab. Der Unterschied liegt im Detail der Ausführung. Die Übersicht der Bauarten und Leistungsklassen steht im Pool Wärmepumpe Test.
R290 ist reines Propan. Es hat einen sehr geringen Treibhauswert und arbeitet thermodynamisch günstiger als die klassischen Kältemittel, weshalb Anlagen damit oft höhere COP-Werte erreichen. Der Preis dafür ist die Brennbarkeit: Die Anlage gehört ins Freie, mit Abstand zu Kellerschächten, Lichtschächten und Zündquellen.
Der Inverter-Betrieb hält die Leistung stufenlos am Bedarf. Zusammen mit der Kühlfunktion deckt die Anlage einen Wasserbereich von 5 bis 45 Grad ab und arbeitet bei Umgebungstemperaturen von 5 bis 50 Grad. Die integrierte Schaltsteckdose und der externe Steuereingang erlauben es, den Betrieb an eine übergeordnete Steuerung zu koppeln.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Wärmepumpe mit Touch-Display
- Integrierte Schaltsteckdose
- Anschlussstücke für den Wasserkreislauf
- Bedienungsanleitung
- Zugangsdaten für die Steinbach App
Das ist nicht dabei
- Bypass-Set
- Schläuche
- Fundamentplatte
- Winterabdeckung
- Externer Temperaturfühler
Die Anlage ist groß und schwer. Der Untergrund muss tragfähig und waagerecht sein, Gehwegplatten auf verdichtetem Splitt genügen in der Regel. Rund um das Gerät gehört Freiraum für die Luftführung.
Ein Bypass mit drei Absperrhähnen ist die sinnvolle Ergänzung. Er dosiert den Durchfluss und erlaubt es, die Wärmepumpe im Herbst vom Kreislauf zu trennen, während die Filterung weiterläuft.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Außergewöhnlich leiser Betrieb
- R290 mit geringem Treibhauswert
- Hohe Heizleistung
- Heizen und Kühlen
- Touch-Display und App
- Externer Steuereingang für Smart Home und Solar
- Salzwassertauglich
- Weiter Betriebsbereich bei Umgebungstemperatur
Spricht dagegen
- Brennbares Kältemittel verlangt Abstand
- Großes und schweres Gerät
- Kein Bypass enthalten
- Fundament nötig
- Spitzen-COP nur unter Idealbedingungen
- Für kleine Becken zu groß
Alternativen zur Silent 11
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Aufstellort für R290 prüfen. Propan ist schwerer als Luft. Kellerschächte, Lichtschächte und Gullys in unmittelbarer Nähe sind auszuschließen, ebenso offene Zündquellen.
Beckengröße mit Abdeckung rechnen. Die Angabe bis 50.000 Liter gilt für abgedeckte Becken. Ohne Abdeckung verliert das Wasser nachts so viel Wärme, dass die Anlage tagsüber nur nachheizt, siehe unseren Test in der darunterliegenden Klasse.
Steuereingang nutzen. Wer eine Photovoltaikanlage hat, kann die Wärmepumpe über den externen Eingang bei Überschuss freigeben. Das ist der größte Hebel bei den Betriebskosten.
Stromkreis vorbereiten. Ein eigener, abgesicherter Außenstromkreis mit Fehlerstromschutzschalter gehört zu einer Anlage dieser Leistung, siehe unsere Hinweise zum Anschluss.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße ist die Silent 11 gedacht?
Für Becken bis 50.000 Liter, sofern sie abgedeckt werden.Was ist R290 und warum wird es verwendet?
R290 ist Propan. Es hat einen sehr geringen Treibhauswert und erlaubt hohe Wirkungsgrade.Ist das Kältemittel gefährlich?
Es ist brennbar. Die Anlage gehört ins Freie, mit Abstand zu Schächten und Zündquellen.Wie laut ist die Wärmepumpe?
Der Hersteller gibt 29 Dezibel an, unter Volllast liegt der Wert höher.Kann die Anlage das Wasser kühlen?
Ja, sie deckt einen Wasserbereich von 5 bis 45 Grad in beide Richtungen ab.Verträgt sie Salzwasser?
Ja, bis zu einem Salzgehalt von 5 Gramm pro Liter.Was bringt der externe Steuereingang?
Er erlaubt die Freigabe durch eine Solar- oder Poolsteuerung, etwa bei Photovoltaiküberschuss.Braucht die Anlage einen Bypass?
Ja, er ist nicht enthalten, aber für Dosierung und Wartung notwendig.Lohnt sich die Steinbach Silent 11?
Steinbach Wärmepumpe Silent 11
Für ein großes Becken, das früh im Jahr nutzbar sein soll, ist diese Anlage eine der überzeugenderen Lösungen am Markt. R290, stufenlose Regelung und der externe Steuereingang ergeben zusammen einen Betrieb, der sich an günstigen Strom koppeln lässt, und der Schallpegel erlaubt eine Aufstellung, die andernorts Ärger machen würde.
Wer ein Aufstellbecken mit 15 oder 20 Kubikmetern beheizt, kauft hier zu viel Anlage. In dieser Größenordnung arbeitet ein Gerät der 5-Kilowatt-Klasse wirtschaftlicher und braucht weniger Platz.
Weiterlesen zu Poolwärmepumpen
- Pool Wärmepumpe im Test
- POOLEX PC-TOP060 Silverline Top im Test
- POOLEX Nano B5N FI im Test
- Bevo Hydro-S 5 im Test
- Bevo Hydro-S 10 im Test






Keine Kommentare vorhanden