Der hydraulische Bodensauger von well2wellness fährt ohne Strom durch das Becken. Angetrieben wird er allein vom Unterdruck der Filteranlage, an die er über den Skimmer oder den Saugstutzen angeschlossen wird.
Der Sauger läuft heute unter der Bezeichnung Tracy L2, verkauft wurde er zuvor als DPOOL Easy. An Aufbau und Funktionsprinzip hat sich dabei nichts geändert.
Wir haben uns angesehen, welche Pumpenleistung er wirklich braucht, wie gründlich er den Boden abfährt und wo das Prinzip an seine Grenzen stößt.
well2wellness Poolsauger Tracy L2
Für ein kleines Aufstellbecken mit vorhandener Sandfilteranlage ist das die günstigste Form der Bodenreinigung, die noch von allein arbeitet. Man muss nur akzeptieren, dass ein Rest Handarbeit übrig bleibt.
Spricht dafür
- Braucht keinen eigenen Stromanschluss, die vorhandene Filterpumpe genügt
- Fährt den Boden selbstständig ab, während man etwas anderes tut
- Membranantrieb mit nur einem beweglichen Teil, entsprechend wenig kann kaputtgehen
- Werkzeugloser Zusammenbau, Schlauch und Muffen liegen bei
- Blockiert das Filtersystem nicht, der Grobschmutz bleibt im Skimmerkorb
- Passt an Rundbecken von 360 bis 460 Zentimetern und an Rechteckbecken bis 550 Zentimeter
Spricht dagegen
- Braucht eine Filterpumpe mit mindestens 4.000 Litern pro Stunde
- Die Beckenränder bleiben regelmäßig ungereinigt
- Fährt gelegentlich immer dieselbe Runde und muss umgesetzt werden
- Nur für den Boden, Wand und Wasserlinie bleiben Handarbeit
- Bei starkem Laubanfall setzt sich der Schlauch zu
- Braucht er Strom?
- Nein, nur die Filterpumpe.
- Welche Pumpenleistung?
- Mindestens 4.000 Liter pro Stunde.
- Was reinigt er?
- Nur den Beckenboden.
- Wo wird angeschlossen?
- Am Skimmer oder Saugstutzen.
Was der hydraulische Bodensauger technisch ist
Der Sauger hat keinen Motor. Die Filterpumpe erzeugt einen Unterdruck, der über den Schwimmschlauch am Gerät anliegt. Eine Membran im Inneren pulsiert dadurch und bewegt den Sauger ruckweise über den Beckenboden. Angesaugter Schmutz wandert durch den Schlauch direkt zur Filteranlage.
Weil der Antrieb ohne Zahnräder und Motor auskommt, gibt es kaum Verschleißteile. Der Preis dafür ist ein zufälliges Fahrmuster: Der Sauger folgt keinem Plan, sondern deckt die Fläche über die Zeit ab. Wie das im Vergleich zu anderen Bauarten aussieht, steht unter Wie funktioniert ein Poolsauger.
Entscheidend ist die Pumpenleistung. Unter 4.000 Litern pro Stunde bewegt sich das Gerät nur schleppend oder bleibt ganz stehen. Passende Anlagen finden sich im Sandfilteranlagen Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Bodensauger mit Membranantrieb
- Schwimmschlauch in Segmenten
- Verbindungsmuffen
- Skimmeranschluss
- Montageanleitung
Das ist nicht dabei
- Filterpumpe
- Ersatzmembran
- Wandbürste für die Beckenwand
- Kescher für die Oberfläche
- Teleskopstange
Die Filterpumpe ist Voraussetzung, nicht Beigabe. Ohne ausreichend starke Anlage funktioniert das ganze Prinzip nicht, siehe Poolpumpen Test.
Für Wand und Wasserlinie liegt nichts bei. Diese Bereiche bleiben Handarbeit mit Bürste und Kescher, mehr dazu unter Pool reinigen.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Kein Stromanschluss nötig
- Fährt selbstständig
- Hohe Saugkraft für die Bauart
- Kaum Verschleißteile
- Werkzeugloser Aufbau
- Blockiert das Filtersystem nicht
- Schlauch und Muffen enthalten
- Für Rund- und Rechteckbecken
Spricht dagegen
- Braucht mindestens 4.000 Liter pro Stunde
- Ränder bleiben oft stehen
- Fährt manchmal im Kreis
- Nur für den Beckenboden
- Schlauch muss entlüftet werden
- Bei viel Laub anfällig für Verstopfung
Alternativen zum well2wellness Bodensauger
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Pumpenleistung prüfen. 4.000 Liter pro Stunde sind das Minimum, darunter bewegt sich der Sauger kaum, siehe Poolpumpe Laufzeit.
Beckenmaße abgleichen. Rund bis 460 Zentimeter, rechteckig bis 550 Zentimeter Länge, größere Becken brauchen ein stärkeres Gerät.
Anschlussart klären. Der Schlauch geht in den Skimmer oder an den Saugstutzen, mehr dazu unter Poolsauger anschließen.
Laubaufkommen bedenken. Unter Bäumen setzt sich der Schlauch schnell zu, dort ist ein Sauger mit eigenem Fangkorb die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Braucht der Sauger Strom?
Nein. Er wird ausschließlich vom Unterdruck der Filterpumpe angetrieben und hat weder Motor noch Akku.Welche Pumpe muss ich haben?
Mindestens 4.000 Liter pro Stunde. Bei schwächeren Anlagen bewegt sich der Sauger nur zäh oder bleibt ganz stehen.Reinigt er auch die Wände?
Nein, er arbeitet ausschließlich am Boden. Wand und Wasserlinie bleiben Handarbeit.Warum fährt der Sauger immer die gleiche Runde?
Das Fahrmuster ist zufällig und kann sich festfahren. Ein kurzes Umsetzen von Hand genügt, danach nimmt er einen anderen Weg.Muss der Schlauch entlüftet werden?
Ja, vor jedem Einsatz. Sonst zieht die Pumpe Luft, verliert die Ansaugung und der Sauger steht still.Setzt sich der Filter zu?
Der Grobschmutz bleibt im Skimmerkorb hängen. Nach längerem Saugen sollte trotzdem kontrolliert werden, siehe Pool Filter reinigen.Wie lange muss er laufen?
Für ein kleines Becken reichen zwei bis drei Stunden, bei starker Verschmutzung entsprechend länger. Die Filterpumpe läuft dabei ohnehin.Wie wird der Sauger überwintert?
Abnehmen, ausspülen, trocknen. Den Schwimmschlauch dabei nicht knicken, sondern locker aufgerollt lagern.Lohnt sich der well2wellness Bodensauger?
well2wellness Poolsauger Tracy L2
Wer ein kleines bis mittleres Becken mit einer ausreichend starken Filteranlage hat, spart sich mit diesem Sauger den größten Teil der Bodenarbeit. Dass kein Strom nötig ist und kaum etwas kaputtgehen kann, macht ihn zusätzlich unkompliziert.
Wer dagegen ein großes Becken, eine schwache Pumpe oder viele Bäume rundherum hat, wird nicht glücklich. In diesen Fällen führt der Weg zu einem akkubetriebenen Sauger oder gleich zu einem Poolroboter.
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