Die Steinbach Filteranlage Active Balls+ ist die einzige Anlage der Baureihe, die ihr Filtermedium gleich mitbringt. Rund 300 Gramm Filter Balls liegen bei, und das ersetzt etwa 15 Kilogramm Quarzsand.
Die Eckdaten: 200 Watt Pumpenleistung, 4.500 Liter pro Stunde frei laufend, 3.900 Liter Umwälzleistung durch das gefüllte Filterbett, ausgelegt auf Becken bis 19.000 Liter.
Wir haben geprüft, was Filter Balls gegenüber Sand tatsächlich leisten, warum die 300 Gramm im Karton mehr wert sind als der Preisunterschied vermuten lässt und wo die nicht selbstansaugende Pumpe an ihre Grenzen kommt.
Steinbach Filteranlage Active Balls+
Der beiliegende Ballsatz spart nicht nur Geld, er erspart auch das Schleppen und Einfüllen von 15 Kilogramm Sand.
Spricht dafür
- Etwa 300 Gramm Filter Balls liegen bei
- 7-Wege-Ventil mit Verstellhebel und Manometer
- Filter Balls sind waschbar und wiederverwendbar
- Nur 200 Watt Leistungsaufnahme
- Salzwassergeeignet bis 5 Gramm je Liter
- Kein Sandschleppen beim Aufbau
Spricht dagegen
- Nicht selbstansaugend
- Kein Zeitschaltwerk
- Mit 3.900 Litern die schwächste Anlage der Reihe
- Filter Balls halten Feinstschmutz schlechter als Sand
- Filter Balls müssen jede Saison kontrolliert werden
- Für welche Becken?
- Bis etwa 19.000 Liter.
- Wie viel wälzt sie um?
- 3.900 Liter pro Stunde.
- Ist Filtermaterial dabei?
- Ja, etwa 300 Gramm Filter Balls.
- Ist sie selbstansaugend?
- Nein, sie muss unterhalb des Wasserspiegels stehen.
Was die Active Balls+ technisch ausmacht
Filter Balls sind lose Fasern aus Polyethylen, die im Kessel ein Vlies bilden. 300 Gramm davon ersetzen etwa 15 Kilogramm Quarzsand, weil das Material eine deutlich größere Oberfläche pro Gramm hat. Der Vergleich der Filtermedien steht im Ratgeber zum Pool Filtersand.
Der praktische Vorteil zeigt sich beim Aufbau und beim Wechsel. Sand muss gekauft, geschleppt und mit Wasser eingeschlämmt werden. Filter Balls kommen aus der Tüte in den Kessel, und nach der Saison landen sie bei 30 Grad im Wäschenetz in der Maschine.
Bei der Feinfiltration liegt Sand vorn. Ein gut eingelaufenes Sandbett hält Partikel bis etwa 20 Mikrometer zurück, Filter Balls kommen an diesen Wert nur mit Flockungsmittel heran. Wer Flockung einsetzt, sollte das Mittel in Kartuschenform verwenden, flüssige Mittel verkleben die Fasern.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Filterkessel mit 7-Wege-Ventil
- Pumpe mit 200 Watt
- Etwa 300 Gramm Filter Balls
- Manometer
- Verstellhebel am Ventil
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Schläuche
- Zeitschaltuhr
- Rückspülschlauch
- Untergestell
- Flockungsmittel
Dass das Filtermedium beiliegt, ist der wesentliche Unterschied zu allen anderen Anlagen dieser Preisklasse. Wer nachlegen oder auf Sand wechseln will, braucht rund 15 Kilogramm Quarzsand der Körnung 0,4 bis 0,8 Millimeter.
Schläuche sind separat zu kaufen. Bei dieser Leistungsklasse genügen 32 Millimeter, 38 Millimeter bringen ein wenig mehr Durchsatz, siehe Poolschlauch Test.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Filter Balls im Lieferumfang
- Kein Sandschleppen und kein Einschlämmen
- Filter Balls in der Maschine waschbar
- 7-Wege-Ventil mit Verstellhebel
- Manometer serienmäßig
- Nur 200 Watt
- Salzwassergeeignet
- Ersatzteile langfristig verfügbar
Spricht dagegen
- Nicht selbstansaugend
- Schwächste Umwälzleistung der Reihe
- Keine Zeitschaltuhr
- Feinstfiltration schlechter als mit Sand
- Flüssige Flockungsmittel verkleben die Fasern
- Kein Rückspülschlauch dabei
Alternativen zur Active Balls+
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Den Aufstellort prüfen. Die Pumpe ist nicht selbstansaugend und muss unterhalb des Wasserspiegels stehen. Bei ebenerdigen Aufstellbecken ist das der Normalfall, sonst braucht es eine Anlage mit Vorfilter, siehe Poolpumpe Test.
Die Umwälzleistung gegen das Becken rechnen. 3.900 Liter pro Stunde wälzen 15.000 Liter in knapp vier Stunden um. Zwei Umwälzungen am Tag sind das Ziel.
Ersatz-Balls einkalkulieren. Die beiliegenden 300 Gramm halten mehrere Saisons, verfilzen aber mit der Zeit. Ein Nachkauf nach zwei bis drei Jahren ist realistisch.
Bei Flockung auf Kartuschen setzen. Flüssige Flockungsmittel verkleben die Fasern der Filter Balls dauerhaft und kosten Durchsatz.
Häufige Fragen
Was sind Filter Balls genau?
Lose Polyethylenfasern, die im Kessel ein Vlies bilden. 300 Gramm ersetzen etwa 15 Kilogramm Quarzsand.Filtern Filter Balls so gut wie Sand?
Bei grobem und mittlerem Schmutz ja. Bei Feinstpartikeln liegt ein eingelaufenes Sandbett vorn.Wie werden Filter Balls gereinigt?
Rückspülen wie Sand, zusätzlich einmal pro Saison bei 30 Grad im Wäschenetz in der Waschmaschine, ohne Waschmittel.Kann man stattdessen Sand einfüllen?
Ja, der Kessel nimmt etwa 15 Kilogramm Quarzsand der Körnung 0,4 bis 0,8 Millimeter auf.Für welche Beckengröße reicht die Anlage?
Bis etwa 19.000 Liter laut Hersteller. Angenehme Laufzeiten ergeben sich bis rund 15.000 Litern.Warum ist die Pumpe nicht selbstansaugend?
Ihr fehlt der Vorfilterbehälter, aus dem die Luft aus der Saugleitung gezogen wird. Sie muss deshalb unter dem Wasserspiegel stehen.Wie oft muss zurückgespült werden?
Wenn der Druck am Manometer etwa 0,3 bar über den Ausgangswert steigt, in der Praxis meist wöchentlich.Wie wird die Anlage überwintert?
Kessel entleeren, Filter Balls entnehmen und waschen, Pumpe entwässern und alles frostfrei lagern.Lohnt sich die Steinbach Active Balls+?
Steinbach Filteranlage Active Balls+
Für ein ebenerdiges Aufstellbecken bis etwa 15.000 Liter ist die Active Balls+ ein durchdachtes Komplettpaket. Das beiliegende Filtermedium erspart den Zusatzkauf und die Schlepperei, das 7-Wege-Ventil mit Verstellhebel ist vollwertig, und mit 200 Watt bleibt der Verbrauch niedrig.
Wer maximale Feinfiltration will oder ein größeres Becken hat, greift zur Classic 250N mit Sand oder gleich zur selbstansaugenden Comfort-Reihe. Als Einstieg ohne Zusatzbestellung bleibt diese Anlage die bequemste Lösung, siehe auch Steinbach SPS 75-1T im Test.
Weiterlesen zur Poolfilterung
- Sandfilteranlage im Test
- Pool Filtersand
- Filterballs im Test
- Poolpumpe im Test
- Steinbach SPS 75-1T im Test






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