Bist du unsicher, welches Filtermedium beim Einbau deiner Sandfilteranlage die beste Wahl ist?
Filtersand, Filterglas oder Filterbälle, wir zeigen dir in diesem Artikel die Vor- und Nachteile der verschiedenen Filtermedien im Detail. So kannst du ganz einfach entscheiden, welche Option zu deinen Ansprüchen und Wünschen passt.
Ein gutes Filtermedium ist essenziell für reines, sauberes Wasser, damit du dein Badeerlebnis sorgenfrei genießen kannst.
Die verschiedenen Filtermedien in der Übersicht
Wie der Name bereits vermuten lässt, wird in einer Sandfilteranlage klassischerweise Sand als Filtermedium verwendet, und viele Hersteller empfehlen ihn nach wie vor ausdrücklich.
Neben dem häufig favorisierten Quarzsand gibt es aber noch weitere Materialien, die beim Filtern des Poolwassers von kleinsten Schmutzteilchen ebenfalls gute Ergebnisse erzielen können.
In den folgenden Abschnitten stellen wir dir jedes Medium einzeln vor und gehen auf seine Vor- und Nachteile ein.
Filtersand
Filtersand besteht in den meisten Fällen aus Quarzsand mit einer Korngröße von etwa 0,4 bis 0,8 Millimetern.
Für die konkret zu verwendende Körnung solltest du immer die Bedienungsanleitung deiner Sandfilteranlage zurate ziehen, da es je nach Modell Abweichungen geben kann.
Auch abseits von Amazon gibt es passenden Filtersand: Den Quarzsand von my POOL BWT führt OTTO in mehreren Gebindegrößen, sodass sich die Menge am Kessel der eigenen Anlage ausrichten lässt. Die Bewertung liegt dort bei 5,0 von 5 Sternen aus 97 Bewertungen. Die Körnung solltest du auch hier gegen die Vorgabe deiner Anlage prüfen.
Quarzsand erfüllt seine reinigende Funktion sehr zuverlässig und muss je nach Belastung meist erst nach etwa 2 bis 4 Jahren ausgetauscht werden.
Wie lange er tatsächlich hält, hängt stark von der Nutzung ab, etwa vom Badebetrieb und der Laufzeit der Filteranlage.
Dadurch macht sich der im Vergleich niedrige Kaufpreis noch mehr bemerkbar.
- Eine bewährte und stetig weiterentwickelte Methode
- Sehr gute Reinigungsleistung bei adäquater Körnung
- Preiswertes Filtermedium
- Keine hohen Betriebskosten
- Austausch des Filtermediums nach einigen Jahren notwendig
Filterglas
Eine Alternative zu Sand als Filtermedium ist Filterglas, das im Prinzip nach demselben Modell funktioniert wie eine Sandfilteranlage, weshalb eine Umrüstung in den meisten Fällen sehr einfach möglich ist.
Die gläsernen Kügelchen, die den Sand ersetzen, bieten Bakterien und anderen Organismen weniger Angriffsfläche, sodass sich der höhere Preis in einer nochmals besseren Wasserqualität bemerkbar macht.
Laut Herstellerangaben hält Filterglas außerdem deutlich länger als Filtersand, meist etwa 4 bis 6 Jahre, bevor es ausgetauscht werden muss.
- Längere Lebensdauer
- Verbesserte Reinigungsleistung in allen Bereichen
- Ein im Vergleich hoher Kaufpreis
Filterbälle
Immer häufiger ersetzen sogenannte Filterbälle, also Kugeln aus Filterwatte auf Basis von Polyethylen, sowohl Filtersand als auch Filterglas.
Diese vergleichsweise neue Technik stammt aus der Aquaristik und soll dank ihrer feineren Struktur und größeren Oberfläche zusätzlich in der Lage sein, zum Beispiel Sonnencreme aus dem Poolwasser zu entfernen.
Das leichte Filtermedium wird nach Herstellerangaben auf bis zu 6 Jahre Haltbarkeit ausgelegt, wie gut das in der Praxis über die Jahre wirklich hält, lässt sich aber noch nicht abschließend beurteilen.
- Filterung von organischen Fremdkörpern
- Gesteigerte Reinigungsleistung
- Zu Hause waschbar
- Geringes Gewicht
- Noch wenige Langzeit-Erfahrungswerte
- Hoher Kostenfaktor
Filterbeads
Sogenannte Filterbeads lassen sich, ebenso wie alle oben genannten Methoden, in den meisten Fällen ohne größere Probleme in eine herkömmliche Sandfilteranlage einsetzen, die normalerweise mit Filtersand betrieben wird.
Das relativ neue Filtermedium soll eine höhere Reinigungsleistung als Filterglas bieten und laut Herstellerangaben bis zu 6 Jahre in der Filteranlage verbleiben können.
Ähnlich wie bei den Filterbällen bleibt bei den Filterbeads abzuwarten, ob sie bei ihrem vergleichsweise hohen Anschaffungspreis dauerhaft halten, was sie versprechen.
- Effiziente Säuberung des Wassers
- Laut Hersteller bis zu 6 Jahre Lebensdauer
- Hohe Kosten
- Wenige unabhängige Erfahrungswerte zu Leistung und Langlebigkeit
Welches ist das beste Filtermedium für die Sandfilteranlage?
Als Besitzer einer Sandfilteranlage hast du heute die Qual der Wahl, da inzwischen nicht mehr nur Filtersand, allen voran der häufig empfohlene Quarzsand, erhältlich ist.
Vor allem die neueren Methoden wie Filterglas versprechen eine noch effizientere Säuberung des Poolwassers, was sich allerdings mit einem höheren Preis bemerkbar macht.
Bei den erst in den letzten Jahren vorgestellten Filterbällen und Filterbeads bleibt zudem abzuwarten, wie gut sie sich über viele Jahre in der Praxis bewähren.
Man kann nicht pauschal von dem besten Filtermedium für eine Sandfilteranlage sprechen, da das von mehreren Faktoren abhängt, allen voran deiner finanziellen Situation und deinen Wünschen an die Poolpflege.
Zwar lassen sich konventionelle Sandfilteranlagen meist ohne Probleme mit jedem dieser Filtermedien nachrüsten, allerdings sind Filterbeads und Filterbälle wegen der noch begrenzten Erfahrungswerte in manchen Fällen ein Risiko für eine unangenehme Überraschung.
Willst du dein Vertrauen nicht in den seit jeher bewährten Quarzsand legen, für den die meisten Sandfilteranlagen konzipiert sind, ist die Investition in Filterglas eine vielversprechende und möglicherweise lohnenswerte Alternative.
FAQ: Häufige Fragen beantwortet
Filtermedium wechseln: das solltest du beachten
Egal für welches Medium du dich entscheidest: Beim Wechsel lohnt sich ein Blick auf deine Filteranlage insgesamt, denn nicht jedes Modell ist für jedes Medium gleichermaßen ausgelegt. Nach dem Befüllen der Anlage solltest du sie außerdem einmal gründlich rückspülen, damit sich Feinstaub und Herstellungsreste nicht direkt im Poolwasser verteilen.

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