Endlich ist es soweit: Du möchtest dein Kind ans Schwimmen heranführen, fragst dich aber, ab welchem Alter das für Babys unbedenklich ist und welche Wassertemperatur dabei ideal ist.
In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte rund um das Thema, von der idealen Pooltemperatur für Babys und Kleinkinder, bis hin zu hilfreichen Tipps für deinen ersten Freibad-Besuch mit Baby.
Wichtig vorab: Jedes Baby entwickelt sich unterschiedlich. Die folgenden Angaben sind allgemeine Orientierungswerte, kein medizinischer Rat. Sprich im Zweifel immer mit eurem Kinderarzt oder einer erfahrenen Babyschwimmschule, bevor ihr das erste Mal ins Wasser geht, besonders wenn dein Baby vorerkrankt ist, eine Hautkrankheit hat oder du dir bei irgendetwas unsicher bist.
Mach das kühle Nass zum Vergnügen für die ganze Familie und bereite deinem Kind eine schöne Zeit im Wasser!
Die ideale Pooltemperatur für Babys und Kleinkinder
Da die Haut bei kleineren Kindern sowie Säuglingen sehr sensibel ist, benötigen sie im Vergleich zu erwachsenen Schwimmern eine höhere Wassertemperatur.
Zuerst solltest du also die Pooltemperatur messen.
Im Idealfall achtest du auf eine Pooltemperatur von ungefähr 32 Grad Celsius, die im Übrigen auch für weniger aktive Menschen geeignet ist. Wie sich dieser Wert im Vergleich zu anderen Nutzergruppen einordnet, erklären wir in unserem Ratgeber zur optimalen Pooltemperatur.
Aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen kühlen Babys und Kleinkinder in der Regel im Wasser schneller aus, was es zu verhindern gilt.
Ab wann dürfen Babys in den Pool?
Es gibt unterschiedliche Faktoren, die beeinflussen, ab welchem Zeitpunkt ein Baby ohne Gefahr in den Pool darf. Eine allgemeingültige, für jedes Baby passende Altersgrenze gibt es nicht, weshalb du im Zweifel Rücksprache mit eurem Kinderarzt halten solltest.
Zwar ist es prinzipiell möglich, schon ab einem Alter von sechs bis acht Wochen an entsprechenden Schwimmkursen oder Ähnlichem teilzunehmen, jedoch ist dies nicht immer ratsam.
Vor allem in Freibädern herrscht meist eine erhöhte Nutzung von Chlor aufgrund des vermehrten Aufkommens von Keimen.
Hinzu kommt, dass die Wassertemperatur insbesondere für Babys, aber auch für Kleinkinder häufig zu niedrig ist.
Herrschen in dem Pool keine idealen Zustände für Babys in Bezug auf Hygiene und Rahmenbedingungen, sollte dein Baby erst mit circa vier Monaten in das Schwimmbecken.
Ab wann dürfen Babys ins Schwimmbad?
Früher war ein weit verbreiteter Glaube, dass ein Baby erst nach den Schutzimpfungen ins Schwimmbad gehen sollte, was jedoch nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht.
Bei der Entscheidung für den ersten Schwimmbadbesuch spielen generell die eingesetzten Hygieneprodukte sowie das Alter des Babys eine Rolle.
Häufig werden in lokalen Schwimmbädern Schwimmkurse für Babys angeboten, die bereits mit anderthalb bis zwei Monaten besucht werden dürfen. Am besten erkundigst du dich direkt bei der jeweiligen Schwimmschule, ab welchem Alter und unter welchen Voraussetzungen sie Babys aufnimmt.
Allerdings gibt es in einer Vielzahl von Schwimmbädern eine vergleichsweise hohe Belastung mit Keimen beziehungsweise Chlor, und die Wassertemperatur liegt unter dem Ideal von 32 Grad Celsius.
Aus diesem Grund ist es in manchen Fällen ratsam, mit dem Schwimmbadbesuch zu warten, bis das Baby mindestens vier Monate alt ist.
Tipps und Hinweise zum Freibad-Besuch mit Baby
Der Besuch im Freibad ist eine Sonderform des Schwimmbadbesuchs, sodass du hierbei einige zusätzliche Aspekte berücksichtigen solltest.
Generell sind Schwimmwindeln für einen reibungslosen Freibad-Besuch sehr zu empfehlen.
Weiterhin gilt es, auf eine gesunde Temperatur für das Baby zu achten, weshalb du sowohl gegen Sonnenstrahlen als auch gegen Hitze vorbeugen solltest.
Auch beim Gang ins Wasser solltest du eine wasserfeste, speziell für Kleinkinder beziehungsweise Babys konzipierte Sonnencreme verwenden.
Da das Poolwasser durch seine Reflexionsfähigkeit die Wirkung der Sonnenstrahlen noch verstärkt, ist es besonders wichtig, hierauf zu achten.
Vermeide, vor allem mit einem Baby, die mittägliche Hitze, in der Regel zwischen 11 und 15 Uhr.
Nicht nur hohe Temperaturen, sondern auch die Gefahr eines Sonnenbrands belasten den Organismus eines Babys beziehungsweise Kleinkinds während des gesamten Besuchs im Schwimmbad, nicht nur in der Mittagshitze.
Sobald ihr euch außerhalb des Wassers aufhaltet, sollte das Baby im Schatten eines Baums oder eines Sonnenschirms sein, um gesundheitliche Folgen zu verhindern.
Damit ein ausreichender Schutz gewährleistet ist, ist zudem eine Kopfbedeckung auch während des Aufenthalts im Schatten mehr als sinnvoll.
Da vor allem Nacken und Schultern anfällig für einen Sonnenbrand sind, empfiehlt sich eine Kappe mit Nackenschutz für ein Baby.
Für eine zuverlässige Sicherheit sind zudem eine Hose und ein T-Shirt eine wichtige vorbeugende Maßnahme.
Sowohl online als auch in speziellen Geschäften vor Ort findest du außerdem Kleidung für Babys mit integriertem UV-Schutz.
Das Baby ans Wasser gewöhnen: So geht’s
Es gibt ein paar Maßnahmen, die es erleichtern, ein Baby an den Aufenthalt im Wasser eines Pools zu gewöhnen.
In erster Linie solltest du darauf achten, dass das Baby mit dem kühlen Nass auf gar keinen Fall Angst oder Überforderung verbindet, und deswegen positive Erlebnisse schaffen.
Liegt bei deinem Baby eine Hautkrankheit vor, ist es ratsam, den Schwimmbadbesuch vorher mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.
Hinzu kommt, dass ihr sowohl bei einer Erkältung als auch bei einem anderen Infekt oder generellem Unwohlsein des Kindes lieber auf den Aufenthalt im Schwimmbad verzichten solltet.
Wähle für den ersten Besuch im Schwimmbad am besten eine Zeit, in der das Wasser nicht so stark frequentiert wird.
Weiterhin ist es sinnvoll, dass du dich selbst wohl in der Situation fühlst, da Kinder sehr empfänglich für die Unsicherheiten ihrer Eltern sind und diese gegebenenfalls übernehmen.
Zu Beginn ist es ratsam, das Baby nahe am Körper zu halten und Augenkontakt zu suchen, bevor du es, sofern sich das Kind wohlfühlt, mit langsamen Bewegungen durch das Wasser gleiten lässt.
Fängt das Baby an zu zittern oder bekommt blaue Lippen, ist es höchste Zeit für eine Pause außerhalb des Wassers.
Du kannst die Dauer im Poolwasser zwar von zehn auf zwanzig Minuten steigern, wenn es dem Baby gefällt, allerdings gibt es hierbei eine Grenze.
Für kleinere Kinder bis zu einem Alter von einem Jahr werden als Höchstdauer für den Aufenthalt im Schwimmbecken dreißig Minuten genannt. Auch hier gilt: Wenn du unsicher bist, was für dein Baby angemessen ist, frag lieber einmal zu viel beim Kinderarzt oder der Schwimmschule nach als einmal zu wenig.
Der passende Zeitpunkt für den ersten Besuch lässt sich frühestens mit sechsmonatigen Babys ins Auge fassen, die beim Spielen im Kinderbecken jedoch nie ohne Aufsicht sein sollten.
Schon geringe Wassermengen, wie zum Beispiel wenige Zentimeter, können für ein kleines Kind die Gefahr des Ertrinkens bergen.
FAQ: Häufige Fragen beantwortet
Fazit
Aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen reagieren Babys anders auf den für sie noch neuen Aufenthalt im kühlen Nass eines Schwimmbeckens.
Abgesehen von einer geringen Keim- beziehungsweise Chlorbelastung, der richtigen Wassertemperatur und dem Vermeiden der Sonne ist vor allem das Verhalten der Eltern entscheidend.
In vielen Fällen übertragen sich die Gefühle der erwachsenen Badebegeisterten auf das Kind und prägen dadurch seine Erfahrungen mit dem nassen Element.
Die ersten Schritte sollten daher besonders behutsam sein und auf gar keinen Fall mit Überforderung beziehungsweise Angst assoziiert werden.
Beachtest du ein paar grundlegende Regeln, wird der beaufsichtigte Aufenthalt im Wasser für die meisten Babys im Normalfall ein tolles und spaßiges Erlebnis, das ihre zukünftige Einstellung in dieser Hinsicht prägt. Bei allen Fragen, die über diese allgemeinen Hinweise hinausgehen, sind Kinderarzt und Schwimmschule die richtigen Ansprechpartner.

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