Die Bestway Sandfilteranlage mit 3.028 Litern pro Stunde ist der Einstieg in die Sandfiltration für Aufstellpools. Sie ersetzt die Kartuschenpumpe, die den meisten Becken beiliegt, und arbeitet stattdessen mit einem Sandbett.
Der Hersteller gibt Becken von 1.100 bis 16.600 Litern als Einsatzbereich an. Betrieben wird sie mit Quarzsand oder alternativ mit Filterbällen.
Wir haben geprüft, was der Wechsel von der Kartusche auf Sand praktisch bringt und worauf beim Anschluss zu achten ist.
Bestway Sandfilteranlage 3.028 l/h
Wer sein Aufstellbecken mehrere Saisons betreibt, spart sich mit dieser Anlage den ständigen Kartuschennachschub und bekommt zugleich klareres Wasser.
Spricht dafür
- Sandbett filtert feiner als eine Kartusche
- Rückspülen statt Kartuschen nachkaufen
- GS-zertifiziert mit Personenschutzschalter
- Wahlweise mit Quarzsand oder Filterbällen zu betreiben
- Chemikaliendosierer liegt bei
- Passender Anschluss für die üblichen Bestway-Schläuche
Spricht dagegen
- Braucht Filtersand, der separat gekauft wird
- Rückspülen kostet jedes Mal Beckenwasser
- Deutlich größer und schwerer als eine Kartuschenpumpe
- Auf Becken bis etwa 16.600 Liter begrenzt
- Mehrwegeventil will verstanden werden
- Sand muss alle paar Jahre gewechselt werden
- Wie viel wälzt sie um?
- 3.028 Liter pro Stunde.
- Für welche Beckengröße?
- 1.100 bis 16.600 Liter.
- Wie viel Sand?
- Etwa 8,5 kg Quarzsand.
- Welche Körnung?
- 0,45 bis 0,85 mm.
Was die Bestway Sandfilteranlage technisch ist
Statt eines Vlieses arbeitet hier ein Bett aus Quarzsand. Das Wasser durchströmt es von oben nach unten, die Schmutzpartikel bleiben zwischen den Sandkörnern hängen. Setzt sich das Bett zu, dreht man das Ventil auf Rückspülen und die Strömung kehrt sich um, der Schmutz geht in den Kanal. Der grundsätzliche Vergleich beider Verfahren steht im Poolpumpen Test.
Die Anlage ist mit 85 Watt sparsam ausgelegt und über einen Personenschutzschalter abgesichert, was am Becken keine Formalie ist. Der Anschluss erfolgt über den bei Bestway üblichen Durchmesser von 32 Millimetern.
Alternativ zum Sand lassen sich Filterbälle einsetzen. Sie sind leichter, lassen sich in der Waschmaschine reinigen und filtern etwas feiner, halten dafür weniger lange durch. Welche Körnung und welche Menge sinnvoll ist, steht unter Pool Filtersand.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Sandfilteranlage mit Mehrwegeventil
- ChemConnect Chemikaliendosierer
- Schlauchanschlüsse Ø 32 mm
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Filtersand
- Filterbälle als Alternative
- Poolschläuche
- Rückspülschlauch
- Zeitschaltuhr
- Untergestell
Der Sand fehlt und ist der wichtigste Zukauf. Etwa achteinhalb Kilogramm Quarzsand in der angegebenen Körnung gehören dazu, alles Feinere richtet Schaden an.
Ein Rückspülschlauch ist ebenfalls kein Luxus. Beim Rückspülen läuft Beckenwasser ab, das irgendwo hin muss, und ohne Schlauch steht die Technikecke unter Wasser. Weitere Hinweise zu den Bestway-Systemen finden sich unter Bestway Anleitungen als PDF.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Feinere Filterung als mit Kartusche
- Keine laufenden Kartuschenkosten
- Rückspülen statt Nachkaufen
- GS-geprüft mit Personenschutzschalter
- Auch mit Filterbällen zu betreiben
- Chemikaliendosierer liegt bei
- Sparsame 85 Watt
- Passt zu den üblichen Bestway-Anschlüssen
Spricht dagegen
- Filtersand ist Zukauf
- Rückspülen kostet Beckenwasser
- Größer und schwerer als eine Kartuschenpumpe
- Grenze bei etwa 16.600 Litern
- Mehrwegeventil braucht Einarbeitung
- Sandwechsel alle paar Jahre
Alternativen zur Bestway Sandfilteranlage
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beckenvolumen gegen die Obergrenze rechnen. Die 16.600 Liter sind das Maximum, nicht der Wohlfühlbereich. Bei größeren Becken gehört eine kräftigere Anlage her, eine Einordnung gibt der Poolpumpen Test.
Den richtigen Sand besorgen. Quarzsand mit 0,45 bis 0,85 Millimeter Körnung, nichts Feineres. Die Auswahl und die Mengen stehen unter Pool Filtersand.
Aufstellort und Ablauf planen. Die Anlage steht am besten unterhalb des Wasserspiegels und braucht einen Platz, an dem das Rückspülwasser abfließen kann.
Schlauchdurchmesser prüfen. Die Anschlüsse sind auf 32 Millimeter ausgelegt, passende Adapter und Ersatzteile listet Bestway Anleitungen als PDF.
Häufige Fragen
Wie viel Sand braucht die Anlage?
Etwa achteinhalb Kilogramm Quarzsand in der Körnung 0,45 bis 0,85 Millimeter.Kann ich Filterbälle statt Sand verwenden?
Ja, dafür genügen rund 240 Gramm. Sie sind leichter und lassen sich waschen, halten dafür kürzer.Wie oft muss ich rückspülen?
Sobald der Druck merklich steigt, in der Praxis etwa wöchentlich. Nach jedem Rückspülen kurz nachspülen, sonst geht Trübwasser zurück ins Becken.Wie lange hält der Filtersand?
Zwei bis drei Jahre, danach sind die Körner abgerundet und filtern schlechter.Filtert Sand wirklich besser als eine Kartusche?
Ja, vor allem bei feiner Trübung. Ein eingefahrenes Sandbett wird mit der Zeit sogar noch besser.Wie lange muss sie täglich laufen?
So lange, dass das Beckenvolumen zwei- bis dreimal umgewälzt wird, also je nach Becken mehrere Stunden.Passt sie an Pools anderer Hersteller?
Mit Adaptern meistens ja. Der Anschluss ist auf 32 Millimeter ausgelegt, andere Systeme weichen davon ab.Muss sie im Winter abgebaut werden?
Ja. Kessel und Pumpe müssen vollständig entleert und frostfrei gelagert werden.Lohnt sich die Bestway Sandfilteranlage?
Bestway Sandfilteranlage 3.028 l/h
Wer im ersten Jahr mit der beiliegenden Kartuschenpumpe gearbeitet hat und feststellt, dass das Wasser nie richtig klar wird, findet hier die naheliegende Lösung. Das Sandbett filtert feiner, die Rückspülung ersetzt den Kartuschennachschub, und die Ausstattung mit Personenschutzschalter ist in dieser Klasse ordentlich.
Dafür wird die Technikecke größer und die Bedienung eine Spur anspruchsvoller. Das Mehrwegeventil, die Rückspülroutine und der Sandwechsel alle paar Jahre gehören dazu. Wer diesen Aufwand nicht will und ein kleines Becken nur über wenige Wochen betreibt, bleibt besser bei der Kartusche.
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