Eine Sandfilteranlage hält Poolwasser klar, ohne dass ständig Chemie nachdosiert werden muss. Entscheidend ist, ob die Umwälzleistung zur Poolgröße passt: zu schwach dimensioniert, und der Filter läuft rund um die Uhr, ohne wirklich hinterherzukommen.
Für diesen Vergleich haben wir aktuell lieferbare Anlagen von 3.000 bis 20.000 Litern Umwälzleistung gegenübergestellt. Welcher Sand hineingehört, steht unter Pool Filtersand.
Die Top 3 auf einen Blick
Alle Modelle im Vergleich
| Modell | Leistung | Umwälzleistung | Poolgröße bis | Ventil | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Monzana SF12KEmpfehlung | 400 W | 10.200 l/h | 35.000 l | 7-Wege, Top-Mount | €€ |
| Arebos 350 WPreis-Leistung | 350 W | 9.500 l/h | 40.000 l | 7-Wege | € |
| Steinbach Comfort 50 | 450 W | 6.600 l/h | 33.000 l | Top-Mount mit Vorfilter | €€€ |
| Intex SX2100 Plus | unbekannt | 4.700 l/h netto | passend bis 6,10 m Ø Frame Pool | 6-Wege | €€€ |
| Steinbach Classic 250N | 200 W | 4.170 l/h | 19.000 l | 7-Wege, nicht selbstsaugend | €€ |
| Juskys 400 W | 400 W | 10.300 l/h | 47.000 l | 7-Wege, 2in1-Adapter | €€ |
| Poolpanda DS 10.000 Pro | 400 W | 6.600 l/h netto | 33.000 l | 7-Wege | €€ |
| tillvex 13.200 l/h | 550 W | 13.200 l/h | 40.000 l | 7-Wege, inkl. Filterbälle | €€€ |
| vidaXL 600 W | 600 W | 17.000 l/h | großer Pool, kein Herstellerwert | Mehrkanalventil | €€€€ |
| Wiltec 750 W | 750 W | 20.000 l/h | 71 l Tankvolumen | 5-Wege | €€€€ |
Die 10 besten Sandfilteranlagen im Einzelnen
- Leistung400 W
- Umwälzleistung10.200 l/h
- Poolgrößebis 35.000 l
- Ventil7-Wege, Top-Mount
Geeignet für: Frame Pools und Stahlwandbecken zwischen 15.000 und 30.000 Litern
Die SF12K ist mit 10.200 Litern pro Stunde eine der leistungsstärkeren Anlagen im Vergleich und deckt damit auch größere Frame Pools ab, die mit der Pumpe im Set allein oft unterversorgt sind, siehe Poolroboter Test für die passende Ergänzung bei der Reinigung.
Selbstansaugend heißt, dass die Pumpe nach einmaliger Befüllung selbst entlüftet und deshalb oberhalb des Wasserspiegels aufgestellt werden kann. Das erleichtert die Standortwahl neben dem Pool erheblich.
Das 7-Wege-Ventil sitzt oben auf dem Kessel und deckt Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Zirkulieren, Entleeren, Winterstellung und Geschlossen ab, alle sieben Funktionen also, die eine Anlage in dieser Preisklasse mitbringen sollte.
Spricht dafür
- Hohe Umwälzleistung bei moderatem Preis
- Selbstansaugend, kann oberhalb des Wasserspiegels stehen
- Druckanzeige am Ventil integriert
- 25-Liter-Tank fasst genug Sand für die Leistungsklasse
Spricht dagegen
- Vor dem ersten Einsatz muss der Kessel manuell mit Wasser befüllt werden
- Netzkabel mit 1,9 Metern eher kurz
- Leistung350 W
- Umwälzleistung9.500 l/h
- Poolgrößebis 40.000 l
- Tankbis 27,5 kg Sand
Geeignet für: Preisbewusste Käufer mit mittelgroßem Aufstellpool
Für unter 120 Euro liefert die Arebos-Anlage eine Umwälzleistung, die in den Herstellerangaben zwischen 9.500 und 10.200 Litern pro Stunde schwankt, je nachdem ob Sand oder Filterbälle im Kessel liegen.
Der große Tank ist der eigentliche Vorteil: Mehr Sandvolumen bedeutet eine höhere Filterfläche und damit längere Intervalle zwischen zwei Rückspülungen, siehe Pool Filtersand für die passende Körnung.
Spricht dafür
- Günstigster Einstieg im Vergleich
- Großer Tank für bis zu 27,5 Kilogramm Sand
- 7-Wege-Ventil mit Griff und Manometer
- 600 Gramm Filterbälle liegen bei
- Leistung450 W
- Umwälzleistung6.600 l/h
- Pumpenleistung8.500 l/h
- Poolgrößebis 33.000 l
Geeignet für: Wer auf eine etablierte Marke mit gutem Ersatzteilservice setzt
Steinbach hat die Comfort-50-Reihe über Jahre weiterentwickelt, wer noch die ältere Speed Clean Comfort 50 sucht, findet den Nachfolgetest unter Steinbach Speed Clean Comfort 50 Test.
Der integrierte Vorfilter hält groben Schmutz zurück, bevor er den Sand belastet, das verlängert die Zeit zwischen zwei Rückspülungen spürbar gegenüber Anlagen ohne Vorfilter.
Mit 6.600 Litern Umwälzleistung ist die Anlage für Pools bis 33.000 Liter ausgelegt, für größere Frame Pools mit 26 Kubikmetern und mehr wird es damit knapp.
Spricht dafür
- Selbstsaugende Pumpe mit integriertem Vorfilter
- Salzwassergeeignet bis 5 g/l
- Guter Ersatzteilshop des Herstellers
- Bewährte Bauform mit langer Marktpräsenz
Spricht dagegen
- Kein integrierter Timer bei diesem Modell
- Höherer Preis als vergleichbar starke Konkurrenz
Intex SX2100 Plus
- Pumpleistung7,9 m³/h
- Systemleistung4,7 m³/h
- Ventil6-Wege mit Manometer
- Passend fürUltra XTR Frame Pool bis 6,10 m
Geeignet für: Besitzer eines Intex Ultra XTR Frame Pools, die beim Zubehör bei der Marke bleiben wollen
Die SX2100 Plus ist auf die großen Intex-Frame-Pools zugeschnitten und für Becken bis 6,10 Meter Durchmesser freigegeben. Wer schon Intex-Zubehör besitzt, bekommt hier passende Anschlüsse ohne Adapter.
Die Systemleistung von 4,7 Kubikmetern pro Stunde liegt unter der reinen Pumpleistung, weil Filter und Leitungswiderstand Verluste erzeugen, ein Effekt, der bei jeder Sandfilteranlage auftritt und selten in der Werbung steht.
Spricht dafür
- Direkt auf Intex-Poolanschlüsse abgestimmt
- 6-Wege-Ventil mit Manometer serienmäßig
- Markenprodukt mit großer Ersatzteilbasis
Spricht dagegen
- Keine Wattangabe des Herstellers verfügbar
- Absperrventile nicht im Lieferumfang
- Leistung200 W
- Umwälzleistung4.170 l/h
- Pumpenleistung6.000 l/h
- Poolgrößebis 19.000 l
Geeignet für: Kleinere Aufstellpools bis rund 19.000 Liter
Die Classic 250N ist die kleine Schwester der Comfort-Reihe und mit 200 Watt die sparsamste Anlage im Vergleich. Der Kompromiss: Sie ist nicht selbstsaugend und muss deshalb unterhalb des Wasserspiegels aufgestellt werden, damit das Wasser von allein zufließt.
Für Pools bis 19.000 Liter reicht die Leistung aus, für größere Frame Pools mit 26 Kubikmetern und mehr ist sie unterdimensioniert.
Spricht dafür
- Niedrigster Stromverbrauch im Vergleich
- Salzwassergeeignet bis 5 g/l
- Günstiger als die Comfort-Reihe
Spricht dagegen
- Nicht selbstsaugend, muss unter dem Wasserspiegel stehen
- Für größere Frame Pools zu schwach
- Leistung400 W
- Umwälzleistung10.300 l/h
- Poolgrößebis 47.000 l
- Anschluss32 und 38 mm, 2in1-Adapter
Geeignet für: Große Pools, bei denen der Anschluss unterschiedlicher Schlauchdurchmesser wichtig ist
Juskys gibt für die 400-Watt-Anlage eine Eignung bis 47.000 Liter an, deutlich mehr als vergleichbar starke Modelle anderer Hersteller mit ähnlicher Umwälzleistung. Die reale Umwälzrate ist die verlässlichere Kennzahl, siehe die Formel im Ratgeberteil unten.
Praktisch ist der 2in1-Adapter, der sowohl 32- als auch 38-Millimeter-Schläuche aufnimmt und damit an fast jeden Aufstellpool passt, ohne separate Adapter kaufen zu müssen.
Spricht dafür
- Höchste angegebene Poolgröße im Vergleich
- 2in1-Adapter für 32 und 38 Millimeter
- Aluminium-Pumpengehäuse laut Hersteller wetterfest
Spricht dagegen
- Herstellerangabe 47.000 Liter wirkt im Vergleich zu ähnlich starken Anlagen hoch angesetzt
- Jüngere Marke mit kürzerer Marktpräsenz
- Leistung400 W
- Umwälzleistung6.600 l/h netto
- Poolgrößebis 33 m³
- Kesseldurchmesser406 mm
Geeignet für: Wer einen großen Kessel und lange Standzeiten zwischen den Rückspülungen sucht
Der große Kessel ist das Besondere an dieser Anlage: 406 Millimeter Durchmesser bei 400 Watt Pumpenleistung ergeben eine niedrige Durchflussgeschwindigkeit im Sand, wodurch mehr Schmutz tatsächlich im Filter hängen bleibt statt zurück in den Pool zu laufen.
Der Hersteller nennt bewusst die niedrigere Nettoumwälzleistung von 6,6 statt der Bruttopumpenleistung von 9,96 Kubikmetern pro Stunde, was ehrlicher ist als viele Konkurrenzangaben.
Spricht dafür
- Ungewöhnlich großer Kessel mit 406 Millimetern Durchmesser
- Fasst bis 45 Kilogramm Sand oder 41 Kilogramm Filterglas
- Nennt realistische Netto- statt nur Bruttowerte
Spricht dagegen
- Bei 25 bis 33 Kubikmetern Poolgröße sind längere Laufzeiten nötig
- Weniger verbreitete Marke, Ersatzteillage unklar
- Leistung550 W
- Umwälzleistung13.200 l/h
- Poolgrößebis 40.000 l
- Ventil7-Wege, inklusive 1.200 g Filterbälle
Geeignet für: Größere Stahlwandpools und Frame Pools ab 20.000 Litern
Mit 13.200 Litern pro Stunde und einem 30-Liter-Tank ist die tillvex-Anlage für Pools bis 40.000 Liter ausgelegt und damit eine der stärkeren Anlagen im Vergleich, die noch für Aufstellpools und nicht schon für Schwimmteiche gedacht sind.
Die beigelegten 1.200 Gramm Filterbälle sparen den separaten Kauf, wer stattdessen Quarzsand einsetzen will, findet die passende Körnung unter Pool Filtersand.
Spricht dafür
- Filterbälle bereits im Lieferumfang
- Robustes Metallgehäuse, IPX5 strahlwassergeschützt
- 30-Liter-Tank für bis zu 30 Kilogramm Sand
Spricht dagegen
- Mit 550 Watt höherer Stromverbrauch als vergleichbare Anlagen
- Preislich über dem Mittelfeld
vidaXL Sandfilterpumpe 600 W
- Leistung600 W
- Umwälzleistung17.000 l/h
- VentilMehrkanalventil, 360 Grad drehbar
- Montagemit Grundplatte
17.000 Liter Umwälzleistung pro Stunde setzen die vidaXL-Pumpe an die Spitze der mittleren Leistungsklasse. Der zusätzliche Vorfilter vor dem eigentlichen Sandfilter fängt groben Schmutz vorab ab.
vidaXL ist ein niederländischer Onlinehändler mit breitem Sortiment über viele Warengruppen hinweg, nicht auf Poolzubehör spezialisiert, was sich in fehlenden Detailangaben wie der maximalen Poolgröße zeigt.
Spricht dafür
- Hohe Umwälzleistung für große Becken
- Flanschklemme erlaubt 360-Grad-Drehung des Ventils
- Zusätzlicher Vorfilter vor dem Sandfilter
Spricht dagegen
- Kein Herstellerwert für die maximale Poolgröße
- vidaXL ist Handelsmarke ohne Poolschwerpunkt, Ersatzteile nicht garantiert
- Leistung750 W
- Umwälzleistung20.000 l/h
- Tankvolumen71 l
- Förderhöhebis 14 m
Geeignet für: Sehr große Aufstellpools und kleinere private Schwimmbecken
Mit 750 Watt und 20.000 Litern pro Stunde ist die Wiltec-Anlage die stärkste im Vergleich und für sehr große Becken oder kurze Filterzeiten gedacht. Für einen normalen Frame Pool mit 10.000 bis 15.000 Litern ist sie überdimensioniert und unnötig teuer im Betrieb.
Der 71-Liter-Tank ist der größte im Test und erlaubt entsprechend lange Standzeiten zwischen zwei Rückspülungen, bevor der Druck am Manometer spürbar ansteigt.
Spricht dafür
- Höchste Umwälzleistung im Vergleich
- Großer 71-Liter-Tank
- Selbstansaugende Pumpe
- Hohe Förderhöhe von bis zu 14 Metern
Spricht dagegen
- Mit 750 Watt deutlich höherer Stromverbrauch
- Für kleine und mittlere Aufstellpools überdimensioniert
Grundlage sind die Angaben der Hersteller, die technischen Daten der Geräte und ausgewertete Kundenrezensionen aus dem Handel.
Ein eigener Dauertest im Becken hat nicht stattgefunden. Angaben zu Laufzeit und Reinigungsleistung stammen deshalb von den Herstellern und aus den Erfahrungen der Käufer, nicht aus einer eigenen Messung.
- Herstellerangaben und technische Daten abgeglichen
- Lieferbarkeit zum Zeitpunkt der Recherche geprüft
- Kundenrezensionen aus dem Handel ausgewertet
- Kein eigener Testaufbau am Pool
Kaufberatung: Worauf es wirklich ankommt
Die Umwälzleistung entscheidet über fast alles Weitere. Zu schwach, und das Wasser kippt trotz laufender Pumpe. Zu stark, und die Anlage kostet mehr Strom, als sie an Nutzen bringt.
Geeignet für: Anlagen, die oberhalb des Wasserspiegels stehen sollen
- flexible Standortwahl
- entlüftet sich nach Befüllung selbst
- höhere Anschaffungskosten sind der einzige Nachteil
- etwas höherer Energieverbrauch als nicht selbstsaugende Pumpen
Geeignet für: Anlagen, die fest unterhalb des Wasserspiegels installiert werden
- geringere Stromaufnahme
- kompaktere Bauform
- meist günstiger
Geeignet für: Sehr große Pools und Schwimmteiche
- mehrere Filterschichten für feinere Reinigung
- meist mit seitlichem Ventil
Die richtige Umwälzleistung berechnen
Die Faustregel lautet: Poolinhalt mal zwei, geteilt durch die tägliche Laufzeit der Pumpe, meist acht Stunden angesetzt. Für einen Pool mit 16.000 Litern ergibt das mindestens 4.000 Liter Umwälzleistung pro Stunde, für 20.000 Liter entsprechend 5.000 Liter.
Wichtig: DIN 19643 mit ihren strengen Filtergeschwindigkeiten gilt für öffentliche Bäder, nicht für private Aufstellpools. Wer diese Norm eins zu eins auf den Gartenpool überträgt, kauft eine überdimensionierte und unnötig teure Anlage.
Selbstsaugend oder nicht
Selbstsaugende Pumpen entlüften sich nach dem Befüllen selbst und können oberhalb des Wasserspiegels stehen, das erleichtert die Standortwahl. Nicht selbstsaugende Modelle sind günstiger und sparsamer, müssen aber unterhalb des Wasserspiegels installiert werden, damit das Wasser von allein zufließt.
Filtermedium: Sand, Filterglas oder Filterbälle
Quarzsand ist der klassische Standard mit Körnungen meist zwischen 0,4 und 1,2 Millimetern. Die passende Körnung für die jeweilige Anlage steht unter Pool Filtersand.
Filterglas braucht rund 20 Prozent weniger Menge als Sand und hält mit vier bis zehn Jahren deutlich länger, kostet dafür mehr in der Anschaffung. Filterbälle aus Kunststoff ersetzen je nach Hersteller zwischen 320 und 700 Gramm eine ganze Sandfüllung, sind leicht zu handhaben, aber in der Reinigungswirkung nicht immer gleichwertig, wie Kundenerfahrungen zeigen.
Kesselgröße und Sandmenge
Marktüblich sind Kesseldurchmesser zwischen 20 und 45 Zentimetern, häufig bei 25, 40 oder 42 Zentimetern. Je größer der Kessel, desto mehr Filtermedium passt hinein und desto länger halten die Intervalle zwischen zwei Rückspülungen.
Ventilarten: Top-Mount, Side-Mount, 6- oder 7-Wege
Bei den meisten Aufstellpool-Anlagen sitzt das Ventil oben auf dem Kessel (Top-Mount), das ist günstiger und braucht weniger Platz. Side-Mount-Ventile an der Seite trennen Schmutz- und Reinwasser sauberer, sind aber teurer und eher bei größeren Anlagen üblich.
Ein 6-Wege-Ventil deckt Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Zirkulieren, Entleeren und Winterstellung ab, ein 7-Wege-Ventil ergänzt eine geschlossene Stellung. Die Rückspülfunktion ist die wichtigste, ohne sie verstopft der Sand irgendwann unkontrolliert.
Anschluss und Schlauchgrößen
Standard sind Anschlüsse mit 32 oder 38 Millimetern Durchmesser, viele Anlagen liefern Adapter für beide Größen mit. Am anderen Ende der Leitung sitzt meist der Poolskimmer, der den groben Schmutz von der Wasseroberfläche abfängt, bevor er überhaupt in den Filter gelangt.
Stromverbrauch realistisch einschätzen
Zwischen den Anlagen im Vergleich liegen 200 und 750 Watt, ein Faktor von fast vier. Bei acht Betriebsstunden täglich über eine Saison mit rund 160 Badetagen macht das beim aktuellen Strompreis mehrere Dutzend Euro Unterschied im Jahr. Eine stärkere Anlage als nötig zu kaufen, kostet also doppelt: bei der Anschaffung und danach jede Saison erneut.
Rückspülung: wann und wie
Steigt der Druck am Manometer um etwa 0,2 bis 0,6 bar über den Ausgangswert nach der letzten Rückspülung, ist Zeit für eine neue. Die Rückspülung dauert meist zwei bis vier Minuten, danach folgt kurzes Nachspülen, damit sich der Sand wieder setzt, bevor die Anlage zurück auf Filtern gestellt wird.
Salzwasserverträglichkeit
Wer statt Chlor auf eine Salzelektrolyse setzt, braucht eine Anlage mit korrosionsbeständigem Gehäuse. Mehrere Modelle im Vergleich, etwa die Steinbach-Anlagen, geben ausdrücklich eine Eignung bis 5 Gramm Salz pro Liter an, andere Hersteller machen dazu keine Angabe, was vor dem Kauf gezielt nachgefragt werden sollte.
Der richtige Standort
Die Anlage sollte höchstens drei Meter vom Pool entfernt stehen, denn jeder zusätzliche Meter erhöht den Druckverlust. Schattig und gut belüftet vermeidet Kondenswasser an der Elektrik. Wer die Anlage im Freien stehen lässt, sollte außerdem an Insekten am Pool denken, offene Kessel und stehendes Wasser in der Umgebung ziehen sie an.
Winterfest machen
Vor dem Winter wird die Anlage komplett entleert, der Sand auf Verklumpung geprüft und der Kessel frostsicher gelagert. Anders als beim Pool selbst, bei dem ein Rest Wasser gegen den Frostdruck hilft, muss die Filteranlage vollständig leer sein.
Ersatzteile und Herstellerservice
Etablierte Marken wie Steinbach führen eigene Ersatzteilshops für Dichtungen, Ventile und Pumpenteile. Bei Handelsmarken, die primär über Marktplätze verkaufen, ist die Versorgung im zweiten oder dritten Jahr oft die eigentliche Schwachstelle, nicht die Anlage selbst.
Sandfilteranlage oder Kartuschenfilter
Sandfilter sind robuster, filtern feiner ab etwa 20 Kubikmetern Poolgröße und sparen beim Rückspülen im Vergleich zum Kartuschenwechsel Folgekosten. Kartuschenfilter sind für kleine Saisonpools mit geringerem Anschaffungspreis eine legitime Alternative, verursachen aber laufende Kosten von 12 bis 25 Euro je Kartuschenwechsel.
Sandfilteranlage in verschiedenen Situationen
Kleine Aufstellpools bis 10.000 Liter
Hier reicht eine Anlage mit rund 2.500 bis 4.000 Litern Umwälzleistung, etwa die Steinbach Classic 250N. Eine größere Anlage bringt hier keinen zusätzlichen Nutzen, nur höhere Stromkosten.
Große Frame-Pools und Stahlwandbecken
Ab 20.000 Litern werden Anlagen mit 8.000 bis 13.000 Litern Umwälzleistung nötig, etwa die tillvex- oder die Juskys-Anlage. Wer regelmäßig auch die Reinigung des Beckenbodens automatisieren will, findet Ergänzung im Poolsauger Test.
Pools mit Salzwassersystem
Bei Salzelektrolyse muss das Gehäuse ausdrücklich korrosionsbeständig sein. Die Herstellerangabe zur maximalen Salzkonzentration sollte vor dem Kauf geprüft werden, nicht erst danach.
Nachrüstung am bestehenden Pool
Wer eine alte Anlage ersetzt, sollte die Anschlussgröße des Skimmers und die Position der Rückläufe vorher prüfen. Passt eine Poolheizung mit in den Kreislauf, wird die Anlage meist zwischen Filter und Rücklauf eingeschleift, siehe Poolheizung Test.
Die Bewertungskriterien im Detail
Umwälzleistung und Pumpenleistung sind zwei verschiedene Werte, viele Hersteller nennen nur den höheren Bruttowert der Pumpe statt der tatsächlichen Systemleistung nach Filter und Leitungswiderstand.
Kesselgröße und Tankvolumen bestimmen, wie viel Sand oder Filterglas hineinpasst und wie lange die Intervalle zwischen zwei Rückspülungen ausfallen.
Stromverbrauch wird beim Kauf oft übersehen, macht über eine Saison aber einen spürbaren Unterschied zwischen den Modellen aus.
Ersatzteilversorgung entscheidet über die Lebensdauer jenseits der Garantiezeit, gerade bei Dichtungen und Ventilen, die als Verschleißteile gelten.
Gibt es einen Sandfilteranlage Test der Stiftung Warentest?
Die Stiftung Warentest hat bislang keinen eigenen Produkttest zu Sandfilteranlagen für Pools veröffentlicht, nur allgemeine Ratgeberinhalte zur Poolpflege. Auch ein Öko-Test speziell zu Sandfilteranlagen ist nicht bekannt. Beide Aussagen ehrlich zu treffen ist wichtiger, als einen Test zu erfinden, der nicht existiert.
SteinbachÖsterreichischer Poolspezialist mit breitem Sortiment
IntexGroßer Anbieter bei Aufstellpools und Zubehör
BestwayZweitgrößter Anbieter bei Aufstellpools, Fokus auf niedrigen Preis
MonzanaHausmarke der Deuba GmbH & Co. KG
vidaXLBreiter Haus- und Garten-Anbieter, kein Poolspezialist
KESSERDeutsche Handelsmarke, widersprüchliche Gründungsangaben
MiganeoReiner Online-Pool-Fachhändler mit eigener Zusatzlinie
Häufige Fragen
Wie oft muss eine Sandfilteranlage rückgespült werden?
Als Faustregel einmal pro Woche, verlässlicher ist der Blick auf das Manometer: Steigt der Druck um 0,2 bis 0,6 bar über den Ausgangswert nach der letzten Rückspülung, ist es Zeit. Die Rückspülung selbst dauert nur zwei bis vier Minuten.Wie lange muss die Sandfilteranlage täglich laufen?
Meist vier bis acht Stunden, abhängig von Poolgröße und Umwälzleistung der Anlage. Faustformel: Poolinhalt mal zwei geteilt durch die geplante Laufzeit ergibt die nötige Umwälzleistung pro Stunde.Filterbälle oder Sand, was ist besser?
Beides funktioniert, Filterbälle sind leichter zu handhaben und wiegen deutlich weniger als Sand, die Reinigungswirkung ist laut Kundenerfahrungen aber nicht immer gleichwertig. Wer die feinste Filterung will, bleibt bei Quarzsand oder greift zu Filterglas, siehe Pool Filtersand.Passt jede Sandfilteranlage an jeden Pool?
In der Regel ja, dank Standardanschlüssen von 32 oder 38 Millimetern und passenden Adaptern. Die Umwälzleistung sollte trotzdem zur Poolgröße passen, sonst reicht selbst der passende Anschluss nicht.Kann eine Sandfilteranlage im Regen draußen stehen?
Ja, die Anlage selbst ist wetterfest, die Pumpe sollte aber während des Betriebs vor Spritzwasser geschützt sein und bei starkem Regen besser abgeschaltet werden. Ein Standort in der Nähe des Pools zieht erfahrungsgemäß auch Insekten an, ein Grund mehr für eine Abdeckung.Ersetzt eine Sandfilteranlage den Poolsauger?
Nein. Die Anlage filtert nur, was durch die Wasserzirkulation zu ihr gelangt, Bodenschmutz und Blätter bleiben liegen. Für den Boden bleibt ein Poolsauger oder Poolroboter nötig, siehe Poolsauger Test und Poolroboter Test.Wofür wird Cyanursäure im Zusammenhang mit der Filteranlage gebraucht?
Cyanursäure stabilisiert Chlor gegen den schnellen Abbau durch UV-Licht, hat aber nichts mit der Filterleistung der Sandfilteranlage selbst zu tun. Details zur richtigen Dosierung stehen unter Cyanursäure Chlorstabilisator.Muss die Sandfilteranlage über Winter komplett entleert werden?
Ja, anders als beim Pool selbst darf hier kein Restwasser bleiben. Kessel und Leitungen werden vollständig entleert, der Sand auf Verklumpung geprüft und die Anlage frostsicher gelagert.Verträgt eine Sandfilteranlage Salzwasser?
Nur wenn der Hersteller es ausdrücklich angibt. Mehrere Modelle im Vergleich sind bis 5 Gramm Salz pro Liter freigegeben, andere machen dazu keine Angabe, was dann vor dem Kauf gezielt nachgefragt werden sollte.- EmpfehlungMonzana SF12K
- Preis-LeistungArebos 350 W
- Etablierte MarkeSteinbach Comfort 50
- Stärkste AnlageWiltec 750 W
Fazit
Für die meisten Aufstellpools zwischen 15.000 und 30.000 Litern ist eine Anlage mit rund 10.000 Litern Umwälzleistung wie die Monzana SF12K die richtige Wahl. Wer sparen will, greift zur Arebos-Anlage, wer auf eine etablierte Marke mit Ersatzteilservice setzt, zur Steinbach Comfort 50.
Entscheidend bleibt die Formel aus Poolgröße und geplanter Laufzeit, nicht die höchste verfügbare Wattzahl. Eine überdimensionierte Anlage kostet doppelt: bei der Anschaffung und danach jede Saison an Strom. Wer die Pflege ganz automatisieren will, ergänzt die Sandfilteranlage um einen Poolroboter für den Beckenboden.











Keine Kommentare vorhanden