Die Steinbach Filteranlage Classic 250N ist der Einstieg in die Sandfiltertechnik: eine 200-Watt-Pumpe, ein 7-Wege-Ventil und ein Kessel, der wahlweise mit Sand, Filter Balls oder Wool Flakes läuft.
Ausgelegt ist sie auf Becken bis etwa 19.000 Liter. Die Umwälzleistung liegt bei 4.170 Litern pro Stunde, die reine Pumpenleistung bei 6.000 Litern. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist der Widerstand des gefüllten Filterbetts.
Wir haben uns angesehen, was die fehlende Selbstansaugung im Alltag bedeutet, für welche Beckengrößen die Leistung wirklich reicht und warum die Salzwassereignung bis 5 Gramm je Liter mehr ist als eine Fußnote.
Steinbach Filteranlage Classic 250N
Für ein Aufstellbecken bis 15.000 Liter ist die Anlage die passende Wahl. Darüber hinaus lohnt der Griff zur nächsten Klasse.
Spricht dafür
- 7-Wege-Ventil mit allen üblichen Stellungen
- Läuft mit Sand, Filter Balls oder Wool Flakes
- Salzwassergeeignet bis 5 Gramm je Liter
- Förderhöhe bis 7 Meter
- Anschluss 32 und 38 Millimeter
- Nur 200 Watt Leistungsaufnahme
Spricht dagegen
- Nicht selbstansaugend
- Kein Zeitschaltwerk
- Filtermaterial nicht im Lieferumfang
- Ab 15.000 Litern werden die Laufzeiten lang
- Der Kessel bleibt klein
- Für welche Becken?
- Bis etwa 19.000 Liter.
- Wie viel wälzt sie um?
- 4.170 Liter pro Stunde.
- Ist sie selbstansaugend?
- Nein, sie muss unterhalb des Wasserspiegels stehen.
- Welche Filtermedien?
- Sand, Filter Balls oder Wool Flakes.
Was die Classic 250N technisch ausmacht
Der Unterschied zwischen Pumpenleistung und Umwälzleistung ist bei Sandfilteranlagen der wichtigste Wert überhaupt. 6.000 Liter schafft die Pumpe frei laufend, durch das gefüllte Filterbett bleiben 4.170 Liter übrig. Die Systematik dahinter erklärt der Sandfilteranlage Test.
Mit 4.170 Litern pro Stunde ist ein Becken von 15.000 Litern in gut dreieinhalb Stunden einmal umgewälzt. Zweimal am Tag ist die Faustregel, das ergibt etwa sieben Stunden Laufzeit. Bei 19.000 Litern sind es schon neun Stunden, und dann arbeitet die Anlage praktisch durch.
Die fehlende Selbstansaugung ist die eigentliche Einschränkung. Die Anlage muss unterhalb des Wasserspiegels stehen, sonst zieht sie kein Wasser an. Bei einem Aufstellbecken auf ebener Fläche ist das kein Problem, bei einem teilversenkten Becken schon.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Filterkessel mit 7-Wege-Ventil
- Pumpe mit 200 Watt
- Manometer
- Anschlussstücke 32 und 38 Millimeter
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Filtersand oder Filter Balls
- Schläuche
- Zeitschaltuhr
- Rückspülschlauch
- Untergestell
Das Filtermedium fehlt, wie bei fast allen Sandfilteranlagen. Für diesen Kessel sind rund 15 Kilogramm Quarzsand der Körnung 0,4 bis 0,8 Millimeter vorgesehen, alternativ etwa 350 Gramm Filter Balls. Welches Material sich wofür eignet, steht im Ratgeber zum Pool Filtersand.
Schläuche gehören ebenfalls nicht dazu. Wer die Wahl hat, nimmt 38 Millimeter, das senkt den Widerstand und bringt ein paar hundert Liter mehr Durchsatz.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Vollwertiges 7-Wege-Ventil
- Drei mögliche Filtermedien
- Salzwassergeeignet bis 5 Gramm je Liter
- Niedrige Leistungsaufnahme von 200 Watt
- Förderhöhe bis 7 Meter
- Beide gängigen Anschlussgrößen
- Ersatzteile langfristig verfügbar
- Manometer serienmäßig
Spricht dagegen
- Nicht selbstansaugend
- Keine Zeitschaltuhr
- Filtermedium fehlt
- Kleiner Kessel
- Ab 15.000 Litern lange Laufzeiten
- Kein Rückspülschlauch dabei
Alternativen zur Classic 250N
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Auf die Umwälzleistung schauen, nicht auf die Pumpenleistung. Die 6.000 Liter stehen groß auf dem Karton, gefiltert werden 4.170. Diese Zahl gehört in die Rechnung.
Den Aufstellort prüfen. Eine nicht selbstansaugende Anlage muss unterhalb des Wasserspiegels stehen. Wer diese Freiheit nicht hat, braucht eine Anlage mit Vorfilter, siehe Poolpumpe Test.
Filtermedium mitbestellen. Quarzsand 0,4 bis 0,8 Millimeter ist der Standard, Filter Balls sind leichter und feiner, Wool Flakes filtern am feinsten.
Zeitschaltuhr einplanen. Die Anlage hat keine eingebaute Uhr. Eine einfache Außensteckdose mit Zeitschaltung erledigt das und spart Strom.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die Classic 250N?
Bis etwa 19.000 Liter laut Hersteller. Angenehme Laufzeiten ergeben sich bis rund 15.000 Litern.Wie viel Sand wird gebraucht?
Etwa 15 Kilogramm Quarzsand mit einer Körnung von 0,4 bis 0,8 Millimetern.Kann man Filter Balls verwenden?
Ja, dafür genügen rund 350 Gramm. Sie sind leichter und lassen sich in der Waschmaschine reinigen.Warum ist die Anlage nicht selbstansaugend?
Die Pumpe hat keinen Vorfilterbehälter, der die Luft aus der Leitung ziehen kann. Sie muss deshalb unter dem Wasserspiegel stehen.Ist die Anlage für Salzwasser geeignet?
Ja, bis zu einem Salzgehalt von 5 Gramm je Liter. Das deckt die üblichen Salzelektrolysen ab.Wie oft muss zurückgespült werden?
Sobald der Druck am Manometer etwa 0,3 bar über dem Ausgangswert liegt, meist einmal pro Woche. Der Ablauf steht unter Sandfilteranlage rückspülen.Welche Schläuche passen?
32 oder 38 Millimeter, beide Anschlussstücke liegen bei.Wie wird die Anlage überwintert?
Kessel und Pumpe vollständig entleeren, Ventil in die Wintereinstellung bringen und frostfrei einlagern.Lohnt sich die Steinbach Classic 250N?
Steinbach Filteranlage Classic 250N
Für ein Aufstellbecken bis etwa 15.000 Liter, das ebenerdig steht, ist die Classic 250N eine unaufgeregt vernünftige Anlage. Das vollwertige 7-Wege-Ventil, die Salzwassereignung und die Ersatzteilversorgung heben sie über die namenlosen Anlagen derselben Leistungsklasse.
Wer sein Becken teilversenkt hat oder über 19.000 Liter kommt, ist mit einer selbstansaugenden Anlage besser bedient. Die fehlende Ansaugung lässt sich nicht nachrüsten.
Weiterlesen zur Poolfilterung
- Sandfilteranlage im Test
- Poolpumpe im Test
- Pool Filtersand
- Sandfilteranlage rückspülen
- Kartuschenfilter oder Sandfilteranlage






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