Die Steinbach Filteranlage Comfort 75 ist die große Schwester der Comfort 50 und richtet sich an Becken bis 40.000 Liter. Der Aufbau ist derselbe: selbstansaugende Pumpe, Vorfilterkorb, Manometer, Mehrwegeventil.
Der Unterschied steckt in der Pumpe. 550 statt 450 Watt, 9.400 statt 8.500 Liter frei laufend, 7.800 statt 6.600 Liter Umwälzleistung durch das gefüllte Filterbett.
Wir haben uns angesehen, ob die 1.200 Liter Mehrleistung den Aufpreis und den höheren Stromverbrauch rechtfertigen, ab welcher Beckengröße die Comfort 50 nicht mehr reicht und wo die Grenze der 75er liegt.
Steinbach Filteranlage Comfort 75
Die Comfort 75 ist die richtige Wahl ab etwa 25.000 Litern. Darunter arbeitet die Comfort 50 sparsamer bei gleicher Wasserqualität.
Spricht dafür
- 7.800 Liter Umwälzleistung
- Selbstansaugende Pumpe mit Vorfilterkorb
- Freier Aufstellort, auch über dem Wasserspiegel
- Manometer serienmäßig
- Sand oder Filter Balls möglich
- Salzwassergeeignet bis 5 Gramm je Liter
Spricht dagegen
- Kein integriertes Zeitschaltwerk
- 550 Watt im Dauerbetrieb
- Filtermedium nicht enthalten
- Bei 40.000 Litern läuft sie praktisch durch
- Vorfilterkorb braucht regelmäßige Kontrolle
- Für welche Becken?
- Bis etwa 40.000 Liter.
- Wie viel wälzt sie um?
- 7.800 Liter pro Stunde.
- Ist sie selbstansaugend?
- Ja, mit integriertem Vorfilter.
- Hat sie eine Zeitschaltuhr?
- Nein, dieses Modell nicht.
Was die Comfort 75 technisch ausmacht
Der Sprung von der 50er zur 75er sind 1.200 Liter Umwälzleistung pro Stunde. Das klingt wenig, verschiebt aber die sinnvolle Beckengröße um rund 6.000 Liter nach oben. Die direkte Gegenüberstellung steht unter Comfort 50 oder 75.
Gerechnet wird so: 7.800 Liter pro Stunde wälzen ein Becken von 30.000 Litern in knapp vier Stunden um. Zweimal täglich sind das rund acht Stunden Laufzeit, ein völlig normaler Wert. Bei 40.000 Litern werden daraus über zehn Stunden, und die Anlage arbeitet fast durchgehend.
Die Selbstansaugung funktioniert identisch zur Comfort 50. Der Vorfilterbehälter wird beim ersten Start einmal geflutet, danach zieht die Pumpe die Luft selbst aus der Saugleitung. Das Sieb im Korb hält Laub und Insekten vom Kessel fern.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Filterkessel mit Mehrwegeventil
- Selbstansaugende Pumpe mit 550 Watt
- Vorfilterkorb
- Manometer
- Anschlussstücke 32 und 38 Millimeter
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Filtersand oder Filter Balls
- Schläuche
- Zeitschaltuhr
- Rückspülschlauch
- Untergestell
Das Filtermedium fehlt wie üblich. Für diesen Kessel sind rund 25 Kilogramm Quarzsand der Körnung 0,4 bis 0,8 Millimeter vorgesehen, alternativ etwa 600 Gramm Filter Balls.
Bei den Schläuchen sind 38 Millimeter bei dieser Leistung Pflicht. Mit 32 Millimetern bremst der Widerstand die Pumpe spürbar aus, siehe Poolschlauch Test.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 7.800 Liter Umwälzleistung
- Selbstansaugend mit Vorfilterkorb
- Freier Aufstellort
- Manometer serienmäßig
- Sand und Filter Balls möglich
- Salzwassergeeignet
- Beide Anschlussgrößen
- Ersatzteile langfristig verfügbar
Spricht dagegen
- Kein Zeitschaltwerk
- 550 Watt im Dauerbetrieb
- Filtermedium fehlt
- Bei 40.000 Litern kaum Pausen
- Vorfilterkorb braucht Kontrolle
- Deutlich hörbar
Alternativen zur Comfort 75
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Erst das Beckenvolumen bestimmen. Länge mal Breite mal mittlere Tiefe ergibt das Volumen in Kubikmetern, mal 1.000 sind Liter. Die Formel und Beispiele stehen im Gartenpool Test.
Zwischen 50 und 75 nach Volumen entscheiden. Bis 25.000 Liter reicht die Comfort 50 und verbraucht weniger Strom. Darüber ist die 75er die richtige Wahl.
Zeitschaltuhr einplanen. Eine Außensteckdose mit Zeitschaltung kostet wenig und bestimmt, wann die 550 Watt tatsächlich laufen.
Auf 38-Millimeter-Schläuche setzen. Bei dieser Leistungsklasse ist der Unterschied im Durchsatz deutlich messbar, siehe Poolpumpe Test.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die Comfort 75?
Bis etwa 40.000 Liter laut Hersteller. Angenehme Laufzeiten ergeben sich bis rund 30.000 Litern.Was ist der Unterschied zur Comfort 50?
Eine stärkere Pumpe: 550 statt 450 Watt und 7.800 statt 6.600 Liter Umwälzleistung. Der übrige Aufbau ist gleich.Wie viel Sand wird gebraucht?
Etwa 25 Kilogramm Quarzsand mit einer Körnung von 0,4 bis 0,8 Millimetern.Kann man Filter Balls verwenden?
Ja, dafür genügen rund 600 Gramm. Sie sind leichter und waschbar.Hat die Anlage eine Zeitschaltuhr?
Nein, dieses Modell hat keinen integrierten Timer.Wie oft muss zurückgespült werden?
Wenn der Druck am Manometer etwa 0,3 bar über den Ausgangswert steigt, meist einmal pro Woche.Kann die Anlage über dem Wasserspiegel stehen?
Ja, bis etwa einen Meter darüber. Die Pumpe saugt selbstständig an, sofern die Anschlüsse dicht sind.Wie wird die Anlage überwintert?
Kessel, Pumpengehäuse und Vorfilter entleeren, Ventil auf Wintereinstellung und frostfrei lagern.Lohnt sich die Steinbach Comfort 75?
Steinbach Filteranlage Comfort 75
Ab etwa 25.000 Litern Beckenvolumen ist die Comfort 75 die richtige Anlage. Die 7.800 Liter Umwälzleistung halten die Laufzeiten in einem vernünftigen Rahmen, die Selbstansaugung macht den Aufstellort frei, und der Vorfilterkorb hält den Kessel sauber.
Unterhalb von 25.000 Litern lohnt der Aufpreis gegenüber der Comfort 50 nicht, weil die kleinere Anlage dieselbe Wasserqualität mit weniger Strom erreicht. Über 40.000 Litern reicht auch die 75er nicht mehr, dann führt der Weg zu einer größeren Anlage, siehe Sandfilteranlage Test.
Weiterlesen zur Poolfilterung
- Sandfilteranlage im Test
- Comfort 50 oder 75
- Poolpumpe im Test
- Pool Filtersand
- Sandfilteranlage rückspülen






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