Die Steinbach Solid 7 ist eine Poolwärmepumpe mit 7.000 Watt Heizleistung, ausgelegt für Becken bis 35.000 Liter. Sie heizt nicht nur, sondern kühlt das Wasser bei Bedarf auch aktiv ab, mit 4.600 Watt Kühlleistung.
Gesteuert wird sie über WLAN und die App Steinbach Control. Als Kältemittel arbeitet R290, das Gehäuse besteht aus pulverbeschichtetem Stahl und die Pumpe verträgt Salzwasser bis 5 Gramm je Liter.
Wir haben geprüft, was die Kühlfunktion im Alltag wirklich bringt und für welche Beckengröße die Leistung passt.
Wer ein Becken bis 35.000 Liter beheizt und im Hochsommer gelegentlich herunterkühlen will, bekommt hier beides aus einem Gerät.
Spricht dafür
- 7.000 Watt Heizleistung für Becken bis 35.000 Liter
- Aktive Kühlfunktion mit 4.600 Watt, nicht nur Heizbetrieb
- WLAN-Steuerung über die App Steinbach Control
- Salzwassertauglich bis 5 Gramm je Liter
- Zukunftssicheres Kältemittel R290
- Pulverbeschichtetes Stahlgehäuse statt Kunststoff
Spricht dagegen
- Kein Inverter, das Gerät läuft mit fester Drehzahl
- Im Betrieb deutlich hörbarer als die Silent-Baureihe
- Ab 5 °C Untergrenze, für den Winterbetrieb nicht gedacht
- Fester Anschluss an 220 bis 240 Volt nötig
- Aufstellort mit Luftführung will geplant sein
- Kondenswasser muss abgeleitet werden
- Heizleistung?
- 7.000 Watt.
- Beckengröße?
- Bis 35.000 Liter.
- Kühlen möglich?
- Ja, 4.600 Watt.
- Steuerung?
- WLAN-App.
Was die Steinbach Solid 7 technisch ausmacht
Der Wert, auf den es bei einer Wärmepumpe zuerst ankommt, ist nicht die Heizleistung, sondern das Verhältnis von Heizleistung zu Stromaufnahme. Die Solid 7 erreicht einen COP von 6. Das heißt: Aus einer Kilowattstunde Strom werden rund sechs Kilowattstunden Wärme im Becken. Ein Elektroheizer schafft eine. Genau darin liegt der ganze Sinn dieser Gerätegattung, und ein COP von 6 ist für eine Pumpe ohne Inverter ein ordentlicher Wert.
Die Besonderheit dieses Modells ist die Kühlfunktion. Die meisten Poolwärmepumpen können nur in eine Richtung arbeiten. Die Solid 7 kehrt den Kreislauf um und entzieht dem Wasser Wärme, mit 4.600 Watt. Was nach einer Spielerei klingt, ist in heißen Sommern ein handfester Vorteil: Ein Becken, das tagelang bei 30 Grad steht, erfrischt nicht mehr, und Algen wachsen deutlich schneller.
Beim Kältemittel setzt Steinbach auf R290, also Propan. Das ist kein Nebenschauplatz. Die klassischen Kältemittel dieser Klasse haben ein hohes Treibhauspotenzial und werden über die europäische F-Gase-Verordnung schrittweise aus dem Markt gedrängt. R290 ist davon nicht betroffen. Eine Pumpe mit diesem Kältemittel wird in zehn Jahren noch mit Ersatzteilen zu versorgen sein, eine mit R410A womöglich nicht mehr.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Wärmepumpe Solid 7 im Stahlgehäuse
- Anschlussstutzen Ø 32 und 38 mm
- Bedienfeld mit Anzeige
- Zugang zur App Steinbach Control
- Montage- und Anschlusshinweise
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Schlauchmaterial für den Anschluss
- Bypass-Set zur Regelung der Durchflussmenge
- Fundamentplatte oder Aufstellkonsole
- Winterabdeckung
- Elektroanschluss durch eine Fachkraft
- Kondensatschlauch
Ein Bypass-Set gehört bei jeder Wärmepumpe auf die Einkaufsliste. Ohne den Bypass läuft das gesamte Fördervolumen der Filterpumpe durch den Wärmetauscher, und das ist selten die Menge, bei der das Gerät am besten arbeitet.
Der Überblick über die Klasse steht unter Poolwärmepumpen im Vergleich.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 7.000 Watt Heizleistung
- Aktive Kühlfunktion mit 4.600 Watt
- COP von 6
- Für Becken bis 35.000 Liter
- WLAN-Steuerung über App
- Salzwassertauglich bis 5 g/l
- Kältemittel R290
- Pulverbeschichtetes Stahlgehäuse
Spricht dagegen
- Kein Inverter, feste Drehzahl
- Lauter als die Silent-Baureihe
- Untergrenze bei 5 °C
- Bypass-Set fehlt im Lieferumfang
- Aufstellort will geplant sein
- Kondenswasser muss weg
Alternativen zur Steinbach Solid 7
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das Beckenvolumen ehrlich rechnen. Bis 35.000 Liter gilt für gut abgedeckte Becken. Wer keine Abdeckung nutzt, sollte eine Nummer größer wählen, denn die Verdunstung über Nacht kostet mehr Wärme als jede Heizleistung auf dem Papier.
Den Bypass von Anfang an einplanen. Er regelt, wie viel Wasser durch den Wärmetauscher läuft, und ohne ihn arbeitet die Pumpe fast nie im günstigsten Bereich.
Den Aufstellort nach der Luft aussuchen. Die Pumpe zieht Umgebungsluft an und bläst sie deutlich kälter wieder aus. Steht sie in einer Nische, saugt sie ihre eigene Abluft an und verliert spürbar an Leistung.
Den Elektroanschluss klären. 220 bis 240 Volt klingt nach Steckdose, gehört bei einem Gerät im Außenbereich am Wasser aber in die Hand einer Fachkraft, samt Fehlerstromschutzschalter.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die Solid 7?
Für Becken bis 35.000 Liter, bei guter Abdeckung.Kann die Pumpe das Wasser auch kühlen?
Ja, mit 4.600 Watt Kühlleistung. Sie kehrt dafür den Kreislauf um.Wie hoch ist die Leistungszahl?
Der COP liegt bei 6. Aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund sechs Kilowattstunden Wärme.Welches Kältemittel kommt zum Einsatz?
R290, also Propan. Es fällt nicht unter die Beschränkungen der F-Gase-Verordnung.Ist die Pumpe für Salzwasser geeignet?
Ja, bis 5 Gramm Salz je Liter. Übliche Elektrolyseanlagen liegen darunter.Wie wird das Gerät gesteuert?
Über das Bedienfeld am Gerät oder per WLAN über die App Steinbach Control.Ab welcher Außentemperatur arbeitet sie?
Ab 5 °C Umgebungstemperatur. Für den Winterbetrieb ist sie nicht vorgesehen.Braucht es einen Bypass?
Er ist nicht zwingend, aber dringend zu empfehlen. Ohne ihn lässt sich die Durchflussmenge nicht einstellen.Lohnt sich die Steinbach Solid 7?
In dieser Leistungsklasse gleichen sich die Datenblätter stark. Was die Solid 7 heraushebt, ist die Fähigkeit, in beide Richtungen zu arbeiten. Wer schon einmal Ende Juli vor einem 30 Grad warmen Becken stand, weiß, dass eine Poolheizung nicht nur ein Heizproblem löst. Dass die Kühlfunktion hier ohne eigene Baureihe und ohne Aufpreis mitkommt, ist das eigentliche Argument.
Der Verzicht auf den Inverter ist die Kehrseite. Das Gerät läuft mit fester Drehzahl, also entweder ganz oder gar nicht, und das hört man. Wer die Pumpe dicht an der Terrasse aufstellen muss, sollte zur Silent-Baureihe greifen. Steht sie hinter der Hecke, ist der Aufpreis für den Inverter gut angelegtes Geld für jemand anderen.
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