Die Varpoolfaye Poolheizung liefert 5 kW Heizleistung bei einem COP von 5,51 und ist für Becken bis 20.000 Liter ausgelegt. Sie kann nicht nur heizen, sondern das Wasser auch kühlen.
Der Heizbetrieb reicht von 15 bis 40 °C, der Kühlbetrieb von 7 bis 28 °C. Gesteuert wird über WiFi und App, der Wärmetauscher besteht aus Titan und verträgt Süß- wie Salzwasser.
Wir haben geprüft, was die Kühlfunktion in dieser Klasse taugt und ob die 49 dB im Alltag stören.
Wer ein Becken bis 20.000 Liter beheizen und im Hochsommer gelegentlich herunterkühlen will, bekommt beides aus einem Gerät.
Spricht dafür
- 5 kW Heizleistung für Becken bis 20.000 Liter
- COP von 5,51 dank Hochdruckkompressor
- Kühlmodus von 7 bis 28 °C, nicht nur Heizbetrieb
- WiFi-Steuerung über App, auch von unterwegs
- Titan-Wärmetauscher für Süß- und Salzwasser
- Zwei Anschlüsse DN 32 und 38 mm sowie 3 m Netzkabel dabei
Spricht dagegen
- Kein Inverter, das Gerät läuft mit fester Drehzahl
- 49 dB im Betrieb, hörbar lauter als leise Markengeräte
- Bei 20.000 Litern ohne Abdeckung zu knapp
- Bypass-Set fehlt im Lieferumfang
- Aufstellort mit freier Luftführung nötig
- Kondenswasser muss abgeleitet werden
- Heizleistung?
- 5 kW.
- Beckengröße?
- Bis 20.000 Liter.
- Kühlen möglich?
- Ja, 7 bis 28 °C.
- Lautstärke?
- 49 dB.
Was die Varpoolfaye 5 kW technisch ausmacht
Der wichtigste Wert bei einer Wärmepumpe ist das Verhältnis von Heizleistung zu Stromaufnahme. Ein COP von 5,51 heißt: Aus einer Kilowattstunde Strom werden rund fünfeinhalb Kilowattstunden Wärme im Becken. Ein Elektroheizstab schafft genau eine. Für ein Gerät ohne Inverter ist das ein ordentlicher Wert, und in der 5-kW-Klasse liegt er im oberen Feld.
Die Besonderheit ist der Kühlmodus. Die meisten Poolwärmepumpen arbeiten nur in eine Richtung. Dieses Gerät kehrt den Kreislauf um und entzieht dem Wasser Wärme, herunter bis 7 °C. Was nach einer Spielerei klingt, ist in heißen Sommern ein handfester Vorteil: Ein Becken, das tagelang bei 30 Grad steht, erfrischt nicht mehr, und Algen wachsen deutlich schneller. Wer regelmäßig eine Salzanlage betreibt, kennt den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und Chlorzehrung ohnehin.
Der Titan-Wärmetauscher ist der Grund, warum das Gerät sowohl an Chlor- als auch an Salzwasserbecken laufen darf. Wärmetauscher aus anderen Werkstoffen korrodieren im Salzwasser, und der Wärmetauscher ist das teuerste Bauteil der ganzen Pumpe. Bei einem Gerät dieser Größe entscheidet das darüber, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Wärmepumpe mit 5 kW Heizleistung
- Zwei Anschlüsse DN 32 und 38 mm
- Netzkabel mit 3 m Länge
- Bedienfeld mit Anzeige
- Zugang zur WiFi-App
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Schlauchmaterial für den Anschluss
- Bypass-Set zur Regelung der Durchflussmenge
- Aufstellkonsole oder Fundamentplatte
- Poolabdeckung
- Winterabdeckung für das Gerät
- Kondensatschlauch
Ein Bypass-Set gehört bei jeder Wärmepumpe auf die Einkaufsliste. Ohne den Bypass läuft das gesamte Fördervolumen der Filterpumpe durch den Wärmetauscher, und das ist selten die Menge, bei der das Gerät am besten arbeitet.
Der Überblick über die Klasse steht unter Poolwärmepumpen im Vergleich. Wie warm das Wasser tatsächlich ist, zeigt am Ende ein Poolthermometer und nicht die Anzeige am Gerät.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 5 kW Heizleistung
- COP von 5,51
- Kühlmodus von 7 bis 28 °C
- Für Becken bis 20.000 Liter
- WiFi-Steuerung über App
- Titan-Wärmetauscher
- Für Süß- und Salzwasser
- Zwei Anschlussgrößen dabei
Spricht dagegen
- Kein Inverter, feste Drehzahl
- 49 dB im Betrieb
- Ohne Abdeckung zu knapp
- Bypass-Set fehlt
- Aufstellort will geplant sein
- Kondenswasser muss weg
Alternativen zur Varpoolfaye 5 kW
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das Beckenvolumen ehrlich rechnen. Bis 20.000 Liter gilt für gut abgedeckte Becken. Wer keine Abdeckung nutzt, sollte eine Nummer größer wählen, denn die Verdunstung über Nacht kostet mehr Wärme als jede Heizleistung auf dem Papier.
Den Aufstellort nach der Lautstärke wählen. 49 dB sind kein Lärm, aber deutlich hörbar. Zwei Meter mehr Abstand zur Sitzecke ändern mehr als jede spätere Schalldämmung.
Den Bypass von Anfang an einplanen. Er regelt, wie viel Wasser durch den Wärmetauscher läuft, und ohne ihn arbeitet die Pumpe fast nie im günstigsten Bereich.
Den Kühlmodus realistisch einschätzen. Er senkt die Temperatur um wenige Grad und braucht dafür Zeit. Ein Becken von 30 auf 24 Grad zu bringen, dauert bei dieser Leistung mehrere Tage.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die Varpoolfaye?
Für Becken bis 20.000 Liter, bei guter Abdeckung.Kann die Pumpe das Wasser auch kühlen?
Ja, im Bereich von 7 bis 28 °C. Sie kehrt dafür den Kreislauf um.Wie hoch ist die Leistungszahl?
Der COP liegt bei 5,51. Aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund fünfeinhalb Kilowattstunden Wärme.Ist die Pumpe für Salzwasser geeignet?
Ja. Der Wärmetauscher besteht aus Titan und verträgt Süß- wie Salzwasser.Wie laut ist das Gerät?
49 dB. Leise Markengeräte dieser Klasse liegen bei 37 bis 40 dB.Wie wird die Pumpe gesteuert?
Über das Bedienfeld am Gerät oder per WiFi über die App, auch von unterwegs.Welche Anschlüsse liegen bei?
Zwei Anschlüsse in DN 32 und 38 mm sowie ein 3 m langes Netzkabel.Braucht es einen Bypass?
Er ist nicht zwingend, aber dringend zu empfehlen. Ohne ihn lässt sich die Durchflussmenge nicht einstellen.Lohnt sich die Varpoolfaye 5 kW?
In der 5-kW-Klasse gleichen sich die Datenblätter stark. Was dieses Gerät heraushebt, ist die Kombination aus Kühlmodus, Titan-Wärmetauscher und WiFi-App. Jedes einzelne Merkmal findet man auch anderswo, alle drei zusammen in dieser Größe eher selten. Wer schon einmal Ende Juli vor einem 30 Grad warmen Becken stand, weiß außerdem, dass eine Poolheizung nicht nur ein Heizproblem löst.
Die Kehrseite sind die 49 dB und der fehlende Inverter. Das Gerät läuft mit fester Drehzahl, also entweder ganz oder gar nicht, und das hört man. Wer die Pumpe dicht an der Terrasse aufstellen muss, sollte ein leiseres Markengerät wählen. Steht sie hinter der Hecke, ist das kein Argument mehr.
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