Die beruhigende Wirkung von Wasser, insbesondere wenn es blubbert, steht außer Frage. Das friedliche Plätschern eines Wasserfalls kann deinen Gartenteich in einen friedvollen Zufluchtsort verwandeln. Allerdings brauchst du für den Betrieb des Wasserfalls eine Teichpumpe zur Stromversorgung.
Da neben der Leistung der Pumpe auch die Förderhöhe berücksichtigt werden muss, gibt es bei der Auswahl der passenden Teichpumpe für den Wasserfall einige Aspekte zu beachten.
Das Wichtigste in Kürze
- Weil bei einem Wasserfall das Wasser deutlich über die Wasserlinie hinaus nach oben befördert werden muss, solltest du bei der Auswahl der Pumpe zur Sicherheit einen Puffer einbauen. Bei einem zum Beispiel zwei Meter tiefen Gartenteich mit einem 80 Zentimeter hohen Wasserfall muss die Pumpe eine Förderhöhe von mindestens drei Metern haben.
- Empfehlenswert sind Teichpumpen mit einer Umwälzrate ab 9.000 Liter pro Stunde. Die leistungsstarken Pumpen benötigen zwar etwas mehr Strom, was aber zu vernachlässigen ist, da sie in der Regel nur tagsüber in Betrieb sind.
- Kräftige Pumpen solltest du immer an der tiefsten Stelle im Teich aufstellen.
Was ist eine Teichpumpe?
Eine Teichpumpe bildet zusammen mit dem Teichfilter meist das Herzstück eines Gartenteichs mit Fischen. Entscheidend für die Auswahl der richtigen Teichpumpe auch für einen Wasserfall ist die Pumpenkennlinie, die das Verhältnis der Förderhöhe zur Fördermenge anzeigt und mit der du die Leistung der benötigten Teichpumpe berechnen kannst. Zusätzliche Kriterien für die Auswahl von Teichpumpen sind auch die Intensität der Sonneneinstrahlung oder der Anteil der Wasserpflanzen.
Eine Teichpumpe sorgt durch das Umwälzen des Wassers für einen klaren und gesunden Teich oder wird als Antrieb für Wasserspiele, Bachläufe oder Wasserfälle eingesetzt. Alle Anwendungen stellen jeweils etwas andere Anforderungen an eine Teichpumpe. Als grober Richtwert gilt: Das gesamte Teichvolumen sollte einmal alle zwei bis drei Stunden komplett durch die Pumpe umgewälzt werden, damit sich genügend Sauerstoff im Wasser verteilt und sich kein Schlamm am Boden absetzt.
Neben stromdurchflossenen Pumpen gibt es auch Solarpumpen. Dabei sollte ein Akkuspeicher vorhanden sein, damit die Teichpumpe für den Wasserfall auch funktioniert, wenn die Sonne nicht scheint. Wie gut sich eine solche Lösung im Alltag bewährt und worauf du beim Nachrüsten achtest, liest du im Ratgeber Die Teichpumpe mit einem Solarpanel betreiben: geht das?
Worauf musst du beim Kauf einer Teichpumpe für den Wasserfall achten?
Wer einen imposanten Wasserfall im Garten haben möchte, benötigt eine Teichpumpe mit Netzstrom. Diesen bezieht sie üblicherweise über Kabel mit einer Länge zwischen drei und zehn Metern, je nach Modell. Die Pumpen können sehr leistungsfähig sein, weshalb den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt sind.
Da eine Teichpumpe für den Wasserfall sehr leistungsfähig sein muss, verbraucht sie dementsprechend auch viel Strom. Achte bei der Auswahl auf ein gutes Verhältnis zwischen der Leistungsaufnahme und der Fördermenge. Fällt die Fördermenge verhältnismäßig hoch aus, handelt es sich um ein effizientes und hochwertiges Gerät.
Eine sehr leistungsfähige Pumpe verbraucht schnell mehr als 200 Watt pro Stunde. Bei einer angenommenen Laufzeit von acht Stunden täglich kommen so über den Sommer gerechnet spürbare Stromkosten zusammen, weshalb sich ein Blick auf die Energieeffizienzklasse lohnt. Du kannst den Wasserfall zwar klassisch über einen Schalter täglich ein- und ausschalten. Eine komfortablere Alternative ist aber das Verwenden einer Zeitschaltuhr, mit der du die Laufzeiten automatisierst. Wenn du dich noch zwischen mehreren Modellen entscheiden musst, hilft dir ein Blick in den Teichpumpe Test mit einer Übersicht über die aktuell besten Geräte.
Wie findest du die richtige Pumpe für den Wasserfall?
Einige Hersteller von Teichpumpen bieten auf ihren Internetseiten sogar an, die Pumpenstärke zu berechnen. Dazu gibst du die Höhe des Wasserfalles ein, also die Höhe, die überwunden werden muss, sowie 20 bis 30 Zentimeter Puffer. Außerdem die Breite, in der das Wasser wieder nach unten läuft oder fällt. Die Schlauchlänge ist ebenfalls wichtig, sowie dessen Durchmesser.
In den Diagrammen der verschiedenen Pumpenmodelle kannst du dabei den Leistungsverlust zur jeweiligen Pumphöhe ablesen. Planst du den Wasserfall gerade erst und legst den kompletten Zulauf neu an, findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu im Ratgeber Teich Wasserfall selber bauen: in 11 einfachen Schritten.
Wie wird eine Teichpumpe für den Wasserfall eingesetzt (aufgestellt)?
Kräftige Pumpen für Wasserfälle solltest du, ebenso wie Filterpumpen, möglichst an der tiefsten Stelle des Teichs platzieren. Diese liegt in der Regel in der Mitte des Teichs, weshalb die Pumpe über ein entsprechend langes Kabel verfügen sollte. Je tiefer der Teich ist, desto mehr Energie muss die Pumpe aufwenden, um das Wasser hinaufzubefördern. Damit die Pumpe nicht direkt im Bodensubstrat versinkt und keinen Schlamm ansaugt, stellst du sie am besten leicht erhöht auf, etwa auf einem flachen Stein oder einem Pumpensockel. Wie du dabei im Detail vorgehst, erklärt der Ratgeber Teichpumpe richtig platzieren und trocken aufstellen.
Woran erkennst du eine gute Teichpumpe?
Gute Teichpumpen für den Wasserfall zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit, ihren Energieverbrauch und ihre Leistung aus. Ebenso sollte der Energieverbrauch in einem guten Verhältnis zur Leistung stehen.
Der Handel bietet zwar effiziente Teichpumpen an, es ist jedoch ratsam, die Leistung der Pumpe genau unter die Lupe zu nehmen. Bei einigen Teichpumpen nimmt die Leistung (Förderhöhe) mit zunehmender Energieeffizienz schnell ab.

Keine Kommentare vorhanden