Die Steinbach Active Balls 75 ist eine Filteranlage, die statt Quarzsand Filter Balls verwendet: 1,15 Kilogramm Kunststofffasern ersetzen das, wofür sonst mehrere Zentner Sand nötig wären. Die Pumpe leistet 450 Watt und wälzt 6.500 Liter pro Stunde um, freigegeben ist sie für Becken bis 26.000 Liter.
Die Anlage misst 63 x 46 x 70 Zentimeter, läuft an 230 Volt und bringt Manometer, Vorfilter und einen integrierten Timer mit. Die Anschlüsse gibt es in 32 und 38 Millimeter, was sie mit deutlich mehr Pool-Sets kompatibel macht als reine 38er Anlagen.
Wir haben Filterleistung, Ausstattung und die Praxis mit Filter Balls ausgewertet und eingeordnet, wo der Wechsel vom Sand tatsächlich Vorteile bringt.
Für mittlere Aufstellpools ist die Active Balls 75 eine sinnvoll ausgestattete Anlage. Der eigentliche Gewinn liegt weniger in der Fördermenge als im Filtermedium: feiner als Sand, ein Bruchteil des Gewichts und beim Wechsel eine Sache von Minuten statt einer Nachmittagsaktion. Der Timer nimmt die Zeitschaltuhr gleich mit ab.
Spricht dafür
- Filter Balls filtern mehr als doppelt so fein wie Quarzsand
- Nur 1,15 Kilogramm Filtermedium statt zentnerweise Sand
- Integrierter Timer, die Umwälzzeit läuft ohne Zusatzgerät
- Anschlüsse in 32 und 38 Millimeter, passt an die meisten Pool-Sets
- Manometer, Vorfilter und selbstansaugende Pumpe an Bord
Spricht dagegen
- 6.500 Liter pro Stunde begrenzen sie auf Becken bis 26.000 Liter
- Filter Balls müssen häufiger gereinigt werden als Sand rückgespült wird
- Setzen sich bei viel Sonnencreme im Wasser schneller zu
- Mit 63 x 46 x 70 Zentimetern kein Gerät für die kleinste Ecke
- Im Betrieb hörbar
- Für welche Beckengröße reicht sie?
- Bis 26.000 Liter Wasserinhalt.
- Wie viel Filtermedium wird gebraucht?
- 1,15 Kilogramm Filter Balls, im Lieferumfang enthalten.
- Welche Anschlüsse hat sie?
- 32 und 38 Millimeter.
- Hat sie eine Zeitsteuerung?
- Ja, ein Timer ist integriert.
Was die Steinbach Active Balls 75 technisch ist
Das Grundprinzip entspricht einer Sandfilteranlage: Die Pumpe zieht Wasser aus dem Becken, drückt es durch das Filtermedium im Kessel und schickt es gereinigt zurück. Der Unterschied liegt im Medium. Statt Quarzsand liegen im Kessel lose Kunststofffasern, die sogenannten Filter Balls.
Diese Fasern bilden ein deutlich feineres Geflecht als Sandkörner und halten nach Herstellerangabe mehr als doppelt so feine Partikel zurück. Dabei wiegen 1,15 Kilogramm Filter Balls so viel, wie ein einzelner Sandsack allein nicht auf die Waage bringt. Der Vergleich der Medien steht unter Filtersand, Filterglas oder Filterbälle.
Die Pumpe ist selbstansaugend und hat einen Vorfilter, der grobe Partikel abfängt. Manometer und Timer gehören zur Ausstattung, die Anschlüsse liegen in 32 und 38 Millimeter vor. Weitere Anlagen im Sandfilteranlagen Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Filterkessel mit Mehrwegeventil und Manometer
- Selbstansaugende Pumpe mit Vorfilter und Timer
- 1,15 kg Filter Balls
- Anschlussstücke in 32 und 38 mm
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Verbindungsschläuche zum Pool
- Rückspülschlauch
- Ersatz-Filter-Balls
- Bodenplatte oder Unterbau
- Poolskimmer
Anders als bei den meisten Sandfilteranlagen ist das Filtermedium hier bereits dabei, das ist der spürbarste Unterschied beim Auspacken. Ersatz sollten Sie dennoch im Hinterkopf behalten, denn Filter Balls sind Verbrauchsmaterial, siehe Filtermedien im Überblick.
Nicht enthalten sind die Verbindungsschläuche. Da die Anlage sowohl 32 als auch 38 Millimeter bedient, passt sie an nahezu jedes vorhandene Set, prüfen sollten Sie trotzdem die Länge. Material dazu im Poolschlauch Test.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Filter Balls filtern feiner als Quarzsand
- Nur 1,15 Kilogramm Filtermedium, bereits enthalten
- Integrierter Timer für die tägliche Umwälzzeit
- Anschlüsse in 32 und 38 Millimeter
- Selbstansaugende Pumpe mit Vorfilter
- Manometer zeigt den Reinigungsbedarf an
- Medienwechsel in Minuten statt in Stunden
- Deutlich leichter zu transportieren als eine Sandanlage
Spricht dagegen
- Auf Becken bis 26.000 Liter begrenzt
- Filter Balls setzen sich bei Fett und Sonnencreme schneller zu
- Reinigung dauert länger als eine Rückspülung
- Filtermedium ist Verbrauchsmaterial
- Mit 63 x 46 x 70 Zentimetern nicht klein
- Schläuche fehlen im Lieferumfang
Alternativen zur Steinbach Active Balls 75
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beckenvolumen gegen die Freigabe prüfen. 26.000 Liter sind die Obergrenze. Wer knapp darüber liegt, sollte gleich zur größeren Anlage greifen, sonst läuft die Pumpe unnötig lange, um das Wasser oft genug umzuwälzen. Rechenweg unter Pool Volumen berechnen.
Filtermedium bewusst wählen. Filter Balls sind feiner und leichter, reagieren aber empfindlich auf Fett. Wer viel Sonnencreme im Wasser hat, wird häufiger waschen müssen, siehe Filtersand, Filterglas oder Filterbälle.
Standplatz mit Blick auf die Maße wählen. 63 x 46 x 70 Zentimeter brauchen einen festen, ebenen Platz in Beckennähe, dazu eine wettergeschützte Steckdose. Der Timer läuft nur mit dauerhaft anliegender Spannung.
Skimmer und Vorfilter zusammen denken. Je weniger Laub überhaupt in den Kreislauf gelangt, desto seltener müssen Sie die Filter Balls waschen. Ein Skimmer ist die günstigste Vorstufe, siehe Pool Skimmer Test.
Häufige Fragen
Wie oft müssen die Filter Balls gereinigt werden?
Wenn das Manometer erhöhten Druck anzeigt oder das Wasser trüb bleibt. Bei normaler Nutzung reicht das ein- bis zweimal pro Saison, bei viel Sonnencreme deutlich häufiger.Kann ich stattdessen Sand einfüllen?
Die Anlage ist auf Filter Balls ausgelegt. Ein Wechsel auf Sand ist nicht vorgesehen und würde das Gewicht vervielfachen.Wie werden die Filter Balls gewaschen?
Entnehmen, mit klarem Wasser ausspülen, bei starker Verschmutzung in einem Wäschenetz bei niedriger Temperatur ohne Waschmittel in die Maschine.Passt die Anlage an einen Intex-Pool?
In der Regel ja, dank der Anschlüsse in 32 und 38 Millimeter. Prüfen Sie den Durchmesser Ihrer vorhandenen Schläuche vor der Bestellung.Was leistet der Timer?
Er schaltet die Anlage zu festgelegten Zeiten ein und aus, sodass die tägliche Umwälzung ohne separate Zeitschaltuhr läuft.Wie lange sollte die Anlage täglich laufen?
So lange, dass das Beckenwasser mindestens zweimal komplett durch den Filter geht. Bei 6.500 Litern pro Stunde und einem mittleren Becken sind das einige Stunden.Halten die Filter Balls ewig?
Nein, sie sind Verbrauchsmaterial. Je nach Belastung werden sie nach ein bis zwei Saisons ersetzt, was aber deutlich günstiger und leichter ist als ein Sandwechsel.Was ist vor dem Winter zu tun?
Anlage entleeren, Filter Balls entnehmen und trocken lagern, Pumpe frostfrei stellen. Restwasser im Kessel ist der klassische Frostschaden, siehe Pool überwintern.Lohnt sich die Steinbach Active Balls 75?
Für mittlere Aufstellpools bis 26.000 Liter ist die Active Balls 75 die bequemere Lösung gegenüber einer klassischen Sandfilteranlage. Das Filtermedium ist feiner, wiegt fast nichts, liegt bereits bei, und der Timer erspart die separate Zeitschaltuhr. Dass beide gängigen Schlauchmaße bedient werden, macht sie zudem breit einsetzbar.
Gegen sie sprechen zwei Dinge: die Begrenzung auf 26.000 Liter und die Empfindlichkeit der Filter Balls gegenüber Fett. Wer ein großes Becken hat oder ein Filtermedium sucht, das man nur kurz rückspült statt auszuwaschen, ist mit der Compact 8 besser bedient.
Weitere Steinbach Filteranlagen im Test:
Passend zum Thema:
- Filtersand, Filterglas oder Filterbälle
- Pool Filtersand
- Sandfilteranlage rückspülen
- Pool Skimmer im Test






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