Die poolomio Wärmepumpe mit 11 kW ist ein Full-Inverter-Gerät mit WLAN-Steuerung. Sie heizt und kühlt, arbeitet mit einem gedrehten Titan-Wärmetauscher und ist bis zu einem Salzgehalt von 5 g/l freigegeben.
Der Hersteller nennt einen Betrieb bis minus 12 Grad Außentemperatur, rund 40 dB(A) im Mittel und ein Aluminiumgehäuse. Als Kältemittel kommt R32 zum Einsatz.
Bei der Beckengröße gibt poolomio eine sehr weite Spanne von 30 bis 55 Kubikmetern an. Die untere Hälfte davon ist realistisch, die obere nur mit Abdeckung.
Für Becken zwischen 30 und 40 Kubikmetern ist das ein rundes Gerät mit den richtigen Bauteilen an den richtigen Stellen.
Spricht dafür
- 11 kW Heizleistung mit stufenloser Full-Inverter-Regelung
- Gedrehter Titan-Wärmetauscher, bis 5 g/l salzwassertauglich
- Heizen und Kühlen in einem Gerät
- Rund 40 dB(A) durch die Rücklüftung des Ventilators
- Betrieb bis minus 12 Grad Außentemperatur
- Steuerung per WLAN-App oder Bedienfeld am Gerät
Spricht dagegen
- Die Spanne von 30 bis 55 Kubikmetern ist sehr weit gefasst
- Der genannte COP von 15 gilt nur unter Idealbedingungen
- Die 40 dB(A) sind ein Durchschnitts-, kein Höchstwert
- Bypass-Set gehört nicht zum Lieferumfang
- Zur Garantiedauer macht der Hersteller keine klare Angabe
- Aluminiumgehäuse braucht am Meer zusätzlichen Schutz
- Heizleistung?
- 11 kW.
- Beckengröße?
- Rund 35 bis 40 m³.
- Wärmetauscher?
- Gedrehtes Titan.
- Lautstärke?
- Etwa 40 dB(A).
Was die poolomio 11 kW technisch ausmacht
Der gedrehte Titan-Wärmetauscher ist der Grund, warum dieses Gerät auch an einem Salzwasserbecken laufen darf. Titan wird von Chlor und Salz nicht angegriffen, Kupfer schon. Die Drehung des Rohrs vergrößert zusätzlich die Fläche, an der Wärme übergeht, ohne dass das Bauteil größer wird. Wer eine Salzanlage betreibt, sollte auf genau diese Angabe achten und sich nicht mit einer Beschichtung zufriedengeben.
Der Full Inverter regelt Verdichter und Ventilator stufenlos statt in Stufen. Im Teillastbetrieb arbeitet das Gerät dann mit deutlich weniger Strom und deutlich weniger Geräusch, und jeder vermiedene Kaltstart verlängert die Lebensdauer des Verdichters. Der Unterschied zu einer On/Off-Pumpe zeigt sich vor allem im Haltebetrieb, wenn das Becken schon auf Temperatur ist.
Die Rücklüftung, die poolomio HeatFlow nennt, leitet die abgekühlte Luft nach hinten statt nach vorn. Das senkt den Schalldruck an der Aufstellseite spürbar. Die genannten 40 dB(A) sind allerdings ein Mittelwert über den Betriebsbereich. Bei voller Last, also genau dann, wenn das Becken aufgeheizt wird, liegt der Wert höher.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Full-Inverter-Wärmepumpe mit 11 kW
- Gedrehter Titan-Wärmetauscher
- Digitales Bedienfeld am Gerät
- WLAN-Modul für die App
- Aluminiumgehäuse mit Rücklüftung
- Anschlussstutzen für die Verrohrung
Das ist nicht dabei
- Bypass-Set zur Regelung der Durchflussmenge
- Poolschlauch
- Aufstellkonsole oder Fundamentplatte
- Winterabdeckung für das Gerät
- Kondensatschlauch
- Poolabdeckung
Bei 11 kW hängt die Wärmepumpe in aller Regel an fester Verrohrung und nicht an einem Steckschlauch. Der Anschluss gehört deshalb in dieselbe Planung wie Filteranlage und Rückspülventil.
Den Überblick über die Klasse gibt Poolwärmepumpen im Vergleich, die passende Auslegung klärt Wärmepumpen für 40 m³ Becken.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 11 kW Heizleistung
- Full Inverter mit stufenloser Regelung
- Gedrehter Titan-Wärmetauscher
- Salzwasser bis 5 g/l freigegeben
- Heizen und Kühlen
- Betrieb bis minus 12 Grad
- WLAN-App und Bedienfeld
- Umweltfreundliches R32
Spricht dagegen
- Sehr weite Beckenangabe von 30 bis 55 m³
- COP-Wert nur unter Idealbedingungen
- 40 dB(A) als Durchschnittswert
- Garantiedauer nicht klar genannt
- Bypass-Set fehlt
- Aluminium braucht am Meer Schutz
Alternativen zur poolomio 11 kW
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die untere Hälfte der Beckenangabe zugrunde legen. 11 kW passen zu rund 37 Kubikmetern. Wer die genannten 55 Kubikmeter ernst nimmt und kein abgedecktes Becken hat, wartet im Frühjahr sehr lange auf badbare Temperaturen.
Die Salzwasserfreigabe prüfen, wenn sie gebraucht wird. Bis 5 g/l ist eine klare Ansage und deckt übliche Salzelektrolyse-Anlagen ab.
Den Aufstellort auf die Rücklüftung abstimmen. Die abgekühlte Luft tritt hinten aus. Steht das Gerät mit der Rückseite zu dicht an einer Wand, saugt es die eigene kalte Luft wieder an und verliert Leistung.
Den Bypass von Anfang an einplanen. Beim Inverter lohnt sich die richtige Durchflussmenge besonders, weil das Gerät sonst dauerhaft gegen zu viel Wasser arbeitet.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die poolomio 11 kW wirklich?
Realistisch für rund 35 bis 40 Kubikmeter. Die genannten 55 Kubikmeter gelten nur für abgedeckte Becken im Haltebetrieb.Ist die Pumpe salzwassertauglich?
Ja, bis zu einem Salzgehalt von 5 g/l. Grundlage dafür ist der Titan-Wärmetauscher.Stimmt der COP von 15?
Er gilt unter Idealbedingungen bei hoher Außentemperatur und geringer Last. Im Alltagsbetrieb liegt der Wert deutlich niedriger.Kann das Gerät auch kühlen?
Ja. Es kehrt dafür den Kreislauf um und entzieht dem Wasser Wärme, was in Hitzeperioden hilft.Wie laut ist die Wärmepumpe?
Im Mittel etwa 40 dB(A). Unter Volllast liegt der Wert höher, weil Verdichter und Ventilator dann schneller laufen.Bis zu welcher Außentemperatur läuft sie?
Der Hersteller nennt minus 12 Grad. Sinnvoll heizen lässt sich damit vor allem in der Vor- und Nachsaison.Welches Kältemittel wird verwendet?
R32. Es hat ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial als das früher übliche R410A.Wie wird die Pumpe gesteuert?
Über das digitale Bedienfeld am Gerät oder per WLAN über die App.Lohnt sich die poolomio 11 kW?
Full Inverter, gedrehtes Titan, R32 und eine ausdrückliche Salzwasserfreigabe: Das ist die Kombination, die eine Poolwärmepumpe über mehrere Saisons bringt. poolomio hat an den Stellen investiert, an denen billige Geräte sparen, und die Rücklüftung ist mehr als ein Marketingwort.
Der einzige ernsthafte Kritikpunkt ist die Beckenangabe. Zwischen 30 und 55 Kubikmetern liegt fast der Faktor zwei, und wer sich am oberen Ende orientiert, kauft zu klein. Mit 35 bis 40 Kubikmetern als Zielgröße bekommt man dagegen ein Gerät, das nicht dauernd an der Leistungsgrenze arbeitet.
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