Der Elektrobock ELBO-073 ist ein Poolalarm, dessen Sensor frei auf dem Wasser schwimmt. Fällt ein Kind oder ein Tier ins Becken, erkennt er die Wellenbewegung und löst über einen getrennten Empfänger im Haus einen Alarm aus.
Die Sirene erreicht 95 Dezibel, das Funksignal überbrückt im Freien bis zu 300 Meter. Der Empfänger steckt einfach in einer Steckdose, verkabelt wird nichts.
Wir haben uns angesehen, wie zuverlässig der Sensor anschlägt, wo die bauartbedingten Grenzen liegen und für welche Becken das Prinzip taugt.
Als zweite Sicherungsebene neben Aufsicht und Abdeckung ist das Gerät sinnvoll, gerade weil der Empfänger auch im Haus noch Signal bekommt. Als einziger Schutz taugt kein Poolalarm, dieser ebenso wenig.
Spricht dafür
- Funkreichweite von bis zu 300 Metern im Freien, der Empfänger darf weit weg vom Becken stehen
- Sirene mit 95 Dezibel ist auch im Haus bei geschlossenem Fenster zu hören
- Keine Montage am Beckenrand nötig, der Sender schwimmt frei auf dem Wasser
- Empfindlichkeit lässt sich am Gerät einstellen
- Die beiden AA-Batterien liegen bei, viele Wettbewerber sparen sie ein
- Das Gehäuse ist verschraubt und von Kinderhand nicht zu öffnen
Spricht dagegen
- Reagiert je nach Einstellung zu spät auf kleine, leichte Körper
- Schaltet sich bei wieder ruhigem Wasser selbst ab
- Auf großen Becken kann der Sensor weit vom Ereignis entfernt treiben
- Wind und Regen können Fehlalarme auslösen
- Ersetzt keine Aufsicht, sondern verschafft nur Sekunden
- Wie laut ist der Alarm?
- 95 Dezibel.
- Wie weit reicht das Funksignal?
- Bis 300 Meter im Freien.
- Wo sitzt der Sensor?
- Er schwimmt frei auf dem Wasser.
- Sind Batterien dabei?
- Ja, zwei AA-Zellen.
Was der Elektrobock ELBO-073 technisch ist
Das System besteht aus zwei Teilen. Der Sender ist ein wasserdicht verschraubtes Kunststoffgehäuse, das auf der Oberfläche treibt und die Wellenhöhe misst. Überschreitet sie einen Schwellwert, funkt er auf 433,92 Megahertz an den Empfänger.
Der Empfänger steckt in einer Steckdose und gibt den Alarm mit 95 Dezibel aus. Im Freien überbrückt die Funkstrecke bis zu 300 Meter, innerhalb von Gebäuden bleiben etwa 30 Meter, was durch Wände und Decken schnell erreicht ist. Der Überblick über die Bauarten steht im Poolalarm Test.
Die Empfindlichkeit ist einstellbar und muss es auch sein. Zu empfindlich schlägt der Sensor bei Wind an, zu unempfindlich meldet er ein hineingerutschtes Kleinkind erst verspätet. Der richtige Punkt liegt dazwischen und muss am eigenen Becken ermittelt werden.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Schwimmender Sender
- Steckdosenempfänger mit Sirene
- Zwei AA-Batterien
- Saugnapf zur Fixierung
- Halteschnur
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Zweiter Empfänger für ein weiteres Stockwerk
- Ersatzbatterien
- Wandhalterung
- Poolabdeckung oder Zaun als eigentliche Barriere
- Wartungswerkzeug
Saugnapf und Schnur sind dabei, damit der Sender nicht ans andere Beckenende treibt. Auf größeren Flächen ist diese Fixierung wichtiger, als sie klingt.
Ein zweiter Empfänger für ein anderes Stockwerk gehört nicht dazu. Wer das Signal an mehreren Stellen hören will, muss nachrüsten.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Bis zu 300 Meter Funkreichweite
- 95 Dezibel Sirenenlautstärke
- Keine Montage am Beckenrand
- Empfindlichkeit einstellbar
- Batterien liegen bei
- Verschraubtes, kindersicheres Gehäuse
- Saugnapf und Schnur gegen Abtreiben
- Für Aufstell- und Einbaubecken gleichermaßen
Spricht dagegen
- Kann bei kleinen Körpern zu spät auslösen
- Schaltet bei ruhigem Wasser selbst ab
- Sensor kann weit vom Ereignis treiben
- Wind und Regen als Fehlalarmquelle
- In Gebäuden nur 30 Meter Reichweite
- Ersetzt keine Barriere
Alternativen zum Elektrobock ELBO-073
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beckengröße bedenken. Je größer die Wasserfläche, desto weiter kann der Sensor vom Ereignis entfernt treiben, siehe Gartenpool Test.
Standort des Empfängers testen. In Gebäuden bleiben nur rund 30 Meter, das sollte vor dem ersten Einsatz ausprobiert werden.
Empfindlichkeit einstellen und nachprüfen. Ein Testwurf mit einem gefüllten Kanister zeigt, ob die Schwelle passt.
Barriere zuerst. Zaun oder feste Abdeckung kommen vor jedem Alarm, mehr dazu unter Pool abdecken.
Häufige Fragen
Ersetzt der Alarm die Aufsicht?
Nein. Er meldet ein Ereignis, das bereits eingetreten ist, und verschafft im besten Fall wenige Sekunden. Aufsicht und Barriere bleiben unverzichtbar.
Warum schaltet sich der Alarm von selbst ab?
Der Sender misst die Wellenhöhe. Beruhigt sich das Wasser, fällt der Messwert unter die Schwelle und das Signal endet. Das ist bauartbedingt und lässt sich nicht abstellen.
Löst Wind den Alarm aus?
Bei hoher Empfindlichkeit ja. Wer den Sensor zu scharf einstellt, bekommt bei böigem Wetter Fehlalarme und stellt das Gerät irgendwann ganz ab.
Wie lange halten die Batterien?
Zwei AA-Zellen tragen im Normalbetrieb durch die Saison. Vor jedem Sommer sollten sie trotzdem gewechselt werden.
Funktioniert der Alarm auch bei einer Abdeckung?
Nur eingeschränkt, weil eine Plane die Wellenbildung dämpft. Bei abgedeckten Becken übernimmt die Abdeckung ohnehin die Sicherung.
Kann der Sender abtreiben?
Ja, deshalb liegen Saugnapf und Schnur bei. Auf größeren Becken sollte er in der Nähe der Einstiegsseite fixiert werden.
Reicht ein Gerät für jedes Becken?
Für übliche Garten- und Aufstellbecken ja. Bei sehr langen Becken ist ein zweiter Sensor die sicherere Lösung.
Muss der Alarm im Winter raus?
Ja. Sender und Empfänger gehören trocken und frostfrei gelagert, siehe Poolsaison Anfang und Ende.
Lohnt sich der Elektrobock ELBO-073?
Für Haushalte, in denen bereits eine Barriere steht, ist der ELBO-073 eine günstige Ergänzung mit ungewöhnlich weiter Funkreichweite. Dass die Batterien beiliegen und nichts montiert werden muss, senkt die Hürde zusätzlich.
Wer den Alarm dagegen als alleinige Sicherung versteht, liegt falsch. Die Selbstabschaltung bei ruhigem Wasser und die Abhängigkeit von der richtigen Empfindlichkeit sind zu große Schwächen für diese Rolle.
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