Der Dolphin Liberty 400 ist der kabellose Poolroboter von Maytronics für eingelassene Becken bis zehn Meter. Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie und lädt in rund zweieinhalb Stunden wieder auf.
Statt Netzteil und Kabel gibt es einen Akku, eine App und den Click-Up genannten Kniff, mit dem sich der Roboter durch ein Rasselgeräusch an die Wasserlinie rufen lässt. Maytronics gibt drei Jahre Garantie.
Wir haben uns angesehen, was der Eco-Modus über eine Woche wirklich leistet, wie zuverlässig der Roboter an die Wand kommt und für wen sich der Aufpreis gegenüber einem Kabelmodell rechnet.
Wer den Roboter regelmäßig ein- und aussetzt, merkt den Unterschied vom ersten Tag an. Kein Kabel bedeutet kein Aufrollen, kein Verdrehen und keinen festen Netzteilplatz am Becken.
Spricht dafür
- Kein Kabel, also keine Stolperfalle und kein Verdrehen
- Reinigt Boden, Wände und Wasserlinie in einem Zyklus
- Eco-Modus verteilt drei Bodenzyklen auf eine Akkuladung
- Click-Up holt den Roboter zum Beckenrand, ohne ins Wasser zu greifen
- Zyklus-Wähler zwischen Boden und Boden plus Wände
- Drei Jahre Herstellergarantie
Spricht dagegen
- Ladezeit von rund zweieinhalb Stunden zwischen den Durchgängen
- Deutlich teurer als Kabelmodelle mit ähnlicher Reinigungsleistung
- Ultrafeinfilter setzt sich bei Pollen schnell zu
- Akku ist ein Verschleißteil mit begrenzter Zyklenzahl
- Für Becken über zehn Meter nicht ausgelegt
- Braucht er ein Kabel?
- Nein, Akkubetrieb.
- Wie lange lädt er?
- Rund 2,5 Stunden.
- Reinigt er die Wasserlinie?
- Ja.
- Für welche Becken?
- Einbaupools bis 10 Meter.
Was den Liberty 400 technisch ausmacht
Der Liberty 400 ist ein vollwertiger Roboter mit eigenem Pumpenmotor und eigenem Filter, nur eben ohne Netzanschluss. Der Akku sitzt im Gehäuse, geladen wird außerhalb des Beckens. Die grundsätzliche Abwägung steht unter Poolroboter mit Kabel oder Akku.
Er klettert die Wand hoch und arbeitet die Wasserlinie ab, also den Bereich, in dem sich Fett und Sonnencreme als Rand absetzen. Genau dieser Streifen bleibt bei einfachen Bodensaugern immer stehen und muss sonst von Hand gebürstet werden.
Der Eco-Modus ist der eigentliche Trick am Gerät. Statt einer langen Reinigung verteilt er drei Bodenzyklen auf verschiedene Tage und kommt damit über eine Ladung durch eine Woche. Die Einordnung der Bauarten steht im Poolroboter Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Dolphin Liberty 400
- Ladegerät
- Ultrafeinfilter
- Click-Up Entnahmehilfe
- Raupenbänder montiert
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Transportwagen oder Caddy
- Ersatzfilter
- Ersatzakku
- Schutzhülle
- Teleskopstange
Ein Caddy liegt nicht bei. Da beim Akkugerät kein Netzteil am Beckenrand steht, fällt er weniger ins Gewicht als bei einem Kabelroboter, für die Überwinterung ist er trotzdem praktisch.
Der Filter gehört nach jedem Zyklus ausgespült. Beim Ultrafeinfilter gilt das doppelt: Er hält mehr, also setzt er sich auch schneller zu, besonders in der Pollenzeit.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Kabelloser Betrieb
- Boden, Wand und Wasserlinie
- Eco-Modus über eine Woche
- Click-Up Entnahme
- App-Steuerung
- Zyklus-Wähler
- Ultrafeinfilter
- Drei Jahre Garantie
Spricht dagegen
- Ladezeit zwischen den Zyklen
- Hoher Anschaffungspreis
- Akku als Verschleißteil
- Filter setzt sich schnell zu
- Kein Caddy dabei
- Beckenlänge auf zehn Meter begrenzt
Alternativen zum Dolphin Liberty 400
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Ladepause einplanen. Ein Akkuroboter läuft nicht durch. Wer zwei Zyklen an einem Tag braucht, plant zweieinhalb Stunden Pause dazwischen ein.
Beckenlänge prüfen. Zehn Meter sind die Auslegungsgrenze. Darüber bleibt Fläche liegen, weil die Akkuladung nicht reicht.
Oberfläche beachten. Für Folienbecken gelten eigene Anforderungen an Bänder und Bürsten, siehe Poolroboter für Folienbecken.
Rhythmus festlegen. Der Eco-Modus lohnt nur, wenn klar ist, wie oft gereinigt werden soll, siehe Poolroboter wie lange und wie oft.
Häufige Fragen
Wie lange hält eine Akkuladung?
Im Eco-Modus verteilt der Roboter drei Bodenzyklen auf eine Ladung. Im vollen Modus mit Wand und Wasserlinie ist die Ladung nach einem gründlichen Durchgang aufgebraucht.Was ist Click-Up?
Eine geräuschaktivierte Fernsteuerung. Durch Rasseln mit dem beiliegenden Geber klettert der Roboter an die Wasserlinie und wartet dort auf die Entnahme.Braucht er eine Filteranlage?
Nein. Er filtert selbst und arbeitet unabhängig vom Filterkreislauf des Beckens.Darf er im Wasser bleiben?
Nein. Nach dem Zyklus gehört er heraus, schon wegen des Akkus. Die Gründe stehen unter Poolroboter im Wasser lassen.Funktioniert er im Salzwasserbecken?
Ja, mit der üblichen Sorgfalt beim Abspülen. Mehr dazu unter Poolroboter für Salzwasser.Kommt er über Treppen?
Stufen bleiben für Roboter grundsätzlich schwierig, siehe Poolroboter für Treppen.Was tun, wenn er nicht mehr fährt?
Meist stecken Akku, Bänder oder ein zugesetzter Filter dahinter, siehe Poolroboter fährt nicht.Wie überwintert man ihn?
Filter reinigen, Gerät trocknen, Akku halb geladen und frostfrei lagern. Ein völlig leerer Akku übersteht den Winter schlechter.Lohnt sich der Dolphin Liberty 400?
Der Liberty 400 ist der Roboter für alle, die das Kabel leid sind, ohne bei der Reinigungstiefe zurückzustecken. Boden, Wand und Wasserlinie in einem Durchgang, Eco-Modus für die Woche, Click-Up für die Entnahme.
Wer nur Boden reinigen will oder ein Becken über zehn Meter hat, fährt mit einem Kabelmodell günstiger. Für alle anderen ist das der bequemste Weg zum sauberen Becken.
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