Die POOLEX Silverline Top PC-TOP200 ist eine vertikal aufgebaute Full-Inverter-Wärmepumpe mit bis zu 19,85 kW Heizleistung. Sie heizt und kühlt, ist mit Salzwasserbehandlung verträglich und lässt sich über WLAN steuern.
Auffällig ist die Garantiezusage: drei Jahre auf das Gerät, sieben Jahre auf den Verdichter und fünfzehn Jahre gegen Korrosion. In dieser Form ist das im Poolbereich selten.
Der Hersteller nennt eine Auslegung für Becken von 90 bis 120 Kubikmetern. Diese Angabe ist deutlich optimistischer, als es die Heizleistung hergibt.
POOLEX Silverline Top PC-TOP200
Die Garantiezusage ist das stärkste Argument, die Beckenangabe der Punkt, an dem man nicht mitgehen sollte.
Spricht dafür
- Bis zu 19,85 kW Heizleistung mit stufenloser Full-Inverter-Regelung
- Fünfzehn Jahre Garantie gegen Korrosion, sieben auf den Verdichter
- Vertikale Lüftung, die den Schall nach oben statt zur Seite führt
- Heizen und Kühlen in einem Gerät
- Mit Salzwasserbehandlung verträglich
- Integriertes WLAN für die Steuerung per Smartphone
Spricht dagegen
- Die Angabe von 90 bis 120 Kubikmetern ist deutlich zu optimistisch
- 57 dB in einem Meter Abstand sind trotz vertikaler Lüftung hörbar
- Der genannte COP von 12,48 gilt nur unter Idealbedingungen
- Bypass-Set gehört nicht zum Lieferumfang
- Zum Kältemittel macht der Hersteller keine Angabe
- Braucht ein tragfähiges Fundament und feste Verrohrung
- Heizleistung?
- Bis 19,85 kW.
- Beckengröße?
- Rund 66 m³.
- Bauform?
- Vertikal.
- Lautstärke?
- 57 dB in 1 m.
Was die PC-TOP200 technisch ausmacht
Die vertikale Bauform ist der eigentliche Unterschied zu den üblichen liegenden Wärmepumpen. Der Ventilator sitzt oben und bläst die abgekühlte Luft nach oben ab, statt sie horizontal über die Terrasse zu schicken. Das verändert die Aufstellsituation grundlegend: Das Gerät braucht weniger Freiraum nach vorn, und der Schall verteilt sich nach oben statt in Richtung Sitzplatz oder Nachbargrundstück.
Der Full Inverter regelt die Leistung stufenlos bis hinauf zu 19,85 kW. Bei einer Pumpe dieser Größe ist das entscheidend, denn die volle Leistung wird nur beim Aufheizen gebraucht. Danach läuft das Gerät im Teillastbereich, und dort liegt der Unterschied zwischen einer sinnvollen und einer teuren Stromrechnung.
Die Garantiestaffel verdient eine eigene Erwähnung. Fünfzehn Jahre gegen Korrosion sind eine Aussage über die verwendeten Materialien, nicht nur über Kulanz. Sieben Jahre auf den Verdichter decken genau das Bauteil ab, dessen Austausch sich bei einer Poolwärmepumpe wirtschaftlich meist nicht lohnt. Wer eine Salzanlage betreibt, bekommt hier eine ausdrückliche Verträglichkeitszusage dazu.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Vertikale Full-Inverter-Wärmepumpe
- Integriertes WLAN-Modul
- Bedienfeld am Gerät
- Anschlussstutzen für die Verrohrung
- Garantieunterlagen mit gestaffelten Laufzeiten
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Bypass-Set zur Regelung der Durchflussmenge
- Poolschlauch
- Fundamentplatte oder Aufstellrahmen
- Winterabdeckung für das Gerät
- Kondensatschlauch
- Poolabdeckung
Bei einem Gerät dieser Größe ist die Installation Sache eines Fachbetriebs. Fundament, feste Verrohrung und ein eigener, ausreichend abgesicherter Stromkreis gehören zusammen geplant.
Den Überblick über die Klasse gibt Poolwärmepumpen im Vergleich, die Einordnung gegenüber anderen Heizarten liefert Poolheizungen im Vergleich.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Bis 19,85 kW Heizleistung
- Full Inverter mit stufenloser Regelung
- Vertikale Lüftung führt den Schall nach oben
- Fünfzehn Jahre gegen Korrosion
- Sieben Jahre auf den Verdichter
- Heizen und Kühlen
- Mit Salzwasserbehandlung verträglich
- Integriertes WLAN
Spricht dagegen
- Beckenangabe von 90 bis 120 m³ zu optimistisch
- 57 dB sind trotz Bauform hörbar
- COP-Wert nur unter Idealbedingungen
- Kältemittel nicht genannt
- Bypass-Set fehlt
- Fundament und Fachinstallation erforderlich
Alternativen zur POOLEX PC-TOP200
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die Beckenangabe halbieren. 19,85 kW reichen rechnerisch für rund 66 Kubikmeter. Die genannten 120 Kubikmeter setzen eine dauerhafte Abdeckung und reinen Haltebetrieb voraus.
Die Garantiestaffel ernst nehmen. Fünfzehn Jahre gegen Korrosion und sieben auf den Verdichter sind ein handfestes Argument, gerade wenn das Gerät an einem Salzwasserbecken läuft.
Den Aufstellort trotz vertikaler Lüftung planen. 57 dB in einem Meter Abstand bleiben hörbar. Der Vorteil liegt in der Richtung des Schalls, nicht in seiner Menge.
Den Bypass von Anfang an einplanen. Bei dieser Leistung entscheidet die Durchflussmenge darüber, ob die Pumpe im gedachten Arbeitspunkt läuft.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die PC-TOP200 wirklich?
Rechnerisch für rund 66 Kubikmeter. Die vom Hersteller genannten 90 bis 120 Kubikmeter gelten nur für abgedeckte Becken im Haltebetrieb.Was bringt die vertikale Bauform?
Die Luft wird nach oben abgeführt statt zur Seite. Das Gerät braucht weniger Freiraum nach vorn, und der Schall geht nicht in Richtung Sitzplatz.Wie lange ist die Garantie?
Drei Jahre auf das Gerät, sieben Jahre auf den Verdichter und fünfzehn Jahre gegen Korrosion.Ist die Pumpe für Salzwasser geeignet?
Ja, der Hersteller nennt ausdrücklich die Verträglichkeit mit Salzbehandlung.Stimmt der COP von 12,48?
Er gilt unter Idealbedingungen bei hoher Außentemperatur und geringer Last. Im Alltagsbetrieb liegt der Wert deutlich niedriger.Wie laut ist das Gerät?
57 dB in einem Meter Abstand. Das ist für die Leistungsklasse normal, aber kein Flüsterbetrieb.Kann die Pumpe auch kühlen?
Ja. Sie kehrt dafür den Kreislauf um und entzieht dem Wasser Wärme, was bei großen Becken in Hitzeperioden hilfreich ist.Braucht das Gerät ein Fundament?
Ja. Bei dieser Baugröße sind Gewicht und Schwingungen zu hoch für eine einfache Auflage.Lohnt sich die POOLEX PC-TOP200?
POOLEX Silverline Top PC-TOP200
Fünfzehn Jahre gegen Korrosion und sieben Jahre auf den Verdichter sind Zusagen, die kein anderer Anbieter in dieser Übersicht macht. Sie sagen mehr über die verwendeten Materialien aus als jede Zeile im Datenblatt, und bei einem Gerät, das über zehn Jahre im Freien steht, ist genau das die relevante Information. Die vertikale Bauform löst zusätzlich das Aufstellproblem, das bei großen Wärmepumpen sonst regelmäßig auftritt.
Bei der Beckengröße sollte man dem Hersteller dagegen nicht folgen. Zwischen den genannten 120 Kubikmetern und den rechnerisch passenden 66 liegt fast der Faktor zwei. Wer sein Becken bei rund 66 Kubikmetern ansetzt, bekommt eine Wärmepumpe, die nicht dauernd an der Grenze arbeitet und deren lange Garantien dann auch etwas wert sind.
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