Die poolomio Mini ist eine Poolwärmepumpe mit 3,75 kW Heizleistung, gedacht für Aufstellpools und kleine Becken bis 15.000 Liter. Sie gehört damit in die kleinste Klasse, die überhaupt sinnvoll ist.
Der Wärmetauscher besteht aus Titan, das Gehäuse aus Metall in Anthrazit. Angeschlossen wird über einen RCD-Sicherheitsstecker, ein fester Elektroanschluss ist also nicht nötig.
Wir haben geprüft, für welche Beckengröße die 3,75 kW wirklich reichen und was der Steckerbetrieb im Alltag bedeutet.
poolomio Mini Wärmepumpe 3,75 kW
Wer einen Aufstellpool bis rund 15.000 Liter beheizen will und keine Lust auf eine Elektroinstallation hat, bekommt hier den einfachsten Einstieg.
Spricht dafür
- 3,75 kW Heizleistung für Becken bis 15.000 Liter
- COP von 5,5, also gut fünf Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom
- RCD-Sicherheitsstecker, kein fester Elektroanschluss nötig
- Titan-Wärmetauscher, chlor- und salzwasserfest
- Automatikbetrieb hält die eingestellte Temperatur selbstständig
- Metallgehäuse statt Kunststoff, auch im Außenbereich haltbar
Spricht dagegen
- Kein Inverter, das Gerät läuft mit fester Drehzahl
- Erst ab 10 °C Außentemperatur einsetzbar
- Maximal 30 °C Wassertemperatur, kein Warmbadbetrieb
- Keine App, die Bedienung läuft nur über das Gerät
- Bei 15.000 Litern ohne Abdeckung wird es knapp
- Bypass-Set und Schläuche fehlen im Lieferumfang
- Heizleistung?
- 3.750 Watt.
- Beckengröße?
- Bis 15.000 Liter.
- Anschluss?
- Schuko mit RCD.
- Wärmetauscher?
- Titan.
Was die poolomio Mini technisch ausmacht
Bei einer Wärmepumpe dieser Größe entscheidet nicht die Heizleistung über die Anschaffung, sondern die Frage, ob das Becken überhaupt in die Klasse passt. 3,75 kW bringen ein Aufstellbecken mit 12.000 bis 15.000 Litern über zwei bis drei Tage auf Badetemperatur, wenn nachts eine Abdeckung darauf liegt. Ohne Abdeckung verliert ein Becken über Nacht mehr Wärme, als dieses Gerät am Tag nachlegen kann. Die Abdeckung ist bei dieser Leistungsklasse keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Der COP von 5,5 ist für ein Gerät ohne Inverter ein guter Wert. Er besagt, dass aus einer Kilowattstunde Strom rund fünfeinhalb Kilowattstunden Wärme im Becken ankommen. Ein Elektroheizstab schafft genau eine. Wer heute noch mit einem Durchlauferhitzer heizt, sieht den Unterschied schon nach der ersten Abrechnung des Sommers.
Der Titan-Wärmetauscher ist der Grund, warum das Gerät auch an einer Salzelektrolyse betrieben werden darf. Wärmetauscher aus anderen Werkstoffen korrodieren im Salzwasser, und der Wärmetauscher ist das teuerste Bauteil der ganzen Pumpe. Bei einem Gerät dieser Größe entscheidet das darüber, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Wärmepumpe Mini im Metallgehäuse
- Anschlussstutzen Ø 32 mm
- Netzkabel mit RCD-Sicherheitsstecker
- Bedienfeld mit Anzeige
- Montagehinweise
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Schlauchmaterial für den Anschluss
- Bypass-Set zur Regelung der Durchflussmenge
- Aufstellkonsole oder Fundamentplatte
- Poolabdeckung
- Winterabdeckung für das Gerät
- Kondensatschlauch
Ein Bypass-Set gehört auch bei einer kleinen Wärmepumpe auf die Einkaufsliste. Ohne ihn läuft das gesamte Fördervolumen der Filterpumpe durch den Wärmetauscher, und das ist selten die Menge, bei der das Gerät am besten arbeitet.
Der Überblick über die Klasse steht unter Poolwärmepumpen im Vergleich, die passende Größe klärt Wärmepumpen für 10 bis 15 m³.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 3,75 kW Heizleistung
- COP von 5,5
- Für Becken bis 15.000 Liter
- Steckerfertig mit RCD
- Titan-Wärmetauscher
- Salz- und chlorwasserfest
- Metallgehäuse in Anthrazit
- Automatikbetrieb
Spricht dagegen
- Kein Inverter, feste Drehzahl
- Erst ab 10 °C Außentemperatur
- Nur bis 30 °C Wassertemperatur
- Keine App-Steuerung
- Ohne Abdeckung zu schwach
- Bypass-Set fehlt
Alternativen zur poolomio Mini
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das Beckenvolumen ehrlich rechnen. Bis 15.000 Liter gilt für abgedeckte Becken. Ein 366er Rundpool mit 122 cm Höhe fasst rund 12.000 Liter und liegt damit gut im Bereich, ein 457er schon deutlich darüber.
Die Abdeckung mitkaufen. Bei dieser Leistungsklasse ist sie kein Zubehör, sondern Teil der Rechnung. Ohne sie arbeitet die Pumpe gegen die Verdunstung an und kommt nie auf Temperatur.
Den Aufstellort nach der Luft aussuchen. Die Pumpe zieht Umgebungsluft an und bläst sie deutlich kälter wieder aus. Steht sie in einer Nische, saugt sie ihre eigene Abluft an und verliert spürbar an Leistung.
Die Steckdose prüfen. Der RCD-Stecker ersetzt den Elektriker für das Gerät selbst, nicht die Frage, ob die Außensteckdose für Dauerbetrieb im Feuchtbereich taugt.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die poolomio Mini?
Für Becken bis 15.000 Liter, bei guter Abdeckung.Braucht das Gerät einen festen Elektroanschluss?
Nein. Es kommt mit einem RCD-Sicherheitsstecker und läuft an einer Außensteckdose.Wie hoch ist die Leistungszahl?
Der COP liegt bei 5,5. Aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund fünfeinhalb Kilowattstunden Wärme.Ist die Pumpe für Salzwasser geeignet?
Ja. Der Wärmetauscher besteht aus Titan und verträgt Chlor- wie Salzwasser.Ab welcher Außentemperatur arbeitet sie?
Ab 10 °C Umgebungstemperatur. Für die Vor- und Nachsaison reicht das, für den Winter nicht.Wie warm wird das Wasser?
Bis 30 °C. Das ist für ein Schwimmbecken mehr als genug.Lässt sich die Pumpe per App steuern?
Nein. Die Bedienung läuft über das Bedienfeld am Gerät.Braucht es einen Bypass?
Er ist nicht zwingend, aber dringend zu empfehlen. Ohne ihn lässt sich die Durchflussmenge nicht einstellen.Lohnt sich die poolomio Mini?
poolomio Mini Wärmepumpe 3,75 kW
Die kleinste Klasse der Poolwärmepumpen wird oft belächelt, löst aber genau das Problem, das die meisten Aufstellpoolbesitzer haben: Das Wasser ist Anfang Juni zu kalt und Ende August wieder. Wer die Saison an beiden Enden um zwei, drei Wochen verlängern will, braucht keine 10 kW, sondern ein Gerät, das ohne Elektriker und ohne Umbau der Filteranlage läuft.
Der Steckerbetrieb mit eingebautem Fehlerstromschutz ist dabei der eigentliche Unterschied zu den größeren Geräten. Die Grenze ist klar: Über 15.000 Liter oder ohne Abdeckung wird es nichts, und wer schon weiß, dass ein größeres Becken kommt, kauft besser gleich eine Nummer größer.
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