Der AIPER Scuba S1 ist ein kabelloser Poolroboter für Einbau- und Aufstellbecken, der Boden, Wände und Wasserlinie reinigt. Im Sparbetrieb kommt er auf bis zu 270 Minuten Laufzeit je Ladung.
Elf Sensoren und ein Bahnenmuster mit möglichst wenig Überlappung sollen dafür sorgen, dass keine Fläche zweimal und keine gar nicht gefahren wird. Gesteuert wird über eine App, die auch Firmware-Updates einspielt.
Wir haben geprüft, was die Doppelfiltration mit Drei-Mikron-Lage wirklich hält, wie die Navigation in runden Becken arbeitet und für wen sich der Scuba S1 gegenüber einem Kabelroboter lohnt.
Der Scuba S1 ist der Punkt, an dem Akkuroboter den Kabelmodellen technisch nahekommen. Wasserlinie, App und eine Laufzeit, die für ein ganzes Becken reicht, gab es in dieser Bauart lange nicht.
Spricht dafür
- Bis zu 270 Minuten Laufzeit im Sparbetrieb
- Reinigt Boden, Wände und Wasserlinie
- Doppelfiltration mit Drei-Mikron-Feinlage
- Elf Sensoren und systematisches Bahnenmuster
- Fünf Reinigungsmodi und Wochenplan über die App
- Kettenfahrwerk kommt auch an flachen Zonen voran
Spricht dagegen
- Ladepause zwischen zwei vollen Zyklen
- App nötig, um alle Modi zu nutzen
- Feinfilter setzt sich bei Pollen schnell zu
- Akku ist ein Verschleißteil
- Deutlich schwerer als einfache Bodensauger
- Braucht er ein Kabel?
- Nein, Akkubetrieb.
- Wie lange läuft er?
- Bis 270 Minuten im Eco-Modus.
- Reinigt er die Wand?
- Ja, samt Wasserlinie.
- Gibt es eine App?
- Ja, mit fünf Modi.
Was den Scuba S1 technisch ausmacht
Der Roboter arbeitet vollständig unabhängig von Pumpe und Filteranlage. Er saugt mit eigenem Motor, filtert im eigenen Korb und fährt über ein Kettenfahrwerk, das ihn auch aus flachen Zonen ab etwa 30 Zentimeter Wassertiefe wieder herausbringt.
Die Doppelfiltration ist der eigentliche Fortschritt. Eine Standardlage mit 180 Mikron fängt Blätter und groben Schmutz, eine austauschbare Feinlage mit drei Mikron nimmt Staub, Sand und Algenreste auf. Was ein Filter leisten muss, hängt stark vom Standort ab, mehr dazu unter Pool reinigen.
Die Navigation arbeitet mit elf Sensoren und einem Bahnenmuster, das Überlappungen vermeidet und im laufenden Betrieb nachjustiert. Das ist der Unterschied zu einfachen Zufallsläufern, die Ecken auslassen. Der Vergleich der Bauarten steht im Poolroboter Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- AIPER Scuba S1
- Ladegerät
- Standardfilter 180 Mikron
- Feinfilter 3 Mikron
- Kettenfahrwerk montiert
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Transportwagen
- Ersatzakku
- Zweiter Satz Feinfilter
- Teleskopstange
- Schutzhülle
Der Feinfilter ist ein Verbrauchsteil. Wer viele Bäume am Becken stehen hat, sollte gleich einen zweiten Satz einplanen, sonst steht der Roboter in der Pollenzeit häufiger am Wasserhahn als im Wasser.
Ein Bergehaken oder eine Teleskopstange liegt nicht bei. Da der Roboter am Ende des Zyklus an den Rand fährt, kommt man in den meisten Becken ohne aus.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Kabelloser Betrieb
- Boden, Wand und Wasserlinie
- Bis 270 Minuten Laufzeit
- Doppelfiltration
- Fünf Reinigungsmodi
- Wochenplan über die App
- Kettenfahrwerk für flache Zonen
- Firmware-Updates über die App
Spricht dagegen
- Ladepause zwischen den Zyklen
- Volle Funktion nur mit App
- Feinfilter als Verbrauchsteil
- Akku als Verschleißteil
- Spürbares Gewicht
- Kein Wagen dabei
Alternativen zum AIPER Scuba S1
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Wassertiefe prüfen. Unter etwa 30 Zentimetern arbeitet der Roboter nicht zuverlässig. Bei sehr flachen Aufstellbecken lohnt ein kleineres Gerät.
App-Bereitschaft klären. Ohne App bleiben Modi und Zeitplan ungenutzt. Wer das partout nicht will, ist mit einem einfachen Bodensauger besser bedient.
Ladepause einplanen. Zwei volle Zyklen an einem Tag gehen nur mit Wartezeit dazwischen, siehe Poolroboter mit Kabel oder Akku.
Beckenform berücksichtigen. In runden Becken fahren Roboter andere Bahnen, mehr dazu unter Poolroboter für Rundpools.
Häufige Fragen
Braucht der Scuba S1 eine Filteranlage?
Nein. Er saugt und filtert selbst und arbeitet unabhängig vom Filterkreislauf des Beckens.Wie lange lädt der Akku?
Je nach Ladezustand mehrere Stunden. Für einen täglichen Reinigungsrhythmus reicht das problemlos.Reinigt er wirklich die Wasserlinie?
Ja, im entsprechenden Modus fährt er die Wand hoch bis an die Wasseroberfläche und arbeitet den Rand ab.Funktioniert er im Salzwasserbecken?
Ja, mit dem üblichen Abspülen nach dem Einsatz, siehe Poolroboter für Salzwasser.Was ist der Unterschied zwischen den Filterlagen?
Die 180-Mikron-Lage fängt Blätter und Groben, die Drei-Mikron-Lage Staub und Feinstpartikel. Beide arbeiten gemeinsam.Darf er im Becken bleiben?
Nein. Nach dem Zyklus gehört er heraus, siehe Poolroboter im Wasser lassen.Was tun, wenn er nicht mehr fährt?
Akkustand, Fahrwerk und Filter prüfen, siehe Poolroboter fährt nicht.Wie überwintert man ihn?
Filter reinigen, Gerät trocknen, Akku halb geladen und frostfrei lagern.Lohnt sich der AIPER Scuba S1?
Der Scuba S1 zeigt, wie weit Akkuroboter inzwischen sind. Wasserlinie, Doppelfiltration und ein Wochenplan aus der App, dazu eine Laufzeit, die auch größere Becken in einem Durchgang schafft.
Wer nur den Boden eines kleinen Aufstellbeckens sauber halten will, greift eine Klasse tiefer. Für alles darüber ist das derzeit einer der stimmigsten Akkuroboter am Markt.
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