Der Ultenic P30 ist ein kabelloser Poolroboter, der Boden, Wände und Wasserlinie reinigt und dabei bis zu 180 Minuten je Ladung durchhält. Der Filterkorb fasst 3,5 Liter und filtert bis 180 Mikrometer.
Ein Dreistufenmotor bringt eine Saugleistung von gut 20.000 Litern pro Stunde auf, der Raupenantrieb überwindet Abläufe und Absätze ab etwa 22 Millimetern. Gesteuert wird über eine App mit drei Reinigungsmodi.
Wir haben geprüft, wie systematisch die Bahnenführung arbeitet, was der große Filterkorb im Alltag ändert und für welche Beckengrößen der P30 wirklich taugt.
Der große Filterkorb ist das eigentliche Kaufargument. Wer Laub am Becken hat, merkt den Unterschied zwischen 3,5 Litern und den üblichen kleinen Kammern an jedem Reinigungstag.
Spricht dafür
- Reinigt Boden, Wände und Wasserlinie in getrennten Modi
- Filterkorb mit 3,5 Litern muss seltener geleert werden
- Bis zu 180 Minuten Laufzeit im Bodenmodus
- Raupenantrieb überwindet Abläufe und Absätze
- Systematische Bahnenführung statt Zufallsfahrt
- Fährt bei niedrigem Akkustand selbst an den Beckenrand
Spricht dagegen
- Volle Laufzeit gilt nur im Bodenmodus, mit Wand deutlich weniger
- Volle Funktion nur über die App
- Akku als Verschleißteil
- Kein Wagen und keine Bergestange dabei
- Junge Marke ohne die Ersatzteilhistorie der Fachhandelsanbieter
- Braucht er ein Kabel?
- Nein, Akkubetrieb.
- Wie lange läuft er?
- Bis 180 Minuten am Boden.
- Reinigt er die Wand?
- Ja, samt Wasserlinie.
- Wie groß ist der Filterkorb?
- 3,5 Liter.
Was den Ultenic P30 technisch ausmacht
Der P30 arbeitet unabhängig von Pumpe und Filteranlage. Er saugt mit eigenem Motor, sammelt im eigenen Korb und fährt über einen Raupenantrieb, der ihn auch über Bodenabläufe und kleine Absätze bringt. Die Bauartunterschiede stehen im Poolroboter Test.
Die Bahnenführung ist getrennt gedacht: am Boden fährt der Roboter S-förmige Bahnen, an der Wand N-förmige. Das klingt nach Detail, entscheidet aber darüber, ob am Ende Streifen ungereinigt bleiben, besonders in runden oder unregelmäßig geformten Becken.
Der 3,5-Liter-Korb filtert bis 180 Mikrometer und wird nach oben entnommen. Wer schon einmal einen kleinen Korb dreimal je Zyklus geleert hat, weiß, warum das Volumen hier so herausgestellt wird.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Ultenic P30
- Ladegerät
- Filterkorb 3,5 Liter
- Doppelbürsten montiert
- Propellerschutzabdeckungen
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Bergehaken oder Teleskopstange
- Ersatzakku
- Ersatzfilterkorb
- Transportwagen
- Schutzhülle
Eine Bergestange liegt nicht bei. Da der Roboter bei niedrigem Akkustand selbst an den Rand fährt, kommt man meist ohne aus, bei tiefen Becken ist sie trotzdem eine sinnvolle Ergänzung.
Der Filterkorb wird nach dem Zyklus von oben entnommen und ausgespült. Bei 3,5 Litern reicht das in der Regel einmal je Durchgang.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Kabelloser Betrieb
- Boden, Wand und Wasserlinie
- 3,5 Liter Filterkorb
- Bis 180 Minuten Laufzeit
- Raupenantrieb über Hindernisse
- Systematische Bahnenführung
- App mit drei Modi
- Selbstständige Rückkehr an den Rand
Spricht dagegen
- Laufzeit sinkt mit Wandmodus deutlich
- Volle Funktion nur mit App
- Filterfeinheit gröber als bei der Oberklasse
- Akku als Verschleißteil
- Keine Bergestange dabei
- Junge Marke
Alternativen zum Ultenic P30
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Modus und Laufzeit zusammendenken. Die 180 Minuten gelten am Boden. Wer jeden Zyklus mit Wand und Wasserlinie fährt, sollte mit gut der Hälfte rechnen.
Filterfeinheit prüfen. 180 Mikrometer fangen Blätter, Sand und Haare. Für Feinstaub und Pollen braucht es ein Gerät mit zusätzlicher Feinlage.
Beckenform berücksichtigen. Bei runden Becken zählt die Bahnenführung mehr als die Motorleistung, siehe Poolroboter für Rundpools.
Alternativen im Blick behalten. Kleine Becken bedient ein einfacherer Akkuroboter wie der Steinbach Poolrunner S63 oft günstiger.
Häufige Fragen
Braucht der P30 eine Filteranlage?
Nein. Er saugt und filtert selbst und arbeitet unabhängig vom Filterkreislauf des Beckens.Wie lange hält eine Ladung?
Bis zu 180 Minuten im Bodenmodus, rund 120 Minuten im Automatikbetrieb und etwa 90 Minuten im Wasserlinienmodus.Kommt er über Bodenabläufe?
Der Raupenantrieb überwindet Absätze ab etwa 22 Millimetern, das deckt übliche Abläufe und Stufenkanten ab.Funktioniert er ohne App?
Grundsätzlich ja, aber Modiwahl und Reinigungsverlauf laufen über die App. Ohne sie bleibt Funktion ungenutzt.Ist er für Folienbecken geeignet?
Ja, die gummierten Doppelbürsten sind darauf ausgelegt, siehe auch Poolroboter für Folienbecken.Wie oft muss der Korb geleert werden?
Bei 3,5 Litern in der Regel einmal je Zyklus, bei starkem Laubeintrag häufiger.Darf er im Becken bleiben?
Nein, nach dem Zyklus gehört er heraus, siehe Poolroboter im Wasser lassen.Was tun, wenn er stehen bleibt?
Akku, Bürsten und Filterkorb prüfen, siehe Poolroboter fährt nicht.Lohnt sich der Ultenic P30?
Der P30 ist der praktische Kompromiss: Wandreinigung samt Wasserlinie, ein Filterkorb, der einen ganzen Zyklus durchhält, und eine App, die den Rhythmus übernimmt, alles ohne den Einrichtungsaufwand der Fachhandelsmarken.
Wer Feinstaub und Pollen aus dem Wasser holen will, braucht ein Gerät mit zusätzlicher Feinfilterlage. Für Laub, Sand und Haare reicht der P30 vollkommen aus.
Weiterlesen zu Poolrobotern
- Poolroboter im Test
- Poolroboter mit Kabel oder Akku
- Steinbach Poolroboter im Test
- Lohnt sich ein Poolroboter
- Poolroboter wie lange und wie oft
Weiterlesen zur Poolreinigung
- Akku Poolsauger im Test
- Poolsauger im Test
- Pool reinigen
- Poolpflege Anleitung
- Pool Bodensauger im Test






Keine Kommentare vorhanden