Suchst du eine einfache Methode, um deine Sandfilteranlage rückzuspülen? Dann bist du hier genau richtig.
In diesem Artikel zeigen wir dir, warum das Reinigen notwendig ist, wann und wie oft du deine Sandfilteranlage rückspülen solltest und wie du Verstopfungen vermeidest.
Sauberes Wasser und ein reibungsloser Betrieb deiner Sandfilteranlage sind nur ein paar einfache Schritte entfernt. Lass uns beginnen!
Warum muss man eine Sandfilteranlage reinigen?
Bei einem Sandfilter wird das Poolwasser durch einen Filtersand geleitet. Beim Durchleiten verfängt sich der Schmutz in dem Sand und lediglich das saubere Wasser kommt wieder in den Pool zurück.
Im Laufe der Zeit sammelt sich immer mehr Schmutz im Filter an, dadurch wird der Wasserdurchfluss reduziert und der Filterdruck steigt.
Anfangs kommt der Schmutz im Filter der Filterleistung sogar zugute, weil die Verunreinigungen sich an den Sandkörnern verfangen und dadurch deren Oberfläche erhöhen.
In der Folge verfangen sich noch mehr Fremdpartikel im Filtersand.
Mit der Zeit steigt aber der Filterdruck weiter und die Filtrationsleistung lässt nach. Erreicht der Filterdruck ein gewisses Niveau, musst du die Filteranlage reinigen, um die Verunreinigungen zu entfernen.
Mit der Reinigung der Sandfilteranlage ist gemeint, dass du die Sandfilteranlage rückspülst.
Wann und wie oft muss man eine Sandfilteranlage rückspülen?
Es gibt keine feste Regel, wann du deine Sandfilteranlage reinigen musst. Stattdessen solltest du den Pool und den Filter regelmäßig überprüfen, um zu sehen, wann eine Reinigung erforderlich ist.
Schmutz und Ablagerungen im Pool sorgen dafür, dass die Wasserdurchflussmenge geringer wird und der Druck ansteigt.
Steigt der Druck auf einen Wert, der 10 psi (ca. 0,7 Bar) über dem Druck direkt nach der letzten Rückspülung liegt, solltest du den Sandfilter rückspülen.
Viele Sandfilteranlagen verfügen auch über zwei Manometer: ein Eingangs- und ein Ausgangsmanometer.
Über die Differenz zwischen den beiden Werten kannst du ebenfalls bestimmen, ob eine Rückspülung erforderlich ist.
Im Normalfall liegt die Druckdifferenz unter 5 psi. Eine Reinigung steht hingegen an, wenn 15 bis 20 psi zwischen den beiden Messungen liegen.
Eine Reinigung kannst du auch schon vorher durchführen. Der Sandfilter kann bereits vorher so schmutzig sein, dass er das Poolwasser trüb oder milchig färbt.
Hast du es mit trübem Wasser zu tun, könnte der Sandfilter die Ursache sein, dann bietet sich eine Rückspülung an.
Um die Filtrationsleistung auf einem hohen Level zu halten, musst du regelmäßig eine Rückspülung durchführen.
Mit der Zeit reiben sich allerdings die Sandkörner immer weiter ab, wodurch sich im Laufe der Jahre weniger Schmutz im Filtersand verfängt. Achte beim Nachfüllen oder Neubefüllen auf Filtersand mit einer Korngröße von 0,4 bis 0,8 mm, das ist der Bereich, in dem die meisten Sandfilteranlagen ausgelegt sind. Wie sich Filtersand, Filterglas und Filterbälle als Filtermedium unterscheiden, liest du im Artikel Filtersand, Filterglas oder Filterbälle.
Aus diesem Grund musst du nach ungefähr drei bis fünf Jahren (abhängig von der jeweiligen Art des Filtersands) den Filtersand austauschen.
Was verursacht eine Verstopfung des Sandfilters?
Die häufigsten Verunreinigungen, die für eine Verstopfung der Sandfilteranlage sorgen, sind Laub, Algen und Schmutzpartikel.
Beim normalen Betrieb des Pools gelangen alle diese Arten von Verunreinigungen in das Poolwasser und aufgrund der Zirkulation in den Filter.
Es gibt jedoch noch andere Verunreinigungen, die den Sandfilter verstopfen.
Die Belastung des Poolwassers durch die Badenden selbst darfst du auch nicht vernachlässigen.
Veranstaltest du beispielsweise eine große Poolparty, kann die Belastung durch Hautzellen, Haare und Reste von Make-up und Kosmetika der zusätzlichen Badegäste eine frühere Rückspülung des Sandfilters verlangen.
Bei einem neuen Pool reibt sich womöglich der Gips schnell ab. Der Gips sammelt sich schnell im Filter an.
Als frischgebackener Poolbesitzer hast du deshalb anfangs einen kürzeren Zyklus zwischen den Reinigungen.
In der Praxis zeigt sich aber, dass Algen im Pool oder andere Verunreinigungen zu den häufigsten Ursachen zählen.
Eine Sandfilteranlage rückspülen (Schritt-für-Schritt-Anleitung)
Die Rückspülung des Sandfilters ist nicht schwierig. Beim Rückspülen wird einfach der Wasserstrom des Filters umgekehrt.
Dadurch werden die Verschmutzungen aus dem Filtersand hinausgeschwemmt. Das anfallende Schmutzwasser enthält je nach Chlorgehalt deines Pools noch Restchlor, gieß es deshalb nicht direkt auf Rasen oder Beete. Wie du gechlortes Poolwasser umweltgerecht entsorgst, erklären wir im Artikel Pool entleeren.
Schritt 1: Pumpe ausschalten
Bevor du irgendetwas an den Ventilen des Filtersystems verstellst, musst du die Filterpumpe ausschalten. Leg am besten auch den Stromschalter der Pumpe um.
Hinweis: Das Ventil der Sandfilteranlage hat folgende Einstellungen:
- Geschlossen: Kein Wasser kann fließen. Alle Anschlüsse sind geschlossen. In dieser Einstellung darf die Pumpe nicht eingeschaltet werden.
- Entleeren: Die Filterpumpe saugt das Wasser an und befördert es zum Abwasserventil. Mit dieser Einstellung entwässerst du den Pool.
- Filtern: Im Normalbetrieb läuft deine Poolpumpe auf „Filtern“. Die Pumpe saugt das Wasser an und drückt es in den Sandfilter, wo es gereinigt wird. Anschließend wird es wieder in den Swimming Pool geleitet.
- Zirkulieren: Das Beckenwasser wird durch die Filterpumpe angesaugt, aber ohne Reinigung direkt wieder in das Schwimmbecken geleitet. Diesen Modus kannst du nutzen, um das Wasser zu vermischen. Das ist hilfreich, wenn du Poolchemikalien verteilen oder für eine gleichmäßige Wassertemperatur sorgen willst.
- Rückspülen: Das Wasser wird rückwärts durch den Filter gepumpt. Auf diese Weise werden Verunreinigungen aus dem Filtersand gespült. Das Schmutzwasser wird anschließend zum Abwasserventil geleitet.
- Nachspülen: Beim Rückspülen werden Sandkörner aufgewirbelt. Durch das Nachspülen sorgst du dafür, dass sich die Sandkörner und Schmutzreste wieder absetzen. Das Wasser wird beim Nachspülen ebenfalls zum Abwasserventil geleitet.
Schritt 2: Ventil auf „Rückspülen“ stellen
Momentan steht das Ventil der Filterpumpe wahrscheinlich auf „Filtern“. Von diesem Normalbetrieb ausgehend musst du nun das Filterventil auf „Rückspülen“ (bzw. englisch „Backwash“) stellen.
Schritt 3: Abwasserschlauch anschließen
Schließe den Gartenschlauch für das Abwasser am Entwässerungsventil der Sandfilteranlage an und leg den Abwasserschlauch so aus, dass das Abwasser an den gewünschten Ort gespült wird. Öffne dafür das Abwasserventil.
Schritt 4: Pumpe einschalten
Starte das Gerät und lass die Poolpumpe für mindestens 2 Minuten laufen. Über das Fenster auf der Oberseite der Filteranlage kannst du das durchfließende Wasser kontrollieren.
Das Poolwasser sollte sich im Laufe dieser zwei Minuten von trüb zu klar wandeln. Schalte nun die Pumpe aus und leg den Stromschalter wieder um.
Schritt 5: Nachspülen
Stell das Ventil jetzt auf „Spülen“ (englisch „Rinse“). Bei der Rückspülung wird der Filtersand aufgewirbelt und muss sich zunächst wieder absetzen.
Zudem müssen das bei der Rückspülung des Sandfilters zurückgebliebene Wasser und Schmutzreste zunächst aus dem Filter gespült werden, bevor der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
Auch hierfür ist das Abwasserventil geöffnet, sodass das Wasser nicht zurück in den Pool strömt.
Schalte nun die Pumpe wieder ein und lass die Filterpumpe für ein bis zwei Minuten nachspülen.
Schritt 6: Filtern
Schalte die Pumpe erneut ab und stell das Ventil wieder zurück auf „Filtern“. Starte die Pumpe erneut und kontrolliere nun die Druckanzeige des Filters. Solltest du beim Anschließen der Poolpumpe unsicher sein, welche Anschlüsse zusammengehören, hilft dir die verlinkte Anleitung weiter.
Merk dir den Wert, um bestimmen zu können, wann es Zeit für die nächste Rückspülung ist.
FAQ: Häufige Fragen beantwortet
Fazit
Sandfilteranlagen sind die richtige Wahl für die allermeisten Swimming Pools. Der Wartungsaufwand bei Sandfiltern ist gering, trotzdem musst du von Zeit zu Zeit die Sandfilteranlage reinigen.
Die Pflege des Sandfilters ist ein wichtiger Bestandteil der Poolpflege und sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. Auch bei einer Salzwasserpool-Erstbefüllung läuft die Filteranlage von Anfang an mit und muss ebenso regelmäßig rückgespült werden.
Für klares Poolwasser solltest du alle paar Tage einen Blick auf die Druckanzeige des Sandfilters werfen. Ist der Druck zu hoch, wird es Zeit für eine Rückspülung.
Ein sauberer Filter ist die Grundlage für einen sauberen Pool und stellt sicher, dass du die bestmögliche Wasserqualität erreichst.
Mit dieser Anleitung ist das ganz einfach.
Viel Spaß beim Baden im kristallklaren Wasser!

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